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Startschuss zum Eberswalder Berufemarkt im Januar / Anmeldefenster für Anbieter steht offen

Schnelle Dates mit vielen Firmen

Vermessungsgerät erklärt: Viele Betriebe - wie in diesem Fall das Wasser- und Schifffahrtsamt Eberswalde - lassen sich praktische Schnuppereinheiten zum Berufemarkt einfallen.
Vermessungsgerät erklärt: Viele Betriebe - wie in diesem Fall das Wasser- und Schifffahrtsamt Eberswalde - lassen sich praktische Schnuppereinheiten zum Berufemarkt einfallen. © Foto: MOZ/Thomas Burckhardt
Ellen Werner / 17.09.2014, 20:03 Uhr
Eberswalde (MOZ) Zwischen 1000 und 1500 Besucher zieht der Berufemarkt jährlich an. Aussteller können sich ab sofort für die inzwischen 19. Auflage der Messe rund um Ausbildungsberufe in der Region anmelden. Wie Schüler und Eltern sollten sie sich den 24. Januar 2015 vormerken.

Junge Leute und Firmen zusammenbringen - auch wenn das Format in Eberswalde in die Jahre kommt: Es ist erfolgreich und hat an Bedeutung nichts eingebüßt, finden die Veranstalter. "In meinen Augen ist der Berufemarkt hochaktuell", sagt Dagmar Brendel, Leiterin der Agentur für Arbeit in Eberswalde. "Es ist ein ganz wichtiger Mosaikstein auf dem Weg zum Ausbildungsplatz."

Gemeinsam mit dem Oberstufenzentrum 2 in Eberswalde richtet die Arbeitsagentur den Berufemarkt im Berufsschulkomplex im Leibnizviertel aus. Dort findet die Ausstellung rund um Berufe, die in der Region ausgebildet werden, am 24. Januar 2015 zum neunten Mal statt. Daran, dass die Berufemesse vor dann 19 Jahren in der damaligen Goetherealschule Fahrt aufgenommen hat, erinnert sich Eberswaldes Bürgermeister Friedhelm Boginski (FDP), zu dieser Zeit Leiter der Schule, recht genau. "Damals haben wir unter ganz anderen Voraussetzungen damit begonnen", sagt er. "Die Unternehmer nahmen nur noch Abiturienten." Zu viele Schüler standen nach der zehnten Klasse ohne Ausbildungsplatz da. "Das hat sich gewandelt", so Boginski.

Zuletzt bei der Langen Nacht der Wirtschaft habe er von den Firmen in der Stadt erfahren: "Sie suchen händeringend Fachkräfte." Auch ihre Ansprüche an Auszubildende schrauben die Unternehmen immer weiter zurück. Hinzu komme, dass sich Berufsfelder wesentlich erweitert haben, genau wie das Angebot an Ausbildungsplätzen vor der Haustür. "Du kannst hier in der Region bleiben und du kannst hier auch etwas werden", vermittelt Boginski als Botschaft an die künftigen Absolventen.

Der Bürgermeister ist erneut Schirmherr der Veranstaltung. Und wie schon in den Vorjahren richtet die Stadt den Berufemarkt finanziell aus. 3000 Euro übernahm sie zur 18. Auflage Anfang 2014. "Nach wie vor große Kritik an das Land Brandenburg, das sich aus der Finanzierung zurückgezogen hat", sagt Boginski. "Für unsere Stadt ist diese Vernetzung Schule-Wirtschaft enorm wichtig." Bekannt ist auch, dass Firmen wie Senvion (früher Repower) aus Trampe oder Glawion und Thimm Verpackungen aus Eberswalde erste Kontakte zu ihren künftigen Azubis auf der Berufemesse knüpfen. "Wir wollen bewusst auch schon Schüler aus den siebenten Klassen ansprechen", sagt Friedhelm Boginski. Das sind allein im Barnim 650, von denen ein Großteil also in vier Jahren auf den Ausbildungsmarkt drängen wird. "Man muss früh dran sein", bestätigt Arbeitsagenturchefin Dagmar Brendel. Dass die Veranstalter den Startschuss für die Januar-Veranstaltung bereits Mitte September geben, sieht sie daher symbolisch. "Berufswahl ist ein Prozess."

Dafür, dass den Prozess die ganze Familie begleitet, sorgt das Oberstufenzentrum in der Alexander-von-Humboldt-Straße. "Wenn die Eltern dabei sind, kommt mehr heraus, ist unsere Erfahrung", sagt Evelyn Brotmann, Hauptorganisatorin vom OSZ 2. So organisieren die Berufsschüler vom Kurs Psychologie eine Kinderbetreuung für den Vormittag. "Sie erhalten Praxis und wir können wirklich etwas für die ganze Familie anbieten", so Brotmann.

20 Aussteller von der Autowerkstatt übers Rechtsanwaltsbüro bis hin zum Großbetrieb haben sich bereits angemeldet. Im vorigen Jahr waren es insgesamt knapp 70, die sich zum Teil mit praktischen Schnupperangeboten am Berufemarkt beteiligten. Eintragen können sich die Firmen im Internet unter www.osz2.barnim.de.

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