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Brigitte Horn 09.02.2015 06:45 Uhr - Aktualisiert 14.04.2015 09:59 Uhr
Red. Bernau, bernau-red@moz.de

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Duft nach Kiefer, Weihrauch und Zitrone

Zerpenschleuse (MOZ) Der leicht nieselige und grau verhangene Sonnabendnachmittag schien so recht für das Vorhaben in der Kommunität LechLecha in Zerpenschleuse geeignet. In einem Workshop wollten die Teilnehmer altem und neuem Pflanzenwissen auf den Grund gehen und zum Abschluss ganz praktisch einen Brustbalsam, der bei Husten und anderen in dieser Jahreszeit häufig vorkommenden Erkältungskrankheiten hilft, herstellen.

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Praktische Umsetzung: Onni Thieme (3.v.l.) erklärt und demonstriert die Herstellung eines Erkältungsbalsams.

© Rainer Horn

Das Besondere am diesem Workshop war, dass mit Regine Lünstroth.eine Gebärdendolmetscherin dabei war, die diesen Workshop auch für Gehörlose möglich machte. Letzteres sei schon eine Tradition, dass zu den meist kleineren Veranstaltungen der Kommunität LechLecha in Zerpenschleuse oft auch Gehörlose eingeladen werden, informierte Geertje Bolle von der Kommunität in Zerpenschleuse.

Bei dem Workshop wurde aber nicht nur über die ätherischen Öle aus Pflanzen theoretisiert. Jede neue Zutat für den Brustbalsam haben die Teilnehmer aus mittleren und älteren Jahrgängen zunächst an sich selbst getestet. Dazu gab es einen Tropfen auf die linke Hand, der mit der rechten dreimal im Uhrzeigersinn, also nach rechts, verrieben werden musste. Nach rechts deshalb, weil die menschlichen DNA auch rechtsdrehend ist und so angenommen wird, dass der Körper das Öl besser aufnehmen kann. Danach hält man beide Hände ein wenig geöffnet an die Nase und stellt fest, wie das Öl wirkt und dass es einen durchaus wechselnden Duft haben kann.

Onni Thieme, die zusammen mit Thomas Protz den Workshop leitete, erklärte, welche Qualitäten die einzelnen Öle haben. So erfuhren die Teilnehmer unter anderem, welch breites Wirkungsspektrum beispielsweise Kiefernöl hat. Es wirkt schleimlösend und entspannend, was auch bei krampfartigem Husten helfen kann. Es stärkt zudem den ganzen Körper, wirkt antibakteriell, um nur einige Beispiele zu nennen. Das Hantieren mit diesen wirkungskräftigen Ölen erfüllte den Raum mit so vielen Aromen, dass man das Gefühl hatte, hier nehmen Schnupfen oder Husten von allein Reißaus.

Nachdem all die ätherischen Düfte und Öle besprochen waren, ging es daran den Balsam selbst herzustellen. Zunächst werden in kochendem Wasser die kleinen Glastöpfchen und Gerätschaften keimfrei gemacht. Im Weiteren wurde gezeigt, wie Bienenwachs, ein fettes Öl und Wollwachs so behandelt werden, dass man es mischen kann. Zum Schluss schließlich wurden die zuvor besprochenen und getesteten Öle hinzugefügt.

Wer mehr über ätherische Öle wissen möchte, wird unter www.solidago.berlin-suedwest.de fündig.

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