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Josephin Hartwig 26.09.2015 06:01 Uhr
Red. Seelow, seelow-red@moz.de

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Moderner Rap gegen Vorurteile und für Integration

Trebnitz (MOZ) Etwa 40 Mädchen und Jungen liefen am Freitag aufgeregt vor dem Schloss Trebnitz umher. 27 Schüler der Fontane-Schule Letschin und der Johanna-Eck-Schule aus Berlin hatten in viertägigen Workshops eine Präsentation erarbeitet. Gekommen waren auch Letschiner Mitschüler, Lehrer und Eltern.

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Motiviert: Schüler der Fontane-Schule aus Letschin und der Berliner Johanna-Eck-Schule präsentierten im Schloss Trebnitz einen Tanz.

© MOZ

"Es ist wirklich super gelaufen. Die Schüler waren sehr motiviert", fasste Projektleiter Dirk Wullenkord zusammen. Erstmals gab es in der vergangenen Woche bereits in Berlin ein Vorbereitungstreffen, bei dem sich die Schüler in vier Gruppen für Tanz, Text, Malerei oder Musik eintragen. "Erst hatten wir uns ein anderes Thema ausgedacht, aber als die Jugendlichen von dem Brandanschlag, der vergangenes Wochenende in Neuhardenberg verübt worden ist, gehört haben, änderte sich alles", sagte Wullenkord. Die Schüler wollten die aktuellen politischen Themen rund um die Flüchtlingskrise in ihre Arbeit einfließen lassen.

Ein 45-minütiges Programm wurde mit Hilfe von professionellen Unterstützern auf die Bühne gebracht. Der Berliner Musikproduzent Oliver Scheffer, Maler Ercan Arslan, Tanzlehrer Robert John van den Dolder und die Schriftstellerin Antonia Isabelle Weisz waren dabei.

Die Teilnehmer im Alter von 13 bis 17 Jahren hatten sich beispielsweise gegenseitig gemalt, führten Tänze auf oder lasen zwischen den Darbietungen immer wieder Geschichten der Flucht vor. Doch besonders angetan war das Publikum von dem Rap, der sich mit der Flüchtlingsthematik befasste. "Ich habe das Theaterstück mit entwickelt. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, mit den Schülern aus Berlin etwas zu schaffen", sagte die 14-jährige Sophia Fritsch aus Letschin. Auch ihr Mitschüler Yannik März war zufrieden, vor allem mit dem selbst komponierten Lied. "Ich bin zum zweiten Mal dabei und finde es immer wieder toll, andere Kulturen, wie etwa durch die Schüler der Willkommensklasse aus Syrien und Afrika, kennenzulernen", sagte er.

Die Workshops sollen auch in den nächsten Jahren weiter stattfinden. "Das Projekt ist wichtig, weil Jugendliche aus ländlichen Regionen so Kontakt zu denen aus der Stadt bekommen. Auch anders herum profitieren die Schüler von dem Einblick in das Leben in Brandenburg", sagte Darius Müller, Leiter der Begegnungsstätte in Trebnitz. Seit Jahren sind die Workshops eine feste Veranstaltungsgröße im Schloss.

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