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Burkhard Keeve 07.01.2015 08:03 Uhr
Red. Oranienburg, lokales@oranienburger-generalanzeiger.de

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Großes Sakralkunst

Oberhavel (MZV) "Kunst als Verkündung" - die Sonderausstellung des Kreismuseums Oberhavel zu Wilhelm Groß hat sich als Publikumsmagnet herausgestellt. Mehr als 16 000 Besucher haben die Ausstellung im Oranienburger Schloss gesehen. Am Sonntag schließt die Ausstellung.

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Aus Holz gehauen: Wilhelm Groß schuf diese Figur, die Christus im Garten von Gethsemane auf der Flucht vor den Häschern darstellt und der kniend sowie betend die Hände ringt. Das Werk steht sonst in der Gethsemanekirche in Berlin.

© MZV

Das Ende der Sonderschau wird am 11. Januar um 11 Uhr im Orange-Saal des Schlosses mit einer Feierstunde gewürdigt. Auch Uwe-Karsten Groß, der jüngste Sohn des Künstlers, wird - wie schon bei der Eröffnung - ein Grußwort sprechen. Außerdem wird Ruth Pabst, die ehemalige Leiterin des Evangelischen Zentralarchivs in Berlin, die Zuhörer zur Entstehung einer Plastik des einst in Eden lebenden Künstlers informieren. Sie soll von zentraler Bedeutung für sein Schaffen gewesen sein. Im Anschluss findet ein geführter Rundgang durch die Ausstellung statt. Die Finissage zur Wilhelm-Groß-Ausstellung ist öffentlich und der Eintritt frei.

Elf Monate lang waren die unterschiedlichsten Werke von Wilhelm Groß im Kreismuseum zu sehen. Am 9. Februar war die Vernissage. Mit ungefähr 100 Exponaten handelte es sich um die bislang umfangreichste Ausstellung des Künstlers, die dank der großen Unterstützung der verschiedenen kirchlichen Leihgeber in dieser Form zustande kam. "Die Sonderausstellung trug dazu bei, den bemerkenswerten Künstler Wilhelm Groß in das öffentliche Bewusstsein zu rufen und in bleibender Erinnerung zu behalten", heißt es dazu aus dem Kreismuseum.

Auch für Hanna Spiegel, Bibliothekswissenschaftlerin aus Oranienburg, ist Wilhelm Groß ein "Genie der sakralen Kunst, das leider ein Nischendasein geführt hat und nur in Kirchenkreisen bekannt gewesen ist". Hanna Spiegel hat ganz aktuell ein Buch über Wilhelm Groß geschrieben. Es heißt "Gefesselte Kirche" und ist kürzlich im Verlag Edition Pommern erschienen. Im Buchhandel ist es für 12,95 Euro zu haben. Eher zufällig stieß die Autorin auf Groß. Sie ging als Kind zweieinhalb Jahre in Schlawe in Pommern zur Schule, dem Geburtsort von Groß, der 1883 dort zur Welt kam. 1919 zog der Künstler nach Eden und auch Hanna Spiegel lebt schon mehr als 50 Jahre in Oranienburg. "Diese Parallelität gab mir den Kick und den inneren Auftrag, über Groß zu forschen", schreibt Hanna Spiegel in dem Vorwort ihres Buches über Wilhelm Groß.

In Eden schuf Groß in seinem Atelier, der so genannten Strohkirche, eine Vielzahl sakraler Plastiken und Holzschnitte. Der im Jahre 1945 zum Prediger der Bekennenden Kirche ordinierte Bildhauer schaffte sich in der Bildenden Kunst als Verkündigung sein eigenes Credo.

Die meisten Exponate der Werkschau gehen an die Leihgeber zurück. Die museumseigenen Stücke werden wie zuvor im Hauptgeschoss des Kreismuseums in Oranienburg zu sehen sein.

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