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Wissenschaft und Praxis Hand in Hand

HNE-Absolventin Stefanie Groth nimmt den Unternehmerpreis 2015 aus den Händen von Christian Rapp entgegen.
HNE-Absolventin Stefanie Groth nimmt den Unternehmerpreis 2015 aus den Händen von Christian Rapp entgegen. © Foto: Sören Tetzlaff
Anja Rütenik / 24.03.2015, 07:50 Uhr
Eberswalde (MOZ) Die Motivation der Studenten und die Würdigung der erbrachten Leistungen sind der Hintergrund des vom Unternehmerverband Barnim gestifteten Unternehmerpreises. In diesem Jahr ging die Auszeichnung an die gebürtige Eberswalderin und HNE-Absolventin Stefanie Groth.

Damit habe sie nicht gerechnet, sagte die Erstplatzierte Stefanie Groth bei der festlichen Übergabe des Unternehmerpreises der Hochschule für nachhaltige Entwicklung (HNE) und des Unternehmerverbands Barnim e.V. (UVB). Diese hatten am Montag zur Festveranstaltung in die Aula der Hochschule geladen, um vier hervorragende Abschlussarbeiten von Hochschulabsolventen des Fachbereichs Nachhaltige Wirtschaft zu prämieren.

Ihre Masterarbeit zum Thema "Analyse und Handlungsempfehlungen für die Online-Patientenkommunikation am Beispiel der Gesellschaft für Gesundheit und Leben mbH" hat Stefanie Groth den mit 500 Euro dotierten ersten Platz eingebracht. In Zusammenarbeit mit der GLG hat Groth in ihrer Arbeit untersucht, wie das Unternehmen seine Online-Aktivitäten verbessern kann. Dafür hat die ehemalige Marketingmanagement-Studentin die bereits bestehenden Webauftritte der Gesellschaft analysiert, sie mit denen der Wettbewerber verglichen und außerdem 100 Patienten des Werner-Forßmann-Krankenhauses befragt. "Das war die größte Herausforderung", sagte die 27-Jährige gebürtige Eberswalderin, die in Hohensaaten aufgewachsen ist und jetzt in Berlin lebt. "Ich wollte ein praktisches Thema bearbeiten", so die Absolventin weiter. "Die GLG war in diesem Zusammenhang sehr interessant, da deren Onlinemarketing recht rudimentär war."

Jedes Jahr beauftragt der UVB einen Künstler aus der Region mit dem Entwurf einer Skulptur für den ersten Platz. Stephanie Groth bekam eine Keramikstele überreicht, die aus dem Atelier des Choriner Keramikkünstlers Christian Rapp stammt. Bei der Gestaltung hatte sich der Künstler am Nachhaltigkeitsbegriff inspirieren lassen. So zieren Windsymbole die im Holzfeuer gebrannte Keramik. Ein historisch geschmiedeter Nagel steht für den Gedanken der Wiederverwertung.

Platz zwei ging an Sven Laske (24). Der Absolvent des Studiengangs Finanzmanagement beschäftigte sich in seiner Abschlussarbeit mit den Möglichkeiten zur Verbesserung des Lieferantenmanagements. "Analyse und Optimierung des Risikomanagements im Einkauf der Still GmbH mit Schwerpunkt Lieferantenauswahl und -bewertung" ist der sperrige Titel seiner Untersuchung. "Ich freue mich, dass auch mal wieder ein Finanzmanager unter den Preisträgern ist", sagte Mario Stoffels, Professor für Controlling und Finanzwirtschaft, in seiner Laudatio. Sein Schützling freute sich über den mit 350 Euro ausgelobten Preis.

Den mit 200 Euro dotierten dritten Preis vergab die durch Hochschule und Verband besetzte Jury an Steffen Fischer. Der 29-jährige Marketingmanager hatte am Beispiel des Fitnessanbieters fitbox GmbH "Einsatz und Auswahl von Testimonials im Markenmanagement" untersucht. Testimonials sind prominente "Markenbotschafter", deren positives Image auf die Marke oder ein Produkt übertragen werden soll, um Kunden zu gewinnen. "Ich bin mega-happy", war Fischers Reaktion auf den Preis. "Ich habe viel Zeit und Arbeit investiert - die Auszeichnung ist noch mal ein nachträgliches Bonbon."

Aufgrund der vielen sehr guten Abschlussarbeiten vergaben die Initiatoren noch einen vierten, ebenfalls mit 200 Euro dotierten Preis. Dieser ging an Marco Winiarski (28) für seine Arbeit mit dem Titel "Strategische Positionierung mithilfe szenariobasierter Strategieentwicklung". "Ich freue mich sehr über die Auszeichnung, da die Arbeit der vorläufige Höhepunkt meiner akademischen Entwicklung ist", so der Marketingmanager. Seine durch Kundenbefragungen und mittels spezieller Modelle erarbeiteten Handlungsvorschläge für ein Immobilienportal beschrieb sein betreuender Professor Mario Stoffels als "kreativ und gelungen".

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S. Fröhlich 25.03.2015 - 10:44:33

Glückwunsch

Der Unternehmerpreis ist eine sehr gute Sache. Und ich beglückwünsche alle Sieger, auch wenn ich es schade finde, dass die Bachelorstudiengänge in diesem Jahr arg unterrepräsentiert sind. Ein Hintergedanke des Preises ist es ja, die guten Absolventen in der Region zu halten. Vielleicht sollte man dazu etwas früher im Studium eingreifen, denn viele der Preisträger sind zum Zeitpunkt der Preisvergabe sicher schon bei Firmen unter Vertrag, die nicht in der Region ansässig sind. Vielleicht sollte man diesbezüglich über Wertschätzungen der leistungsstarken Studierenden nach 2/3 ihres Studiums nachdenken und sie so für die Region sensibilisieren?!

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