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Protest in Bildern und Videos

Einleitende Worte: Helge Schwarz (l.) vom Kulturbahnhof Biesenthal eröffnete die Ausstellung, die sich Besucher noch bis zum 14. Februar anschauen können.
Einleitende Worte: Helge Schwarz (l.) vom Kulturbahnhof Biesenthal eröffnete die Ausstellung, die sich Besucher noch bis zum 14. Februar anschauen können. © Foto: Angela Kowalick
Angela Kowalick / 12.01.2016, 06:55 Uhr
Biesenthal (MOZ) Seit rund zehn Jahren engagiert sich die Lokale Agenda Biesenthal für eine bessere Zuganbindung ihrer Stadt. Nach zahllosen Aktionen, Gesprächsrunden und einigen wenig Gewinn bringenden Fahrplan-Wechseln wird nun im Biesenthaler Kulturbahnhof an das bisher Erlebte und Erreichte erinnert. Bernd Micka von der Lokalen Agenda hat die Ausstellung "Biesenthal wartet auf den RE-Halt" konzipiert, die in Fotos, Videos und Originalobjekten die bisherigen Aktionen zeigt.

Bürgermeister Carsten Bruch betonte, dass Biesenthal ein wachsender Ort sei und eine attraktive Bahnanbindung brauche. Er lobte, dass die Biesenthaler "mit diesen positiv verrückten Aktionen auf das Thema aufmerksam machen."

Derzeit hält zwar die Regionalbahn RB 24 regelmäßig in Biesenthal, bietet aber in Richtung Berlin nur die Umstiegsmöglichkeiten Bernau und Lichtenberg. Würde dieser Zug die Berliner Nord-Süd-Achse nutzen, hätten Biesenthaler Pendler einen deutlich kürzeren Arbeitsweg. Der Umstieg in Bernau oder Lichtenberg jedoch verlängert die Reisezeit ins Zentrum um gut 30 Minuten. Der Regionalexpress RE3 dagegen fährt stündlich an Biesenthal vorbei, direkt zum Berliner Hauptbahnhof. Würde dieser Zug in Biesenthal halten, wäre die Anbindung perfekt, so Herbert Noll von der Lokalen Agenda. Doch diesem Halt widersetzt sich der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) seit Jahren. "Wir hören immer dieselben ablehnenden Argumente," so Heike Müller, ebenfalls lokale Agenda. Der Halt würde den Reisekomfort der anderen Fahrgäste mindern, wäre unwirtschaftlich und würde den Zeitplan unnötig verlängern. Dabei habe sich Herbert Noll von einem Zugführer erklären lassen, dass eine gute Lok die Zeit wieder locker aufholen könne, hieß es.

Jochen Bona aus Panketal war am Sonntag extra zur Vernissage angereist, um mit Herbert Noll über ein größeres, anzustrebendes Gesamtkonzept zu sprechen. Der gesamte östlich an Berlin grenzende Raum, so Bona, sei nur über den Bahnhof Lichtenberg an Berlin angeschlossen. Würden die RE- und RB-Anbindungen durch die Stadt führen, so wie es aus Richtung Potsdam seit Jahren passiert, wäre die Situation deutlich verbessert. Auch ein Ausbau des Karower Kreuzes zum Bahnhof mit neuen Weichen und Schienensträngen könnte Züge und Pendler in sinnvolle, gefragte Richtungen lenken, hieß es.

Die Ausstellung "Biesenthal wartet auf den RE-Halt" ist noch bis zum 14. Februar zu sehen und zeigt auch den Biesenthaler Film "Janka träumt", der im Rahmen des bundesweiten Schülerwettbewerbs "Infrastruktur 2030 - so will ich morgen mobil sein" vielfach preisgekrönt wurde.

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