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Total abgefahrenes Hindernisrennen über 23 Kilometer mit 371 Extremsportlern / Alle Starter auch im Ziel / Schwedter Hasen Zweite in der Teamwertung

So etwas würden die Tscherokesen wohl nicht tun

Carla Pilz und Uwe Werner / 09.09.2014, 06:45 Uhr
Templin (MOZ) "Die spinnen, die Deutschen!" - Das wäre sicher zu hören, wenn ein Stammesmitglied der Cherokee (deutsch: Tscherokesen, sie selbst bezeichnen sich als Tsalagi) im fernen Amerika erfahren sollte, was da am Sonnabend in Templin los war. Denn für ein wahrhaft verrücktes Rennen hatten die Organisatoren die Bezeichnung "Cherokee-Run" gefunden.

Für die 371 Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet sowie weit gereiste Gäste aus den USA, Österreich, der Schweiz, Belgien und den Niederlanden ging es dabei 23 Kilometer rund um den Röddelinsee - über Stock und Stein, durch Wald und Sumpf sowie übers Wasser und zahlreiche Hindernisse, die ihren Namen wahrlich verdient hatten.

Start und Ziel war, wie könnte es anders sein, die Westernstadt "El Dorado". Rico Bechly, Tim Markwardt und Martin Schulz aus dem Templiner Rathaus waren beim Kräftemessen im Crosslauf, Schwimmen, Klettern, Kriechen und Paddeln im Team "Kurstadtpower" gemeinsam mit drei Vertretern aus der Partnerstadt Bad Lippspringe dabei. Platz 5 in der Teamwertung war Lohn für ihre Strapazen. Die beiden Bürgermeister, Detlef Tabbert und Andreas Bee, absolvierten "inoffiziell" ebenfalls die ganze Strecke (zugegeben teilweise im Auto), um die Kämpfer gebührend anzufeuern.

"Die Resonanz auf diese Premiere in Templin ist phänomenal", schwärmte Ursula Schemm, Pressesprecherin des Organisators PAS-Team aus Süddeutschland. "Wir sind als Veranstalter total begeistert von der tollen Akzeptanz in der Stadt und bei der Bevölkerung." Sie sparte auch nicht mit Lob für die Westernstadt, den Waldhof oder das Ahorn Seehotel sowie für all jene Behörden, Vereine, Geschäftsleute, Händler, Feuer-wehrleute, Polizisten, DRK-Wasserwachtler und Mediziner, ohne deren ehrenamtlichen Einsatz solch eine große Veranstaltung nicht zu stemmen gewesen wäre.

Stellvertretend für all die vielen begeisterten Zuschauer und die Helfer an den Stationen seien Hannah Kahnert, Leonie Woldt und Nadine Müller genannt. Die drei jungen Damen waren an der Station "Crazy Flowers" im Bürgergarten mit ihrem Megafon, einer Trillerpfeife und anfeuernden Rufen nicht zu überhören.

Übrigens: Alle 371 gestarteten "Cherokees", darunter 59 Frauen, haben - mehr oder weniger ausgepowert - das Ziel erreicht. "Das Wetter war Spitze. Die Zuschauerresonanz kaum zu toppen. Und für den Rettungsdienst gab es nur einen einzigen Einsatz. Eine Läuferin war mit dem Fuß umgeknickt. Aber nach dem Verarzten hat auch sie es schließlich bis ins Ziel geschafft", berichtete die "rundum zufriedene" PAS-Team-Pressesprecherin.

Als "First Warrior" (schnellster Läufer) wurde am Abend in der Westernstadt Simon Klingler aus Schwäbisch Hall mit einer reinen Laufzeit von 1:35:31 Stunden geehrt. "First Warrioresse" (schnellste Läuferin) wurde Lilly Lißner aus Berlin in 1:46:22 h.

Den Titel "Best Warrior Team" (schnellstes Team) sicherten sich die Boxfreunde VF mit einer Zeit von 2:05:11 h vor den Schwedter Hasen mit Burkhardt Burmeister, Peter Haarbach, Frank Haarbach, Lutz Finger und Mario Sternkiker (2:05:20 h). Platz 7 belegten die "Röddeliner Cherokeesen".

Als bekannt wurde, dass der Extremlauf in der Nähe von Schwedt stattfindet, war bei den "Hasen" klar: Wir machen mit unter dem Motto "Gemeinschaftlich ins Ziel kommen". Die 23 km durch Dickicht, über hohe Mauern und sechs Meter hohe Strohballenhindernisse, durch Schlammlöcher, mit Klärschlamm gefüllte Container, Wasser- sowie Kriechhindernisse und vieles mehr waren mega anstrengend - "aber es machte auch viel Spaß", so Burkhardt Burmeister.

Viele Hindernisse konnten nur gemeinsam gemeistert werden (siehe Drachenboot). Durch den hohen Adrenalinspiegel empfand man kaum Schmerz, als es durch Brennnesseln und anderes Gestrüpp ging. Die Belohnung war der zweite Platz. Bei den Frauen (Heike Sternkiker, Kathrin Hinze, Anne Bieseke) fehlten zwei Teilnehmerinnen zur Teamwertung - das soll sich ändern, denn die Oderstädter haben "Blut geleckt".

Der Termin für den 2. Cherokee-Run in Templin steht bereits fest: 12. September 2015.

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Isenhagen 11.09.2014 - 07:17:50

Dummheit und Unfug

sind grenzenlos. Mehr muss man dazu nicht sagen. Wenn meine Kinder früher so etwas gemacht hätten, wäre Stubenarrest fällig gewesen. Das ist weder Sport noch ökologisch noch für die Umwelt gut. Das ist einfach grober Unfug...ein Bad im Klärschlamm....Dschungelcamp in Templin.....das Niveau ist nicht nur erreicht...es zeigt sich auch deutlich...

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