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Rücktritt überrascht Stadt und Präsidium

17 Jahre SSB-Chef: Hans-Ulrich Konieczek
17 Jahre SSB-Chef: Hans-Ulrich Konieczek © Foto: MOZ/Hubertus Rößler
Hubertus Rößler / 01.04.2015, 07:12 Uhr - Aktualisiert 01.04.2015, 19:30
Frankfurt (MOZ) Der Rücktritt von Hans-Ulrich Konieczek als Präsident des Stadtsportbundes (SSB) kam für die Verantwortlichen der Stadt und das Präsidium des SSB überraschend. Sportdezernent Jens-Marcel Ullrich erklärte, er habe von der Amtsniederlegung erst am Montagabend erfahren. "Ich bedauere diesen Schritt sehr, muss ihn aber akzeptieren. Uns hat stets eine sehr gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit verbunden. Man kann sagen, wir sind durch dick und dünn gegangen und haben die auftretenden Probleme stets im Interesse des Sports geklärt", sagte Ullrich.

Konieczek, der am Donnerstag seinen 63 Geburtstag feiert, hatte am Montag in einer Präsidiumssitzung seinen Rücktritt mit Wirkung zum 31. März erklärt - aus gesundheitlichen und persönlichen Gründen. "Es hat sich in letzter Zeit schon angedeutet, dass ich aus medizinischer Sicht etwas kürzertreten sollte. Ich habe ausführlich mit meiner Frau darüber gesprochen und wir sind zu dem Schluss gekommen, dass meine Gesundheit und mein Job Priorität haben", erklärt Konieczek, der als Geschäftsführer bei der Frankfurter Netzgesellschaft angestellt ist.

Das Amt des SSB-Präsidenten hatte er am 3. Juni 1998 von Werner Lutz, dem inzwischen verstorbenen, früheren Geschäftsführer der Stadtwerke übernommen. Zu den Hauptaufgaben des Stadtsportbundes zählt Konieczek die Interessensvertretung der etwa 80 Vereine mit seinen knapp 11 000 Mitgliedern gegenüber der Politik und dem Landessportbund. Seit dem Jahr 2000 ist der SSB zudem für die Vergabe der Sportfördermittel sowie für die Hallenvergabe zuständig. "Häufig ging es um Fragen der Finanzierbarkeit. Wir haben versucht, trotz der begrenzten Mittel das Beste für die Vereine herauszuholen. Die Zusammenarbeit mit der Stadt war dabei stets gut", betont Konieczek. Als Höhepunkte seiner Amtszeit nennt er die Kinder- und Jugendspiele, die Veranstaltung "Start in den Frühling" sowie die sportlichen Wettkämpfe beim Hansestadtfest "Bunter Hering".

Die Frage nach einem Nachfolger scheint noch völlig offen. "Dieses Ehrenamt ist sehr zeitaufwendig und kraftraubend, da reißt sich wohl keiner darum. Man ist oft mehrere Abende unter der Woche sowie am Wochenende beschäftigt und trägt zudem eine große Verantwortung", berichtet Konieczek, der seinen Vorsitz bei Turbine Finkenheerd und seine Mitgliedschaft bei den Keglern der Stadtverkehrsunion aber aufrecht erhalten will. Gemeinsam mit dem Präsidium setzt er sich dafür ein, dass beim Stadtsporttag des SSB am 28. April ein neuer Präsident gewählt wird.

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Sporti 03.04.2015 - 21:00:59

Neue Runde angesagt

Offensichtlich ist nun die Frankfurter Sportführung , begonnen im Olympiastützpunkt und endend beim Stadtsportbund , mit ihrem Latein am Ende. Die Altkader aus den Reihen des NVA-Armeesportklubs und der Parteipolitik haben so ihre Sorgen , unter den Bedingungen der Marktwirtschaft einen leistungsorientierten Leistungsport und ein gesundes Sportleben für Schulen und Vereine in Frankfurt (Oder) zu gestalten. Es kann nur von den Vereinen ausgehen, dass hier ein demokratischer Neuanfang unter den wirtschaftlichen Bedingungen der Stadt Frankfurt (Oder) mit Unterstützung des Landes Brandenburg , gewagt wird. Eine Frankfurter Sportkonferenz, auf der man sich ehrlich die Meinung sagt, muss her. Es kann nicht sein, dass die "sogenannte" Sportstadt Frankfurt (Oder) sich nur noch mit Siegen aus dem vorherigen Jahrhundert schmückt. Aktuell werden gleichwertige Leistungen in Beeskow, Fürstenwalde, Schwedt/O. vollbracht. Diese ewige rückwärts gerichtete Erfolge feiern, hat fast zum Untergang der Sportmetropole Frankfurt (Oder) geführt. Im Ergebnis der Sportkonferenz sollten dann Neuwahlen oder Berufungen durchgeführt werden. Man kann es natürlich auch lassen und führt den Vereinssport wie in anderen Städten von einen Sport-und Schulverwaltungsamt aus. Überwiegend geht es hierbei um die finanzielle Sicherung und die Bereitstellung von Sportanlagen.

