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Förderkreis Kirchensanierung Reichenwalde berät über Ideen für Veranstaltungen in 2015 / Baustart am Gotteshaus noch offen

Spendengeld ist weiter dringend nötig

Trugen Ideen für 2015 zusammen: Christian Hofmüller, Anita Schultz, Ernst-Wolfgang Neumeister, Frank Tschentsch er, Inge Schneider und Oliver Schmidt (von links) vom Förderkreis Kirchensanierung trafen sich am Donnerstagabend im "Schlösschen" in Reichenwa
Trugen Ideen für 2015 zusammen: Christian Hofmüller, Anita Schultz, Ernst-Wolfgang Neumeister, Frank Tschentsch er, Inge Schneider und Oliver Schmidt (von links) vom Förderkreis Kirchensanierung trafen sich am Donnerstagabend im "Schlösschen" in Reichenwa © Foto: Cornelia Link
Cornelia Link / 10.01.2015, 05:41 Uhr
Reichenwalde (MOZ) 40600Euro Spendengeld gibt es bereits für die geplante Kirchensanierung in Reichenwalde, benötigt wird allerdings das Dreifache. Um weiter Geld für die Rettung von Gotteshaus und Turm zu sammeln, traf sich am Donnerstagabend der Förderkreis Kirchensanierung in Reichenwalde.

Während draußen Wind und Regen gegen die Fenster peitschten, verbreitete sich im Versammlungsraum des "Schlösschen" gute Stimmung. Ernst-Wolfgang Neumeister, Mitglied des Gemeindekirchenrates, begrüßte fünf Mitstreiter des 2013 gegründeten Förderkreises Kirchensanierung Reichenwalde zur ersten Sitzung im neuen Jahr. Während Reichenwaldes Gemeinde-Bürgermeister Heinz Döbler, Scharmützelsees Amtsdirektor Carsten Krappmann und Reichenwaldes Ortsvorsteher Mike Hemm verhindert waren, kam Oliver Schmidt, der den massiven Wagen-Aufsteller vor der Kirche gebaut hat. Seit der Adventszeit wirbt ein zweites großes Plakat mit "Helft uns bevor er fällt" für den Erhalt des Turms. Somit ist die Werbe-Aktion von beiden Seiten der Kirche gut zu lesen.

"Im Juni waren es 20 000 Euro Spendengeld, zum Jahresende haben wir 40 600 Euro erreicht", verkündete Neumeister freudig. Viele Privatleute hätten Kleinbeträge gegeben, aber es gab auch Großspenden. 5000 Euro sei von die Antonius Jugend- und Kulturstiftung gekommen, Hunderte Euro aber auch von Geburtstagskindern aus dem Ort, die statt Geschenke lieber Spenden für die Kirche erbaten. Aber auch Arno Müller von einem Berliner Radiosender, der täglich auf dem Weg zur Arbeit am Gotteshaus vorbeifährt, brachte sich ein. "Er hat bei einem Prominenten-Pokerspiel 1000 Euro gewonnen und diese an uns weitergereicht", berichtete Neumeister. 300 Euro habe man schon vom Amt, 400 Euro brachte die Vorführung des Films "und hörst du die Stille" im Herbst in der Kirche ein. Ein Erfolg war auch das Klassik-Konzert im Advent (300 Euro). "Gut gelaufen ist auch der Chronik-Verkauf", berichtete Chronistin Inge Schneider. Insgesamt 1000 Euro habe man beim Adventsmarkt für die Kirche eingenommen und die gleiche Summe für das seit 1995 von der Kirche unterstützte Straßenkinder-Projekt in Madagaskar.

Auf den 40 600 Euro will sich der Förderkreis aber nicht auszuruhen. Benötigt wird das Dreifache um die Eigenanteil bei der Sanierung der mit Stützpfeilern gesicherten Kirche und des in Schieflage geratenen Fachwerkturms zu erreichen, rechnete Neumeister vor. Spendengeld sei daher weiterhin dringend nötig. "Was dann fehlt, fängt ein Darlehen des Kirchenkreises auf, um die Finanzlücke zu schließen."

Der Bauantrag für die Sanierung des Gotteshauses nebst Garage für die Kinderbetreuung ist längst gestellt. Die Gesamtkosten betragen rund 500 000 Euro. "Wir hoffen auf eine 75-prozentige Förderung." Da noch immer die Leader-Förderrichtlinie fehlt, ist der erhoffte Baubeginn in 2015 vom Tisch. Dadurch bleibt mehr Zeit, um Geld zu sammeln - auch bei Veranstaltungen. Darüber wurde vom Förderkreis lange beraten. Spontan bot sich Ernst-Wolfgang Neumeister an, Ende Februar viele Fotos vom Madagaskar-Projekt zu zeigen, das er mit Frank Tschentscher über den Jahreswechsel besucht hatte. Stattfinden wird der Dia-Vortrag im Speisesaal der Wohnstätten, wo während der Wintermonate auch die Gottesdienste sind. "Dann mach' ich im März einen historischen Abend mit unbekannten Bildern aus der Chronik", bot sich Inge Schneider an. Im April soll es eine Buchlesung geben, geplant werden aber auch noch weitere Konzerte, Lesungen, Ausstellungen und Feste bis zum Jahresende. Die Flyer zur Rettung der Reichenwalder Kirche liegen schon lange in den Tourismus-Büros der Region aus. Werben will man nun aber auch verstärkt bei heimischen Firmen, sowie Hotels und Kultureinrichtungen in Bad Saarow und Storkow. "Auch weitere interessierte Mitstreiter sind im Förderkreis willkommen", betont Ernst-Wolfgang Neumeister.

Das nächste Treffen findet als Stammtisch am 12. Februar, um 19.30 Uhr, im Reichenwalder Restaurant "Alte Schule" statt.

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clark gable 28.06.2015 - 02:17:07

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