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Christian Schönberg 07.07.2015 17:28 Uhr - Aktualisiert 08.07.2015 11:26 Uhr
Red. Neuruppin, lokales@ruppiner-anzeiger.de

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"Ein sehr mystischer Ort"

Binenwalde (MZV) Für ihr neuestes Video zur Single "Wasted" hat sich die Berliner Songwriterin Valentine eine ganz besondere Kulisse ausgewählt: Den Wald bei Binenwalde. Darüber sprach mit ihr Redakteur Christian Schönberg.

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Musikvideo-Drehort Binenwalde

© Creative Consulting & Musik Publishing

Wessen Idee war es, gerade den Wald bei Binenwalde als Kulisse für einen Videodreh zu nehmen - Ihre oder die der Plattenfirma? Valentine: Auf die Kulisse bin ich selbst gekommen. Ich kannte die Landschaft schon, weil ich dort mit Freunden mal ein Wochenende verbracht habe und so diese schöne Gegend um den zauberhaften Binenbach kennenlernen konnte.

Warum zog es Sie damals gerade dort hin? Ein Freund von mir ist in Binenwalde aufgewachsen. Seine Eltern haben dort ein Ferienhaus.

Wann kam es denn zum Dreh und wie viel Zeit hat er in Anspruch genommen? Wir haben nicht lange gebraucht, um die relevanten Szenen im Kasten zu haben. Ein Tag hat gereicht. Und es war vor einem Jahr im Juli gewesen.

Der Kalksee gilt als besonders frisch. Eine Szene zeigt, wie Sie bis zur Hüfte im Kalksee stehen. Mussten Sie sich überwinden? Nein, ganz und gar nicht. Der Gang in den See war an diesem Tag eigentlich ganz willkommen. Es war Erfrischung pur.

Haben Sie die Kulisse gewählt, weil es eine Verbindung zwischen Landschaft und Lied gibt? Im Grund war es nicht so, dass wir mit der Landschaft den Song erzählen. Ich wollte vor allem einen neutralen Ort haben, an dem die Begegnung zwischen dem Mädchen und mir am besten zum Tragen kommt. Der Wald ist in dieser Beziehung sehr anschaulich. Er strahlt vor allem auch eine Behutsamkeit aus, die man in den Berliner Wäldern so nicht finden kann. Ich habe mich dort einfach sehr, sehr wohl gefühlt.

Allerdings hat der Song "Wasted" eine sehr düstere Färbung, die sich auch in dem Lichtspiel des Waldes widerspiegelt. Auf jeden Fall. Es ist kein Wald, der einem unbedingt Angst macht, aber ein sehr mystischer Ort, der zum Grundtenor des Songs passt. Mich hat ja auch fasziniert, dass er mal Drehort für "Das kalte Herz" gewesen ist.

Zurück zur Story im Video: Es ist geprägt von der Begegnung mit einem Mädchen. Ihrem zweiten Ich? Es spiegelt ein bisschen meine Familien-, aber auch meine Lebensgeschichte wider. Ich selbst bin in einer Großfamilie groß geworden und mit vielen Geschwistern aufgewachsen. Als Zweitälteste hatte ich die Jüngeren immer unter meinen Fittichen. Andererseits habe ich schon mit 13Jahren angefangen, Musik zu machen und war schon früh mit einem Team auf Tour, habe mich musikalisch professionell weiter entwickelt und musste gleichzeitig vom Kind zur Erwachsenen werden. Die Szene im Video mit dem Schrei des Mädchens symbolisiert auch diesen Befreiungsschlag.

Wann wird auf die Single das nächste Album folgen? Der nächste Schritt ist erst einmal, das Video für den Song "Pinch of Rebellion" zu veröffentlichen. Es wird in den nächsten zwei Wochen auf meiner Website valentine-official.net zu sehen sein. Es ist dann nach "Wild Heart" und "Wasted" das dritte des neuen Mini-Albums "Wild Heart EP", das im Januar 2015 erschienen ist. Im nächsten Jahr erscheint dann das neue Album.

Und die Videos für die andern beiden Songs - wo sind die entstanden? "Wild Heart" entstand in Berlin und auf einem Bauernhof in Brandenburg. Für den Dreh für "Pinch of Rebellion" waren wir an der Universtiät von Konstanz.

Valentine Romanski, Jahrgang 1988, wuchs in Berlin-Friedrichshain auf und kam als Tochter eines Toningenieurs und einer Musikerin früh mit Musik in Berührung. ¦ Im Juni 2005 veröffentlichte sie ihre erste Single "Feel So Bad", die sich gleich in den Single-Charts platzierte. Das zugehörige Album "Ocean Full of Tears" war acht Wochen lang in den Charts und erreichte Platz 26. ¦ Mit "Blue Merry-Go-Round" und "Love Like Gold" folgten zwei weitere Alben. "Wasted" ist die mittlerweile siebte Single der jungen Künstlerin. ¦ Sie wirkt auch im Team des "Traumzauberbaums" als Waldwuffel mit.

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