N.N. 02.04.2015 - 21:42:12

@Sportfreund

Hut ab, Ihre Neutralität und Objektivität ist aller Ehren wert. Bisher hat sich meines Wissens nach niemand, ob nun im SSB oder in der FSJ, mit Ruhm bekleckert. Hier wird stets versucht die andere Seite schlecht zu reden, um die eigene Arbeit zu legitimieren. Am Ende nur, um das eigene Ego zu stärken sowie den Einfluss im eigenen Machtbereich zu erhalten. Ich bin der Überzeugung, dass selbst die Kinder hierfür nur Mittel zum Zweck sind. Der Rücktritt des Präsidenten sollte einen Neuanfang in Gang setzen. Dazu wäre es m.E. auch am Besten, wenn die gesamten ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeiter des SSB sowie der FSJ durch junge, unverbrauchte Menschen ersetzt wird. Vorzugsweise mit ehemaligen Sportlern, die am ehesten wissen, wie der Sport tickt.

Sportfreund 02.04.2015 - 10:57:17

@Beobachter

sicher ist es nicht ganz so einfach... Ich habe nur einen Focus auf den für mich wichtigsten Teil gelegt. Die Bennenung der von Ihnen benannten Damen und Herren, wobei mich schon interessieren würde wen Sie mit Co. meinen, hat nur einen Haken. Bei den beiden benannten handelt es sich um ehrenamtliche Vorstandsmitglieder der Sportjugend, die nach meienr Beobachtung mit Herrn Konieczek sehr gut zusammen arbeiten konnten. Gerade diese beiden sind die Opfer der massiven Intrigen eines Herrn Karafiat, der wie gesagt ein überdurchschnittlich gut bezahlter Hauptangestellter des SSB ist. Wovon sollen diese beiden Herrschaften eigentlich den Hut nehmen? Von Ihrem Vorstandsposten bei der Sportjugend? Und wer, verehrter Herr Schlaumeier soll dann die laut Satzung vorgeschriebene und von Herrn Karafiat immer wieder unterlaufene und bekämpfte eigenständige Arbeit der Sportjugend weiter aufrecht erhalten? Wer soll eines der Highlights des hier scheidenden Präsidenten verantwortlich organisieren und absichern? Herr Karafiat??? Ohne schlecht bezahlte Mitarbeiter, die er schikanieren und herumkommandieren kann, bekommt dieser Mensch doch gar nichts auf die Reihe. Na wie werden dieses Jahr sehen, wer die Kinder und Jugendspiele veranstaltet, und wer die Verantwortung trägt, für ein Gelingen oder Nichtgelingen... Aber von Ehrenamtlern den Rücktritt zu verlangen und auch den Rauswurf von 2 Mitarbeitern des SSB ist schon ein starkes Stück, wenn man sich anschaut, wer im SSB die eigentliche Arbeit erledigt. Dann zeigen Sie mal auf, wer in der Sportjugend ohne Frau Zühlsdorf, Herrn Bergk und Co. (?) die Sportjugend und die Satzungsgemäßen Aufgaben der Sportjugend weiter führen soll, und wer im SSB erfolgreich die Arbeit weiterführen soll, wenn 2 Mitarbeiter geschasst werden. Ich bin gespannt

A. Krassner 02.04.2015 - 09:42:49

Warum die Aufregung?

Es ist doch normal , dass jemand mit 63 Jahren überlegt, wie er sein Leben bis zum Eintritt in das Rentenalter gestaltet. Kürzer treten ist angesagt. Wer in Frankfurt (Oder) Sport treiben will, der kann es. Wo auch immer. Das geht mit und ohne Stadtsportbund. Der Schwerpunkt liegt auf der Tätigkeit in den Vereinen. Hier sollte auch das Geld hingehen. Aus dem Schulverwaltungsamt macht man ein Sport-und Schulverwaltungsamt. Einsparpotential ohne Ende! Optimieren ist angesagt. Auch beim Olympiastützpunkt sollte wesentlich zu Gunsten des Stadtsports gekürzt werden. Nur machen!

Isenhagen 02.04.2015 - 09:08:33

nicht beschweren

über die frühfeudalistischen Verhältnisse. Ihr habt das so gewählt 1990. Dafür seid ihr auf die Straße gegangen. Nun müsst ihr sie auch ertragen die Gutsbesitzer und euch anständig benehmen. Immer die Mütze in der Hand sonst fliegt ihr wegen Auftragsmangel raus. .

