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Dörfer auf dem Prüfstand

Start der Besichtigungsrunde: Die Jury vom Amt für Landwirtschaft, Bürgermeister Dieter Rauer (fünfter von links) und engagierte Zechiner schauen sich gemeinsam das Dorf an. Zu Beginn versammeln sich alle vor dem Stein, der zur Erinnerung an den 700. Gebu
Start der Besichtigungsrunde: Die Jury vom Amt für Landwirtschaft, Bürgermeister Dieter Rauer (fünfter von links) und engagierte Zechiner schauen sich gemeinsam das Dorf an. Zu Beginn versammeln sich alle vor dem Stein, der zur Erinnerung an den 700. Gebu © Foto: MOZ / Birte Förster
Birte Förster / 08.10.2014, 05:27 Uhr
Zechin/Golzow (MOZ) Herausgeputzt für den wichtigen Tag: Die Jury vom Amt für Landwirtschaft des Kreises hat am Dienstag im Rahmen des Wettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" Zechin und Golzow besichtigt. Die Gewinner des Wettbewerbs werden am 11. November bei der Abschlussveranstaltung bekannt gegeben.

Die Zeit drängt. Zwei Stunden haben Bürgermeister Dieter Rauer und einige Mitarbeiter der Gemeinde, um die Jury von der positiven Entwicklung des Dorfes Zechin zu überzeugen. Einige Aufenthalte müssen während der Rundfahrt daher kurz gehalten werden. Es steht einiges auf dem Programm. "Wir wollen zeigen, wie wir uns weiterentwickelt haben", betont Rauer. Schließlich hat Zechin bereits mehrmals an dem Wettbewerb teilgenommen. Der festgelegte Zeitrahmen lässt es in jedem Fall nicht zu, alles zu zeigen, was das Dorf zu bieten hat.

In einer Präsentation gibt Hauptamtsleiter Guntram Glatzer zu Beginn einen Überblick über die Entwicklung. Ein großes Ereignis sei die 700-Jahr-Feier im vergangenen Jahr gewesen. Dazu habe man versucht, die Dorfgeschichte aufzuarbeiten, um diese in einer Gemeindechronik zu präsentieren. "Uns liegt daran, die Identität des Dorfes auszuprägen", betonte Glatzer. Bei der anschließenden Rundfahrt durch das Dorf wird an den wichtigsten Stellen Halt gemacht. Die erste Station ist die Agrargenossenschaft Zechin. Vorstandsvorsitzender Enrico Krüger stellt das Unternehmen, das vor allem Weizen anbaut, vor. Am Ende geht es noch zum Gelände des Freibads, das 1960 eingeweiht wurde, und zur 65 Jahre alten Kegelbahn. Beides wurde erst kürzlich umfassend saniert. "Uns ist es wichtig, das, was die älteren Generationen geschaffen haben, für die Jüngeren zu erhalten", betonte der Bürgermeister. Auch wenn Jury-Mitglied Margitta Schmidt am Ende noch nichts zur Bewertung verrät, gibt sie ein positives Signal: "Zechin hat Zukunft", sagte sie. Eine hervorragende Entwicklung lasse sich hier feststellen.

Nach der Besichtigung in Zechin geht es für die Jury weiter nach Golzow. In einem Vortrag konnte laut Bürgermeister Frank Schütz das vielfältige Vereinsleben, das mit Sportvereinen und Freiwilliger Feuerwehr deutlich auf die Jugendarbeit setzt, präsentiert werden. Danach habe es ein angenehmes Gespräch mit der Jury gegeben, sagt Schütz. "Wir haben uns nach bestem Wissen vorgestellt". Auch die geplante Erneuerung des Museums-Konzepts über das Film-Projekt "Die Kinder von Golzow", sei zur Sprache gekommen. Bei der Teilnahme gehe es aber nicht nur um den Wettbewerb. "Die Kontinuität unserer Arbeit kann so auf den Prüfstand gestellt werden", so Schütz.

Jury-Mitglied Margitta Schmidt vom Amt für Landwirtschaft und Umwelt bedauert, dass bei dem Kreiswettbewerb, der für die Teilnahme am Landeswettbewerb qualifiziert, dieses Jahr - neben Ihlow - nur drei Gemeinden von mehr als 50 im Landkreis teilnehmen. Wegen der Wahlen sei der Aufwand für viele dieses Jahr zu groß gewesen, sagte Jury-Mitglied Margitta Schmidt. Außerdem haben einige Gemeinden dieses Jahr die Teilnahme verweigert. Den Vorwurf, dass es zur Bevorteilung aufgrund der Herkunft von Jury-Mitglieder gekommen sei, kann sie zerstreuen. Es haben laut Schmidt nicht immer dieselben Gemeinden gewonnen. Laut Rafal Borowiak von der Jury wollen sich die Mitglieder Gedanken machen, wie sie neue Anreize zur Teilnahme schaffen können. Damit es beim nächsten Mal wieder mehr Teilnehmer gibt.

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