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Bäume wie Streichhölzer geknickt

Räumen auf: Mitarbeiter der Straßenmeisterei Altranft des Landesbetriebs Straßenwesen transportieren die Reste eines Baums ab, den der Sturm an der Landesstraße 35 in Harnekop umgestürzt hat.
Räumen auf: Mitarbeiter der Straßenmeisterei Altranft des Landesbetriebs Straßenwesen transportieren die Reste eines Baums ab, den der Sturm an der Landesstraße 35 in Harnekop umgestürzt hat. © Foto: Patrick Jagdmann (Feuerwehr Bad Freienwalde)
Steffen Göttmann / 12.01.2015, 23:33 Uhr
Bad Freienwalde (MOZ) Das Sturmtief, das am Wochenende über das Oderland hinweggefegt ist, knickte Bäume wie Streichhölzer. Bis am Montag dauerten die Aufräumarbeiten in und um Bad Freienwalde.

Mitarbeiter der Straßenmeisterei Altranft des Landesbetriebs Straßenwesen mussten am Montag noch einen Baum wegräumen, der in Harnekop den Orkanböen zum Opfer gefallen war. Wann die Ampel an der Kreuzung der B 158 mit der B 167 wieder geradegerückt wird, konnte der Sprecher der Straßenmeisterei noch nicht sagen: "Wir haben eine Fremdfirma beauftragt, die im Lauf des Tages die Ampel repariert."

Fast pausenlos waren die Feuerwehren der Region am Wochenende im Einsatz. "Unseren letzten Einsatz hatten wir am Montag um 6.30 Uhr in Bralitz", sagte René Erdmann, Stadtbrandmeister der Bad Freienwalder Feuerwehren.

Insgesamt 15 Einsätze verbuchten die acht Wehren. Fünf davon entfielen auf die Stadtwehr, drei auf die Neuenhagener Ortswehr und je einer einer auf die Feuerwehren Altglietzen, Altranft, Bralitz, Hohensaaten und Hohenwutzen. Bei allen Einsätzen waren Bäume oder starke Äste auf Straßen gefallen. Am Sonnabend kurz vor 17 Uhr war ein Baum an die Fassade Hauses in der Frankfurter Straße in Bad Freienwalde gekracht und hatte ein Vordach beschädigt, wie Erdmann erklärte. Im Neuenhagener Ziegelofenfeld war eine Akazie auf ein Haus gefallen und hatte ein paar Dachziegeln beschädigt. Dort befinde sich das Grundstück einer Erbengemeinschaft mit altem Baumbestand, der bei Sturm zur Gefahr werden kann. Bei einem weiteren Einsatz der Neuenhagener Wehr drohte ein Baum auf eine Stromleitung zu stürzen.

Die Sturmböen hatten nur Teile der Stadt Wriezen in Mitleideschaft gezogen. Am meisten Einsätze hatten die Wehren aus Schulzendorf, Frankenfelde, Haselberg, Rathsdorf und Altwriezen, sagte Stadtbrandmeister Dirk Hartinger. Die Wriezer Hauptwehr musste indes nur einmal ausrücken. Das Oderbruch war diesmal weitgehend verschont worden. "Wir hatten keine größeren Schäden", erklärte Henri Mandke, Amtsbrandmeister des Amtes Barnim-Oderbruch. Schwerpunkt seien die Höhendörfer Prötzel, Harnekop, Sternebeck sowie Reichenow-Möglin gewesen. Meist waren Bäume und Äste auf Straßen gefallen. Auf wenig befahrenen Straßen seien die Schäden erst am Sonntag aufgefallen. Lediglich am Sonnabend mussten auch die Feuerwehren Neutrebbin und Alttrebbin ausrücken. Dort drohte ein Baum die Stromversorgung zu unterbrechen. Insgesamt verzeichnete er zehn bis zwölf Einsätze.

Im Amt Falkenberg-Höhe endete das Wochenende der Feuerwehrleute am Sonnabendnachmittag. Wie Amtsbrandmeister Ingo Köhler berichtete, waren die Schwerpunkte die Bundesstraße 168 von Heckelberg in Richtung Tiefensee, die Bundesstraße 158 von Leuenberg nach Steinbeck und die Straße von Leuenberg nach Brunow. Dort störten herabgefallene Äste und umgestürzte Bäume den Straßenverkehr. Wegen umgestürzter Bäume sei die Heckelberger Feuerwehr am Sonnabend an den Beerbaumer Weg gerufen worden. Die Falkenberger Feuerwehr brauchte am Sonnabend die Unterstützung der Freienwalder Kollegen, die mit der Drehleiter anrückten, um im Ortsteil Papierfabrik eine Baumkrone abzusägen.

"Wir haben insgesamt Glück gehabt", sagte Ingo Köhler, der neben seiner ehrenamtlichen Tätigkeit als Amtsbrandmeister hauptberuflich bei der Eberswalder Feuerwehr arbeitet. Der Sturm habe im Amtsbereich hauptsächlich Bäume mit einem Durchmesser von 20 bis 30 Zentimeter umgeknickt. Der letzte Einsatz war Montagmorgen.

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MOZ-Redaktion 13.01.2015 - 19:32:08

@Harald aus Freienwalde

Sie haben Recht. Hinzu kommen zwei Einsätze aus Schiffmühle. Dann stimmt die Rechnung wieder. Pardon!

Harald aus Freienwalde 13.01.2015 - 18:26:13

.

Finde es super was unsere Ehrenamtler leisten. Aber im Artikel hat die Stadt Bad Freienwalde 15 Einsätze. Laut Aufzählung kommt man bloß auf 13. Irgendwie fehlt da was oder ein rechtschreibfehler. Schade

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