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Workshop des Tourismusverbandes Seenland Oder-Spree zur E-Bike-freundlichen Region

Stromzapf-Stele in Hönow

Prototyp: Vor der Jugendwerkstatt in der Dorfstraße steht die erste Stromzapf-Stele im Landkreis für Elektrofahrräder.
Prototyp: Vor der Jugendwerkstatt in der Dorfstraße steht die erste Stromzapf-Stele im Landkreis für Elektrofahrräder. © Foto: Irina Voigt/MOZ
Irina Voigt / 24.04.2015, 06:30 Uhr
Hönow (MOZ) Hier können E-Biker ihre Fahrräder aufladen. Eine Stromzapf-Stele auf der Wiese vor der Jugendwerkstatt ist ein sichtbares Ergebnis des Leader Kooperationsprojektes der Lokalen Aktionsgruppe Märkische Seen und Oderland und des Tourismusverbandes Seenland Oder-Spree.

Die Stromzapf-Stele sieht fast aus wie eine künstlerische Skulptur. Des Abends kann sie beleuchtet werden. Sie hat mehrere Steckdosen und soll an ihren Standorten mit Bank und Fahrradständer komplettiert werden. Hier können vorüberkommende E-Bike-Radler die Batterien ihrer Fahrzeuge wieder aufladen. Dafür hat sich eine Schülerarbeitsfirma aus der Europaschule in Storkow viel Mühe bei der Herstellung und Gestaltung gegeben. Der Prototyp dieser Zapfstele für E-Bikes wurde gestern auf der Grünfläche vor der Jugendwerkstatt in der Hönower Dorfstraße der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Ellen Rußig vom Tourismusverband, Grit Körmer vom Regionalmanagement der Lokalen Aktionsgruppe und die Vertreter der Jugendwerkstatt freuten sich auf ganz besondere Weise darüber. Ist die Ladestation doch ein für alle sichtbares Ergebnis der Kooperation des Leader-Projektes der Lokalen Aktionsgruppe Märkische Seen und Oderland und des Tourismusverbandes Seenland Oder-Spree, für das auch EU-Mittel für den ländlichen Raum und stadtnahe Region und des Landes Brandenburg in Anspruch genommen werden konnten.

Rund 75 000 Euro sind in den Aufbau des Netzwerkes der Verleihstationen von E-Bikes und vor allem den Wissenstransfer in andere Regionen wie Barnim und Uckermark geflossen. In den nächsten Tagen werde auch eine Broschüre erscheinen, in der all die Verleihstationen der von der Jugendwerkstatt betreuten E-Bikes zu finden sind, sagte Grit Körmer.

Zu einer E-Bike-freundlichen Region - was das Ziel aller Beteiligten ist - gehörten eben nicht nur Verleihstationen und die schon bestehenden Möglichkeiten, bei den Kooperationspartnern E-Bike-Batterien wieder aufladen zu können. Es sollen im öffentlichen Raum, flächendeckend vor Bahnhöfen oder in Parks solche Stationen installiert werden, wo sich Radler bedienen könnten. Bei 26 Partnern in den Landkreisen Oder-Spree, Märkisch-Oderland, Uckermark, Dahme-Spreewald und Barnim sowie in Berlin rollen inzwischen E-Bikes mit dem Logo "Sonne auf Rädern" durch die Landschaft. "Es wird an den Stelen auch Möglichkeiten geben, Handybatterien wieder aufzuladen und sein Rad sicher anzuschließen, während man sich in der Gegend umschaut oder etwas anderes unternimmt", sagt Stefan Döbrich, Geschäftsführer der Jugendwerkstatt Hönow. Ein Ladevorgang dauert rund ein bis zwei Stunden, dann kann die Tour fortgesetzt werden.

Wie gut die E-Bikes sich auch im Alltag bewähren, weiß Madeleine Bertz von der Gemeindeverwaltung Hoppegarten. Dort sind zwei E-Bikes ständig im Einsatz - wie die fast 100 anderen in der Region werden sie gewartet von der Jugendwerkstatt. "Man ist ohne Kraftaufwand unterwegs und man sieht viel mehr als vom Auto aus", sagt sie. Und empfiehlt anderen Verwaltungen, dem Hoppegartener Beispiel zu folgen.

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