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Drei Studentinnen der HNE stellten im Museum ihre Ideen für neue Souvenirs vor

Ein Stück Eberswalde zum Mitnehmen

Nachhaltige Erinnerungsstücke: Die Studentinnen Caroline Minow, Nicky Senz und Janina Steinmetz (v.l.) entwickeln neue Souvenirs für das Museum Eberswalde. Jetzt haben sie die Ergebnisse ihrer Projektarbeit vorgestellt.
Nachhaltige Erinnerungsstücke: Die Studentinnen Caroline Minow, Nicky Senz und Janina Steinmetz (v.l.) entwickeln neue Souvenirs für das Museum Eberswalde. Jetzt haben sie die Ergebnisse ihrer Projektarbeit vorgestellt. © Foto: MOZ/Thomas Burckhardt
Anja Rütenik / 08.02.2015, 07:45 Uhr - Aktualisiert 08.02.2015, 20:35
Eberswalde (MOZ) Nachhaltig, regional, individuell und exklusiv - das sind die Eigenschaften, die sich das Museum Eberswalde für die Gestaltung zukünftiger Souvenirs wünscht. Wie sich das umsetzen lässt, haben Studentinnen der Hochschule für nachhaltige Entwicklung (HNE) untersucht und neue Produktideen entwickelt.

Postkarten, Kugelschreiber, Tassen - solche Souvenirs hat jeder schon einmal aus dem Urlaub oder von einem Ausflug mitgebracht. Auch aus Eberswalde können Anwohner und Touristen zahlreiche Erinnerungsstücke mitnehmen oder verschenken. Die Auswahl in der Tourist-Information im Museum ist groß. Drei Studentinnen der Hochschule für nachhaltige Entwicklung (HNE) haben sich nun der Herausforderung gestellt, neue Souvenirs zu entwickeln, die dem Image des im vergangenen Jahr wiedereröffneten Museums noch besser entsprechen. Schöne, umweltverträgliche Produkte also, die auch noch einen praktischen Nutzen haben und nicht als "Stehrümchen" ihr Dasein fristen. "Die Souvenirs sollen es möglich machen, den Museumsbesuch nicht so schnell zu vergessen, sondern als etwas Erlebtes mit nach Hause zu nehmen", sagt Janina Steinmetz.

Fünf Monate hat die Studentin des Fachs Unternehmensmanagement mit ihren Kommilitoninnen Caroline Minow und Nicky Senz an dem Projekt gearbeitet. Betreut wurden sie dabei von Jörg Mallok, Professor für Unternehmensführung und Produktionswirtschaft im Fachbereich Nachhaltige Wirtschaft.

Nachhaltigkeit war ein wichtiges Stichwort bei der Suche nach neuen Ideen. "Interaktiv", "individuell" und "zielgruppenorientiert" waren weitere wichtige Eigenschaften, die die Erinnerungsstücke mitbringen sollten.

Als erste Produktidee stellte Caroline Minow einen Branding Stempel vor. Dabei handelt es sich um einen elektrischen Brennstempel zur Verzierung von Holzoberflächen. Durch austauschbare Brennplatten sind verschiedene Motive möglich. Museumsbesucher könnten damit sogar ihre Souvenirs selbst herstellen. Die Anschaffungskosten würden durch wiederholten Gebrauch ausgeglichen. Mögliche Motive sind beispielsweise das Museumslogo und das historische Siegel der Stadt.

Als eine moderne und nachhaltige Alternative zur herkömmlichen Ansichtskarte zeigte Minow eine Holzpostkarte, die auf normalem Postweg verschickt werden kann, allerdings etwas mehr Porto benötigt. Überhaupt war Holz, passend zum Image der Waldstadt und der Fachhochschule, ein großes Thema. Die Ideen der Studentinnen reichten von Holzuntersetzern über Schreibartikel bis zu naturbelassenem Holzspielzeug. Vor allem das Spielzeug weckte das Interesse von Museumsleiterin Ramona Schönfelder: "Für Kinder haben wir bisher kaum etwas."

Aus der Reihe tanzte der sogenannte "Magic Cube", ein Faltwürfel, bei dem zwölf verschiedene Motive aufgeklappt werden können. Diese Idee wird aufgrund der hohen Produktionskosten aber kaum umzusetzen sein, räumte Steinmetz ein.

Anders sieht es bei den Büroartikeln aus, die die Studentinnen vorstellten: Umweltfreundliche Schreibsets, bestehend aus Notizbuch mit Holzeinband und Holzkugelschreiber oder Bleistift, Holzlineal und -anspitzer, könnten mit ihren moderaten Preisen sowohl Museumsbesucher als auch Studenten oder Arbeitnehmer in der Umgebung ansprechen. Wer es noch exklusiver mag, könnte mit Hilfe eines Prägewerkzeugs sein eigenes Briefpapier herstellen.

Von allen Kriterien war die Regionalität am schwersten umzusetzen. Bei Produkten wie den Holzuntersetzern kämen zwar ansässige Kooperationspartner wie Behindertenwerkstätten infrage. Für viele ausgefallene Produktideen fand sich jedoch kein regionaler Anbieter, sodass hier Kompromisse gemacht werden müssten.

Nicht nur Professor Mallok war zufrieden mit der Arbeit seiner Studentinnen, für die die Präsentation zugleich eine Prüfung war. Auch Museumsleiterin Schönfelder freute sich über das Ergebnis der Projektarbeit. "Wir werden auf jeden Fall etwas davon umsetzen", versicherte sie im Anschluss.

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