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Sabine Slatosch 07.04.2015 08:53 Uhr
Red. Gransee, lokales@gransee-zeitung.de

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Altthymen und die Welt der Kultur

Altthymen (MOZ) "Altthymen ist der Nabel der Kulturwelt", kommentierte ein Gast die Veranstaltung. Das Augenzwinkern dabei minderte weder Stolz noch Enthusiasmus von Manfred Saborowski. Denn in seinem Dorf an der Grenze zu Mecklenburg-Vorpommern und mit Unterstützung des Heimatvereins "Zukunft Altthymen", dessen Vorsitzender er ist, fand im vergangenen Jahr das erste Pleinair Festival Berlin-Brandenburg statt. An dem Malen unter freiem Himmel, das der Berliner Maler Marko Fenske ins Leben gerufen hat, beteiligten sich Künstler aus Deutschland, Irland und den USA. Einer der Maler ist Hartmut Jammer. Er erhielt von der Jury 2014 einen Sonderpreis für ein Gemälde mit dem Motiv einer malenden Kollegin in der Landschaft. Das Publikum bedachte ihn für seine Arbeiten mit dem dritten Preis. Seine lichtdurchfluteten Motive von Altthymen und Umgebung sind nun im Kino und im Café der "Alten Reederei" zu sehen. Nicht nur das. Die Ausstellung ist zugleich eine Brücke zur nächsten Festivalrunde, die im Mai stattfinden wird. Bei der Eröffnung am 9. Mai, dem Gartentag in der "Alten Reederei", werden die Bilder versteigert. Der Erlös fließt in die Finanzierung des Pleinairs 2015. Die Werke können aber auch vorab gekauft werden. Dafür liegt ein kleiner Katalog mit Preisen aus.

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Auf die Ausstellung: Manfred Saborowski, Ortsvorsteher von Altthymen, und Landschaftsmaler Hartmut Jammer stoßen an.

© Sabine Slatosch

Hartmut Jammer zeigt 23 Bilder, die er auf kleinen Leinwandformaten in Öl malte - Landschaften, Waldlichtungen, Dorfansichten. Der 1973 geborene Maler studierte nach dem Abitur an der Universität der Künste in Berlin. Mit seiner Staffelei und den Farben ist er vor allem in Berlin und Umgebung unterwegs. Am diesjährigen Symposium in Altthymen beteiligt er sich nicht. Gleichwohl habe er Gefallen an Fürstenberg gefunden. Die "malerisch reizvolle Stadt" locke ihn vielleicht doch, zumindest einen Wochenendbesuch in dieser Zeit abzustatten.

"Kunst am Pilgerweg" nennt sich die Kunstschau in der Alten Reederei, und ist der Beginn einer fruchtbringenden Kooperation. "Mit Michael Wittke, dem Betreiber der Alten Reederei, haben wir einen neuen Platz gefunden", freute sich Manfred Saborowski, "damit können wir uns in der Fläche vernetzen". Ein gutes Zeichen waren die kunstinteressierten Gäste wie auch Kollegen des Malers, unter ihnen der Organisator des Symposiums, Marko Fenske. Aber auch die musikalische Untermalung der Vernissage war ein gutes Signal. Sie entsprang der spontanen Bereitschaft eines jungen Gastes aus Duisburg, Holger Wittmann, der zur Gitarre wohltuende Klänge spielte und damit dem Nachmittag eine zart sinnliche Note verlieh.

Die Ausstellung im vergangenen Jahr in Altthymen habe gezeigt, dass das Interesse daran groß ist. 200 Besucher haben die Ergebnisse der Freilichtmalerei bewundert. Ebenso viele haben sich während der abschließenden Ausstellung im Weihnachtshaus von Himmelpfort am Publikumspreis beteiligt. Das Bonbon in diesem Jahr: Unter jenen, die sich am Publikumspreis beteiligen, soll ein Bild des Symposiums verlost werden.

Am Plain Air Festival im Mai werden sich sechs Künstler aus Irland, drei aus Berlin und eine Malerin aus Finnland beteiligen, jeder mit einer eigenen künstlerischen Handschrift. Bei ihnen kann man diesmal auch Bilder in Auftrag geben, das eigene Haus oder ein Porträt. "Vielleicht werden Sie den einen oder anderen Künstler in Fürstenberg erleben", prophezeite Altthymens Ortsvorsteher.

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