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04.01.2016 09:02 Uhr

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Klassisches Angeln ist out - Forscher untersuchen Rückgang in der Region

Potsdam (DPA) Die Zahl der Hobbyangler in Berlin nimmt immer weiter ab. 22 985 Fischereischeine seien Mitte Dezember gültig, teilte die Umweltverwaltung auf Anfrage mit. Damit habe sich die Zahl innerhalb von zehn Jahren um rund ein Fünftel verringert, sagte Robert Arlinghaus vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) der Deutschen Presse-Agentur.

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Forscher haben untersucht, wie es um das Angeln im Nordosten Deutschlands steht, und woran es hapert.

© dpa

Bei Jugendlichen schwinde das Interesse ebenso: Nur rund 260 Scheine für sie sind laut Berliner Umweltverwaltung derzeit gültig. Auch im seenreichen Brandenburg werden den IGB-Forschern zufolge im Vergleich zu Mecklenburg-Vorpommern besonders wenige Jungangler registriert - was aber auch daran liegen kann, dass die Jugend ohne offizielle Erlaubnis angeln geht.

Am Institut entstand kürzlich eine Untersuchung mit Befragungen zum Thema Angler in Nordostdeutschland. Diese zeigte auch: Wer noch angelt, der ist umso mehr bereit, für das Hobby zu reisen und Geld auszugeben. "Unsere Befragungen belegen, dass vor allem Brandenburger und Mecklenburger Binnenfischer wirtschaftlich von der Angelbeteiligung durch Berliner Angler profitieren", sagte Arlinghaus.

Potenzial für Verbesserungen sehen die Forscher in Berlin und Brandenburg: Behörden und Verbände könnten die Angelei dort attraktiver machen, gerade für Kinder, so ein Fazit. Angler wollten der Untersuchung nach einerseits Naturerfahrungen und geselliges Angeln, legten aber auch Wert darauf, Großfische fangen zu können. Bei der Bewirtschaftung von Gewässern sehen die Forscher diese Bedürfnisse nicht immer berücksichtigt.

Den IGB-Befragungen zufolge ist für Berliner Angler problematisch, dass einige Gewässer und Angelstellen schwer zugänglich seien. Angler in Brandenburg monierten demnach vor allem mangelnde Fänge. Deshalb wichen viele nach Mecklenburg-Vorpommern oder ins Ausland aus. Erfolgserlebnisse halten die Forscher beim Angeln für zentral: "Angler sind wie Fußballfans", hieß es.

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