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Viola Petersson 27.07.2015 04:45 Uhr
Red. Eberswalde, eberswalde-red@moz.de

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Verjüngungskur für Forstdenkmal

Eberswalde (MOZ) Er ist Ehrenbürger der Stadt. Eine Straße ist nach ihm benannt. An der Alten Forstakademie erinnert eine Plakette an sein Wirken. Bernhard Danckelmann (1831-1901) hat viele Spuren hinterlassen in Eberswalde. Nun wurde das Denkmal im Park am Weidendamm restauriert.

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Herausgeputzt: Das Danckelmann-Denkmal im Park am Weidendamm erstrahlt in neuem Glanz.

© Sören Tetzlaff

Am 10. August wird das Bernhard-Danckelmann-Denkmal an der Schwärzebrücke feierlich wieder eingeweiht. Der Deutsche Forstverein, dessen erster Vorsitzender Danckelmann war, die Hochschule HNE und die Stadt laden zu dem kleinen Festakt im Grünen ein. Das Datum sei mit Bedacht gewählt. "Das Denkmal war vor genau 110 Jahren übergeben worden", weiß Professor Klaus Höppner, Vizepräsident des Deutschen Forstvereins. Fritz Heinemann hatte die Bronzeplastik geschaffen - zur Erinnerung an das 75-jährige Bestehen der forstlichen Lehranstalt in Eberswalde, die 1830 als "Höhere Forstlehranstalt" eröffnet worden war.

Der Neubau der Brücke über die Schwärze in unmittelbarer Nähe zum Stadtcampus der Hochschule 2014/15 bot Gelegenheit, auch das Umfeld des Denkmals neu zu gestalten und die Plastik zu säubern. Die Stadt habe sich dieser Aufgabe engagiert gestellt, sagt der Eberswalder Forstmann Höppner. Die Rathausspitze habe die Initiative des Forstvereins unterstützt und Fördermittel eingeworben. Das Denkmal komme nun, mit Rosen und Lavendel am Fuße des Sockels, wieder voll zur Geltung. Die Spitze des Parks, an der Schickler-/Ecke Pfeilstraße, sei ein würdiger Platz der Ehrung und des Erinnerns, findet Höppner. Eine Informationstafel werde die Arbeit noch komplettieren. Dafür haben der Deutsche und der Brandenburgische Forstverein 2500 Euro zur Verfügung gestellt.

Spenden waren es auch, die Anfang des 20. Jahrhunderts die Errichtung des Denkmals möglich gemacht hatten. 1902, ein Jahr nach dem Tode Danckelmanns, erging ein Aufruf, der eine wahre Spendenflut zur Folge hatte. Mehr als 9000 Mark kamen so seinerzeit zusammen. "Die Spenderliste liest sich wie ein ,Who is who' des Forstwesens im damaligen Deutschen Reich", hat Höppner recherchiert. Unter den Förderern die Forstvereine der Länder und der preußischen Provinzen, so mit jeweils 500 Mark der Deutsche Forstverein, der Märkische, der Pommersche und der Schlesische Forstverein. Sie alle erwiesen damit Danckelmann die Ehre und würdigten sein Wirken. Die Stadt Eberswalde hatte den Forstmann bereits 1891, also zehn Jahre vor seinem Tod, zum Ehrenbürger ernannt.

Trotz der unstrittig herausragenden Verdienste des Forstmannes, Lehrers und Forstpolitikers - 1974 musste das Denkmal weichen. Aus politischen Gründen wechselte es seinen Standort, wurde kurzerhand in den Forstbotanischen Garten umgesetzt, wo es fast 30 Jahre gewissermaßen ein Schattendasein fristen sollte. Der Initiative von Hans-Joachim Friedrich war es zu danken, dass das Danckelmann-Denkmal nach der Wende an seinen alten Platz zurückgeführt wurde. Im März 1991 fasste die Stadtverordnetenversammlung einen entsprechenden Beschluss. 1992, anlässlich der 100-jährigen Wiederkehr der Gründung des Internationalen Verbandes Forstlicher Forschungsanstalten - an der Danckelmann 1892 maßgeblich beteiligt war -, wurde es wieder am Original-Standort enthüllt. Die Skulptur war über die Jahre im Forstbotanischen Garten "gut bewahrt" worden, heißt es.

Seither erinnert die Plastik an die vielfältige Tätigkeit Danckelmanns. Im Jahr 1866 war er zum Direktor der Höheren Forstlehranstalt Eberswalde berufen worden. Von der Alten Forstakademie aus, wo sich seine Wohnung, sein Büro und seine Bibliothek befanden, leitete er die Lehranstalt. Er reformierte die Einrichtung, richtete u. a. das forstliche Versuchswesen in Preußen ein. Als Experte für Jagd- und Forstrecht arbeitete er seit 1890 am Bürgerlichen Gesetzbuch mit. Um Eberswalde machte er sich von 1876 an als unbesoldetes Mitglied des Magistrats (Dezernent in städtischen Forstsachen und Vorsitzender des Forstamtes) verdient. In jener Zeit, weiß Höppner, wurde auch die "Heidereise" begründet, die nach der Wende neu belebt wurde. Die Grabstätte der Familie Danckelmann befindet sich auf dem Waldfriedhof Eberswalde.

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