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Sich treffen beliebter als Fernsehen

Werte wertschätzen: Goldig umrahmt haben sich die Teilnehmer und Macher des Werteprojektes beim Kinderring Neuhardenberg. Seit April hatten sie sich damit beschäftigt.
Werte wertschätzen: Goldig umrahmt haben sich die Teilnehmer und Macher des Werteprojektes beim Kinderring Neuhardenberg. Seit April hatten sie sich damit beschäftigt. © Foto: Ulf Grieger
Ulf grieger / 03.11.2014, 07:31 Uhr - Aktualisiert 03.11.2014, 07:32
Neuhardenberg (MOZ) Werte werden in dieser Gesellschaft zumeist in Geld ausgedrückt. Oder in Gold. Und so tragen auch die zahlreichen Spiegel, die sich die Neuhardenberger Kinder und Jugendlichen in ihrem sechs monatigen Projekt "Brandenburg - das bist du uns Wert" angefertigt haben, dicke goldfarbene Rahmen. Am Freitag wurde im Neuhardenberger Haus des Kinderrings die Ausstellung eröffnet, mit der sie die Ergebnisse ihrer Umfrage und vor allem ihres Nachdenkens über sich selbst dargestellt haben.

Ins Zentrum ihrer Überlegung haben die 13- bis 16-Jährigen ihr Freizeitverhalten gestellt. Was ist das eigentlich wert, was sie da machen? Und auch das, was sie dabei als wertvoll erfuhren, bekam goldene Rahmen. "Insgesamt sind 82 Kinder und Jugendliche danach befragt worden, was sie am liebsten in ihrer Freizeit machen", erzählte Projektleiter Bastian Hölscher.

Relativ überraschend kam die Beschäftigung mit allem "Viereckigem", wie Fernseher, PC oder DVD-Player, doch relativ schlecht weg. Fernsehen wurde lediglich von 4,3 Prozent als Lieblingsbeschäftigung angegeben. PC-Spiele von fünf Prozent. Aber auch Fußballspielen kam mit drei Prozent relativ schlecht weg. Am häufigsten war "Chillen" genannt worden. Was durchaus erklärungsbedürftig sei, wie Kinderring-Chefin Mandy Diede betonte. Denn die Jugendlichen verstehen darunter nicht einfach nur das Herumdösen. "Chillen heißt durchaus etwas Aktives. Sie treffen sich, und schauen dann,was man machen könnte. Es ist das eher planlose Beisammensein, das sie lieben", erläuterte sie.

Begleitet wurden die Neuhardenberger bei diesem Projekt von den beiden Medienpädagoginnen Jana Kausch und Andrea Binke, die für den Landesjugendring das landesweite Projekt in neun Orten betreut haben. Sie halfen, die gewonnenen Ergebnisse und Erkenntnisse kreativ für die am Freitag eröffnete Ausstellung umzusetzen.

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