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Stefan Lötsch 17.12.2014 21:52 Uhr
Red. Eisenhüttenstadt, eisenhuettenstadt-red@moz.de

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Entscheidung für Dok-Zentrum in 2015

Eisenhüttenstadt (MOZ) Im kommenden Jahr soll geklärt werden, ob und zu welchen Konditionen der Landkreis Oder-Spree das Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR in Eisenhüttenstadt weiterführt. Die Stadt übernimmt vorerst für ein weiteres Jahr die Trägerschaft, ohne sich allerdings finanziell zu beteiligen.

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Für ein weiteres Jahr gesichert: Neben der Dauerausstellung ist im Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR auch die neue Schau "Ankunft in Eisenhüttenstadt" zu sehen.

© MOZ

Eigentlich sollte der Trägerwechsel beim Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR schon zum 1. Januar 2015 vollzogen sein. Einziger Kandidat, um die Einrichtung in der Eisenhüttenstädter Erich-Weinert-Allee weiterzubetreiben, ist der Landkreis Oder-Spree. Momentan führt die Stadt die Geschäfte, was eigentlich nur für ein Jahr gelten sollte.

Doch die Verhandlungen haben sich als komplizierter und langwieriger erwiesen, als ursprünglich geplant. Ein ungeklärter Punkt ist die künftige Finanzierung. Momentan wird das Dok-Zentrum aus Mitteln des Landes und des Kreises betreibt. Die Stadt hatte zu Beginn des Jahres 2013 den Zuschuss in Höhe von 76700 Euro gestrichen, weshalb auch der ursprüngliche Trägerverein nicht mehr die Verantwortung übernehmen wollte, die Stadt als Träger einsprang, um das Überleben der Einrichtung zu sichern, bis sich eine neue Lösung gefunden hat.

Für den Landkreis ist klar, dass sein finanzielles Engagement nicht über das bisher geleistete hinausgehen soll. Es sind dies 55000 Euro. Das Land zahlt 90000 Euro. Geklärt werden muss, mit welchen Personalbestand das Dok-Zentrum betrieben werden soll. Dr. Ilona Weser, Kulturdezernentin des Landkreises, verweist zum Beispiel darauf, dass regelmäßige Öffnungszeiten des Museums gewährleistet werden müssen. Außerdem benötigt man einen neuen Leiter, bisher ist dies Hartmut Preuß, Leiter des städtischen Museums. Außerdem soll ein Schwerpunkt die museumspädagogische Arbeit sein, unter anderem mit Schulklassen. Auch dafür wird Personal benötigt. Zu klären ist, ob die momentan zur Verfügung stehenden Mittel ausreichen oder ob das Land nachlegn kann bzw. will.

Ein weiterer wichtiger, bisher ungeklärter Punkt ist die Frage der Fördermittel. Die komplett überarbeitete Dauerausstellung wurde mit Fördermitteln finanziert, die allerdings nur unter der Voraussetzung ausgegeben wurden, dass die Ausstellung über längere Zeit zu sehen ist. Würde das Dok-Zentrum jetzt, oder in den nächsten Jahren schließen, müssten Fördermittel zurückgezahlt werden. Aus dieser Bindung und diesem finanziellen Risiko will der Landkreis freigestellt werden. Ilona Weser geht davon aus, dass diese Fragen im ersten Quartal des nächsten Jahres geklärt werden können. Danach, wahrscheinlich erst nach der Sommerpause, ist der Kreistag am Zug, der darüber abstimmen muss, ob der Landkreis die Einrichtung übernimmt oder nicht.

Eine weitere Voraussetzung des Landkreises ist, dass auch weiterhin das Papier-Depot neben dem Hauptgebäude weiterhin als solches genutzt werden kann. Die Stadt hatte auch in diesem Fall einmal mehr für Verwirrung gesorgt, weil sie das stark sanierungsbedürftige Haus verkaufen wollte, es auch schon einen Interessenten gab. Der Verkauf wurde wieder abgeblasen. Nun zeichnet sich eine Lösung über ein städtisches Unternehmen ab, der Kreis würde die sanierte Immobilie nutzen und mieten. Vom Tisch ist der ursprüngliche Vorschlag von Ilona Weser, den Bestand des Papierdepots - unter anderem befindet sich dort die komplette Bibliothek der ehemaligen FDJ-Hochschule Bogensee sowie alle Erstausgaben des Verlages Volk & Welt - nach Beeskow zu verlagern, in den Bestand des Kunstarchives.

Derweil zeichnet sich ab: Sollte im nächsten Jahr keine Lösung gefunden werden, wäre das wohl das Ende der Einrichtung.

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