Beobachter 02.04.2015 - 08:28:39

@ Sportsfreund

Was Sie schreiben, hat nichts mit Ursachenanalyse zu tun. Sie benennen indirekt oder direkt einen Schuldigen. Ich denke, so einfach, wie sie es schreiben, ist es wohl nicht. Die Gutmütigkeit von Herrn Koniczeck wurde schamlos ausgenutzt und dieser Vorwurf geht vor an alle Akteure. Fehlende Autorität oder Durchsetzungswille hat mit dazu geführt, warum wir heute da sind, wo wir sind. Dennoch gilt es Herrn Koniczeck zu danken, dass er die Geduld zum Durchhalten bewiesen hat, obwohl ich der Meinung bin, dass ein gewisser Druck seines Arbeitgebers vorherrschte. Es gilt den Eiertanz im SSB zu beenden. Dazu gehört für mich jetzt auch, dass Leute, wie Frau Zühlsdorf, Herr Bergk und Co. ihren Hut nehmen. Auch sollte sich der SSB von 2 - 3 Angestellten trennen und junge Leute an die Aufgabenerledigung setzen, die ohne persönliche Vorbehalte und neutral agieren. Dann kann man auch eine Ursachenanalyse mit allen Zahlen, Daten und Fakten vornehmen. Ich bin mal gespannt, wie peinlich wieder die Mitgliederversammlung der Sportjugend wird und ein Tag später der Stadtsporttag.

Sportfreund 01.04.2015 - 22:24:26

@Max und Da Da Da

Was soll das? Wie Ihr hier ein ernstes Thema zerredet ist widerlich.. Wenn ihr Euch mit Euch selbst beschäftigen wollt, dann trefft Euch irgendwo und lasst uns damit in Ruhe. In der Sache ist das Thema schon schlimm. Vor allem weil ein ruhiger und besonnener Mensch der freiwillig eine riesige Verantwortung übernommen hat, nicht die Anerkennung bekommen wird, die er eigentlich verdient hat. Aber ein ehrenamtlicher Präsident des SSB muss sich zu aller erst auf die hauptamtlich für Ihn tätige Person verlassen können. Und wenn ich mir anschaue, wer das hier war, dann wundere ich mich eher, dass es erst jetzt soweit ist. Alle Querelen, die ich in den letzten Jahren im SSB wahrnehmen musste, nahmen Ihren Anfang bei eben dieser hauptamtlichen Personalie Geschäftsführer des SSB, Herr Karafiat. Was Herr Konieczek an Krisensitzungen und Gesprächen wegen dieses Menschen und der Art und Weise seiner Arbeitsvertragserfüllung mit was für einer Ruhe erduldet hat, verlangt mir großen Respekt ab. Ich hätte mir im ersten Augenblick sicher härteres Vorgehen gewünscht, aber das macht eben den Unterschied aus. Herr Konieczek hat nie den Gesamtblick verloren und sich immer darum bemüht dem Sport in Frankfurt nicht zu schaden. Und eine intrigante Schlammschlacht, wie sie Herr Karafiat seit Jahren gegen die Sportjugend und deren ehrenamtlichen Vorstand führt, noch eine Stufe höher in die Vorstandsebene des SSB zu hieven, ist eben nicht sein Stil gewesen. Sein Nachfolger tut mir ehrlich gesagt wirklich leid, wenn hier nicht endlich etwas an der Personalie Geschäftsführer des SSB geändert wird. Und an alle die hier auf die Stadtverwaltung schimpft, die Worte des hier zuständigen Dezernenten sind nach meiner Einschätzung wirklich ehrlich gemeint. Ich fänd es sehr schade, wenn hier nur um des RUMMOTZENS willen die falschen Menschen beschimpft werden. Und Herr Ullrich hat bisher jedenfalls wirklich alles mögliche im Sinne des Sports für Ffo getan, was er bei den städtischen Finanzen leisten konnte. Also nicht plumpes Haudrauf, sondern ehrliche Ursachenanalyse. Wo ich die sehe hab ich oben dargestellt.

da da da 01.04.2015 - 14:04:35

@Max

Und so was aus ihrer "Feder"? Na dann erst mal selber an die Nase fassen und dann andere Bevormunden. Und nur noch eins. Wer sich in FF Ehrenamtlich einbringt muss viel Humor haben oder ein dickes Fell. Von der Stadt hat man wenig Dank zu erwarten. Ehrenamt ist für die FF Oberbonzen nur ein Mittel zum Zweck. Wenn man Gut da steht freuen man sich aber Geld sollte es nicht Kosten. Also Hut ab vor denen die diese Ehrenämter mit Herzblut aus üben.

Max 01.04.2015 - 12:52:17

@da da da

hallo lange nix gelesen..............so lange die leute über einen reden so lange ist man interessant. "spitzel on tour" angemessen wäre,wenn sie sich zum zeitungskomentar äussern würden.alles andere interessiert soviel als wenn irgendwo ein fahrrad umfällt gesegnete ostern

da da da 01.04.2015 - 12:11:04

@Max

Immer dieses bla bla. Nach ihren schreiben sind sie in die falsche Zeit geboren. Gutsbesitzer gehören wohl ins 19. Jahrhundert. Kommen sie mir bloß nicht mit den Oberlehrer.

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