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Stefan Lötsch 27.02.2015 21:01 Uhr
Red. Eisenhüttenstadt, eisenhuettenstadt-red@moz.de

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Käufer für das "Lunik" gesucht

Eisenhüttenstadt (MOZ) Zuletzt war ein Gesundheitszentrum geplant, nun möchte der Eigentümer des ehemaligen Hotel Lunik die denkmalgeschützte, aber inzwischen arg heruntergekommene Immobilie in der Stadtmitte loswerden - allerdings nur im Paket mit einem leerstehenden Plattenbau, dem ehemaligen Gästehaus in der Karl-Marx-Straße.

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Bald Grünes Licht für das Lunik: Für das unter Denkmalschutz stehende Gebäude an der Straße der Republik wird ein Käufer gesucht. Im Paket mit einem Plattenbau will der Verkäufer fast 400000 Euro haben.

© MOZ/Stefan Lötsch

Wenn Bürgermeisterin Dagmar Püschel (Die Linke) zu Einwohnerversammlungen einlädt, dann dauert es meistens nicht lange, bis das Gespräch auf einen besonderen Schandfleck kommt. Das ehemalige Hotel Lunik in der Straße der Republik, einst erste Adresse zum Übernachten, Essen und Feiern, verkommt immer mehr. Der Putz bröckelt - ein Schandfleck. Bei den Einwohnerversammlungen im VI. WK taucht dann meistens noch die Frage nach den beiden leerstehenden Bürohäusern im Stadthafenweg und dem ehemalige Gästehaus in der Karl-Marx-Straße auf. Alle vier Immobilien sind nicht zuletzt durch Vandalismus und jahrelangen Leerstand arg ramponiert.

Die vier Objekte gehören einer Immobilien-Gesellschaft. Und der Bürgermeisterin bleibt meistens nur der Hinweis, dass die Stadt auch nicht wisse, was mit den Gebäuden passieren soll. Außer dass die Fenster vernagelt wurden, um weiteren Vandalismus zu verhindern, ist auch nicht viel passiert.

Doch nun will der Eigentümer alle vier Gebäude erneut verkaufen. Wer sich auf dem Immobilienmarkt in Eisenhüttenstadt etwas umhört, der erfährt, dass es schon vor einigen Jahren Angebote an potentielle Interessenten gab, das Lunik zu kaufen - doch, und das war ein großer Haken: Die eigentliche attraktive Immobilie in Innenstadtlage gab es nur im Paket mit den drei anderen Plattenbauten. Spätestens bei den geforderten Kaufsummen war das Kaufinteresse dann schnell geschwunden.

Inzwischen scheint der Eigentümer seine Vorstellungen geändert zu haben. Bei einer Grundstücksauktion im November des vergangenen Jahres wurden auch die vier Gebäude aus Eisenhüttenstadt aufgerufen. Das Lunik sollte es diesmal im Paket mit dem ehemaligen Gästehaus in der Karl-Marx-Straße 37, dem leerstehenden Plattenbau, den man auch von der Straße der Republik sieht, geben. Das Mindestgebot für den Immobilien-Doppelpack lautete 392000 Euro.

Einen Zuschlag gab es im November nicht. Unter der Informations-Telefonnummer, die auf der Seite des Auktionshauses im Internet zu finden ist, war zu erfahren, dass die Gebäude nach wie vor noch zur Verfügung stehen, im Nachverkauf veräußert werden können oder noch einmal eventuell bei einer anderen Auktion im Frühjahr zum Aufruf kommen sollen.

Für das Bettenhaus im Stadthafenweg direkt am Oder-Spree-Kanal will der Verkäufer momentan mindestens 38000 Euro. Bis 2014, so steht es in dem Exposé, lag für den Neun-Geschosser noch eine Baugenehmigung für 143 Wohneinheiten für altenbetreutes Wohnen vor.

Für den Stadthafenweg 12, direkt an der Cottbuser Straße, belaufen sich die Vorstellungen des Verkäufers auf mindestens 62000 Euro. Für alle drei Plattenbauten sei die Nutzung als Wohn- oder Bürogebäude, Jugendherberge oder Kita denkbar, heißt es in den Exposé. Das Lunik war schon als Altenheim, zuletzt als Gesundheitszentrum im Gespräch. Natürlich könnte auch wieder ein Hotel eröffnen oder die Hotelzimmer zu Büros umgebaut werden.

Doch was auch immer vorgesehen ist: Ein neuer Eigentümer müsste erst einmal sehr viel Geld investieren. Alle Immobilien sind stark sanierungsbedürftig, wie der Verkäufer selbst zugibt.Wer mit Fachleuten redet, dem wird gesagt, dass allein für einen Umbau des Lunik je nach Nutzung mehrere Millionen Euro fällig werden könnten.

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