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Minister wirbt für Martin-Heinze-Fonds

Schirmherr: Polizeidirektor a.D. Ullrich Papperitz (r.) dankt Innenminister Karl-Heinz Schröter für seinen Einsatz zugunsten des Martin-Heinze-Fonds
Schirmherr: Polizeidirektor a.D. Ullrich Papperitz (r.) dankt Innenminister Karl-Heinz Schröter für seinen Einsatz zugunsten des Martin-Heinze-Fonds © Foto: MOZ/Doris Steinkraus
Doris Steinkraus / 26.05.2015, 17:46 Uhr
Seelow (MOZ) Beim Forum zum Thema Sicherheitspartnerschaft in Seelow forderte der Lebuser Otto Christoph, dass die Arbeit der Polizei einen höheren Stellenwert in der Gesellschaft erhalten müsse. Es sei demotivierend, wenn Polizisten sogar unter Lebensgefahr Straftäter verfolgen und diese dann wenig später wieder auf freiem Fuß sind. "Sie sprechen mir aus dem Herzen", versicherte Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD). Bezüglich der juristischen Verfolgung von Straftätern habe die Polizei jedoch keine Handlungsmöglichkeiten. Auch ihm würden manche Entscheidungen der Justiz nicht gefallen, "aber wir leben in einem Rechtsstaat, müssen das akzeptieren", so der Minister. Die Arbeit der Polizei werde zudem nicht in allen Facetten in der Öffentlichkeit dargestellt und wahrgenommen.

Schröter hat seine Anerkennung für die Arbeit der Polizisten mit der Übernahme der Schirmherrschaft über den Martin-Heinze-Fonds deutlich gemacht. Am Rande des Forums dankte der Vorsitzende des Fonds, der einstige Schutzbereichsbereichsleiter von Märkisch-Oderland Ullrich Papperitz, Schröter für sein Engagement.

Der Fonds unterstützt Witwen und Waisen oder Unterhaltsberechtigte von im Dienst ums Leben gekommenen Polizisten. Zuwendungen erhalten zudem Polizeibeamte, die infolge ihrer Dienstausführung erhebliche gesundheitliche Nachteile erlitten haben und ihren Dienst nicht mehr ausüben können.

Der Fonds trägt den Namen von Martin Heinze, der am 20. August 1995 im Dienst ermordet wurde. Der 46-jährige Vater zweier damals sieben und 15 Jahre alter Töchter war während einer Zivilstreife von einem Einbrecher in Potsdam mit einem Stich ins Herz getötet worden. Der mutmaßliche Täter wurde kurze Zeit später gefasst.

"Der Martin-Heinze-Fonds erinnert schon in seiner Bezeichnung an die besondere Gefährdung, die der Polizeiberuf mit sich bringen kann", begründet Schröter seinen Einsatz für diesen Fonds. "Der Polizeialltag ist seit dem gewaltsamen Tod von Martin Heinze leider nicht friedlicher geworden." Er begrüße den Fonds, der letztlich auch ein klares Signal der Solidarität im Land aussendet.

Der Fonds wirbt dafür, dass nicht nur Polizisten, sondern auch die Zivilbevölkerung dieses Anliegen unterstützt. Ansprechpartner für alle Fragen zum Fonds sind Ullrich Papperitz in Rauen (Oder-Spree) sowie Rechtsanwalt Matthias Trömel in Wriezen (Märkisch-Oderland).

Infos und Kontaktdaten im Internet unter www.martin-heinze-fonds.de

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