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"So machen wir Landwirtschaft!"

Fahrt ins Grüne: Rainer Dickmann erläuterte die landwirtschaftliche Nutzung in der Umgebung von Groß Schönebeck.
Fahrt ins Grüne: Rainer Dickmann erläuterte die landwirtschaftliche Nutzung in der Umgebung von Groß Schönebeck. © Foto: Matthias Wagner
Matthias Wagner / 16.06.2015, 06:40 Uhr
Groß Schönebeck (MOZ) Anlässlich der mittlerweile 21. Brandenburger Landpartie hatten die Großschönbecker nun schon zum dritten Mal zum "Tag der offenen Höfe" geladen. 15 Höfe, darunter vier Reiterhöfe, hatten ihre Pforten für die Gäste geöffnet und gewährten Einblicke in ihren Alltag.

Ein ausgewiesener Rundweg durch den Ort und Kremserfahrten, die an allen Höfen Station machten, erleichterten die Orientierung. Im Lindenpark, in der Ortsmitte, gab es ein buntes Markttreiben mit Kinderspielen, Musik von den "Original Schorfheidern", dem Friedrichswalder Chor, Henry Pepinski am Leierkasten und allerlei Kulinarischem zu erleben. Zum Auftakt überbrachte Bürgermeister Uwe Schoknecht ein Grußwort der Gemeinde. In der Kirche bot sich die Gelegenheit zur Besichtigung der Orgel sowie zur Turmbesteigung und im Jagdschloss waren die aktuellen Ausstellungen zu besichtigen.

Auf dem Technikhof Maaß gab es eine imposante Sammlung historischer Fahrzeuge zu bewundern, die sich anhaltenden Zustroms erfreute. Bärbel und Heinz Hartwig aus Altenhof fühlten sich im Getümmel pudelwohl. Die Eheleute hatten einen Sonntagnachmittagausflug gemacht. Die Freiwillige Feuerwehr hatte eine Hüpfburg und ein Wasserbassin zur Verfügung gestellt, auf dem Kinder mit kleinen Plastikbooten in See stechen konnten.

Jürgen Bohm präsentierte auf seinem Bauernhof erneut traditionelle Landtechnik und seine umfangreiche Kutschenausstellung. Außerdem war die Schorfheider Agrargesellschaft (SAG) mit modernen Landmaschinen zu Gast. SAG-Geschäftsführer Rainer Dickmann lud zu einer Feldrundfahrt auf dem Anhänger eines Traktors, den Tobias Droeger behutsam über die holprigen Wege steuerte. Der Landwirt machte dabei deutlich, dass Landwirtschaft und Naturschutz Hand in Hand gehen können und nicht den so oft heraufbeschworenen Gegensatz darstellen. Dickmann erläuterte die Thematik anhand zahlreicher Beispiele der Bewirtschaftung durch die SAG in der Umgebung des Ortes.

"So machen wir Landwirtschaft!", sagte er nicht ohne Stolz. Es gab jedes Mal anhaltenden Beifall.

"Ich bin sehr zufrieden mit dem Verlauf des Tages", erklärte Hobby-Landwirt Jürgen Bohm. Der Gästestrom habe sich angenehm auf den gesamten Nachmittag verteilt und sei gut zu bewältigen gewesen, so der Groß Schönebecker.

Und auch Andreas Heusinger, der auf seinem Hof regionale Produkte und Keramik anbot, zeigte sich zufrieden. Ihm zur Seite standen Petra und Peter Harbach. "Der Kuchen war schon um halb zwei ausverkauft", verriet Petra Harbach mit Freude und Bedauern, denn der Andrang war so groß, dass mindestens die doppelte Menge Pflaumenkuchen nötig gewesen wäre, um alle wenigstens kosten zu lassen. Für die musikalische Umrahmung sorgte Frank Korb mit Gitarre und Gesang. Viele waren einer kleinen Tanzeinlage nicht abgeneigt.

Peter Harbach hatte sogar eine kleine Statistik über die Besucherzahlen angefertigt, die bereits gegen 15 Uhr fast 1000 Gäste auswies. "Die 1000 schaffen wir locker", kommentierte seine Frau. Ortsvorsteher Hans-Joachim Buhrs und Rainer E. Klemke vom Bürgerverein des Dorfes zogen am Ende ein uneingeschränkt positives Resümee der Veranstaltung. "Wir wollen die Reihe jedenfalls fortsetzen", versprachen beide.

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