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Aileen Hohnstein 29.06.2015 03:12 Uhr - Aktualisiert 30.06.2015 15:11 Uhr
Red. Oranienburg, lokales@oranienburger-generalanzeiger.de

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Ein Bäumchen fürs Jubiläum

Bergfelde (MZV) 25 Jahre Naturschutzturm - das Jubiläum wurde am Sonnabend mit einem Festprogramm gefeiert. Auch der Dank an Helga Garduhn und Marian Przybilla kam nicht zu kurz. Viel ehrenamtliche Arbeit investierten die Initiatoren des Projekts, bei dem der Naturschutz im Vordergrund steht.

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Fest in grüner Oase: Zahlreiche Besucher schlenderten über das Gelände des Naturschutzturms, erfreuten sich an den Blumen und Hochzeitsbäumen und informierten sich an diversen Ständen.

© Aileen Hohnstein

Am Naturschutzturm der Deutschen Waldjugend war die Stimmung am Sonnabend fröhlich. Da störten selbst die zuweilen starken Regenfälle niemanden, denn zu feiern gab es einiges: Seit 25 Jahre wird auf dem Gelände um den ehemaligen Grenzturm Kindern und Jugendlichen die Natur näher gebracht. Aus dem Ort des Schreckens wurde ein Ort der Bildung und der Gemeinschaft, wo es egal ist, ob man aus Ost oder West kommt.

Fotostrecke

25 Jahre Bergfelder Naturschutzturm

Niedlich, weiß und wuschelig - Knut zog im Jahr 2007 die Berliner und später die ganze Republik in seinen Bann.  

Hunderte von Gästen haben das 25-jährige Bestehen des alten Bergfelder Grenzturms als Naturschutzturm mit denTurmchefs Helga Garduhn und Marian Przybilla sowie der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald gefeiert. © MZV / Heike Weißapfel

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Und so begann das Festprogramm ganz im Sinne des Naturschutzgedankens mit einer Baumpflanzung. Zwei 25-Jährige - Vincent Erdmann, stellvertretender Vorsitzender des Turmvereins, und Paul Aurin, angehender Lehrer und bekannt durch seine Spielshow "Wer besiegt Paul?" - pflanzten unter Anleitung von Marian Przybilla den Baum des Jahres, den Feldahorn, im Hochzeitswald am Turm ein. Dort, wo schon Franz Müntefering einen Hochzeitsbaum in die Erde gesetzt hatte, machten sich auch die beiden Jubiläums-Baumpaten ans Werk. Und wurden nass bis auf die Haut, weil es kräftig regnete. "Na, das kann doch nur ein gutes Zeichen sein. Vertrocknen wird der Baum jedenfalls nicht", bemerkte eine Zuschauerin im Schutze ihres Regenschirms amüsiert.

Dass es den Naturschutzturm für mindestens weitere 25 Jahre Naturschutz geben soll, steht für alle Beteiligten fest. 250 Euro gab es dafür schon einmal von der Stadt Hohen Neuendorf. Es geht weiter. Auch wenn die beiden Initiatoren des Projekts, Helga Garduhn und Marian Przybilla, künftig kürzer treten wollen. Beide hatten den Turm gekauft, um einen geeigneten Ort für Kinder und Jugendliche zu schaffen, an dem sie sich mit der Natur auseinandersetzen können. Nun haben sie ihre Eigentumsanteile an die Landesverbände der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) von Berlin und Brandenburg überschrieben. Wie es nun in Zukunft weitergehen wird, welche Projekte neu ins Leben gerufen werden, entscheidet sich noch.

Doch ein Blick in die Vergangenheit ist eindrucksvoll. Allein in den vergangenen fünf Jahren waren 101 Schulklassen mit 2 440 Schülern auf dem Gelände und haben in und von der Natur gelernt. "Das muss man sich erst einmal auf 25 Jahre hochgerechnet vorstellen", sagte Helga Garduhn stolz. Auch Radfahrer und Spaziergänger kamen, insgesamt 4 723 Besucher. In all den Jahren wurden um die 80 000 Bäume am Mauerstreifen gesetzt. Für Helga Garduhn, die sich aus dem Vereinsvorstand zurückzieht, war vor allem die Jugendarbeit wichtig: "Wir haben hier Jugendliche aus Ost und West zusammengebracht." Auch heute noch sieht sie die Naturschutzarbeit mit ihnen als unverzichtbar an - viele wüssten ja gar nicht mehr, wie es im Wald aussieht. "Jugendarbeit ist mir das A und O", erklärte sie mit Nachdruck.

Dass dies auch künftig Schwerpunkt am ehemaligen Grenzturm bleiben soll, versicherte Oliver Schworck, Vorsitzender des SDW Landesverbands Berlin. "Die Tradition wird fortgesetzt." Wie dies aber gewährleistet werden kann, muss genau überlegt werden - es fehlen die Mitarbeiter. Dass der Naturschutzturm etwas ganz Besonderes ist, sagte auch Gregor Beyer vom SDW Landesverband Brandenburg: "Dass dieses Projekt nun von Vereinen der Länder Berlin und Brandenburg weitergeführt wird, ist ein Alleinstellungsmerkmal. Es gibt keine vergleichbare Einrichtung, die beide Länder verbindet." Es ist ein Punkt, an dem man viele neue Projekte aufziehen könnte.

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