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Gewi investiert über 20 Millionen

Das Alte muss weg: Mit einem Schlagbohrer beseitigt Ronny Wenke den Putz in der Karl-Liebknecht-Straße.
Das Alte muss weg: Mit einem Schlagbohrer beseitigt Ronny Wenke den Putz in der Karl-Liebknecht-Straße. © Foto: MOZ
Stefan Lötsch / 20.01.2016, 19:40 Uhr
Eisenhüttenstadt (MOZ) Die städtische Gebäudewirtschaft (Gewi) will in diesem Jahr für die Sanierung mehrerer Gebäude rund 15 Millionen Euro investieren. Dazu kommen Instandhaltungen, die mit rund fünf Millionen Euro zu Buche schlagen. Schwerpunkt sind Immobilien im I. und IV. Wohnkomplex.

Die lange zugenagelten Blöcke im I. Wohnkomplex sind inzwischen fast alle saniert. Lediglich das Gebäude in der Karl-Liebknecht-Straße zeigt noch deutlich die Gebrauchsspuren der vergangenen Jahrzehnte - aber nicht mehr lange. Denn Bauarbeiter sind gerade dabei das Gebäude zu entkernen, Vorbereitungen für eine umfassende Sanierung. Nach der Fertigstellung - voraussichtlich Ende dieses Jahres - will die städtische Gebäudewirtschaft (Gewi) dort Wohnungen für ältere Menschen anbieten, auch für solche, die eine Pflegestufe haben, trotzdem aber noch selbstständig leben wollen, sagt Geschäftsführer Oliver Funke. 30 Wohnungen stehen nach den Bauarbeiten zur Verfügung, im Erdgeschoss werden auch noch Gewerbeeinheiten angesiedelt, so ist sich die Gewi schon mit einem Sanitätshaus als Mieter handelseinig. Der Bestand der Gewi im I. Wohnkomplex ist dann durchsaniert. Entstanden ist ein Wohngebiet, das sowohl für junge als auch ältere Mieter spezielle Angebote vorhält.

Wesentlich größer im Umfang ist die weitere Sanierung in der Straße der Republik, im oberen Bereich. In diesem Jahr steht die Häuserzeile in der Straße der Republik 30 bis 56 sowie die Eckgebäude zur Fritz-Heckert- und zur Diehloer Straße im Programm. Bei dem Umbau werden auch wieder die Bedürfnisse vor allem älterer Mieter berücksichtigt. "80 bis 90 Wohnungen werden nach der Fertigstellungen mit einem Aufzug erreichbar sein", so Funke. Möglich sein sollen dann auch Wohngruppen und Tagespflege. Insgesamt 130 Wohnungen werden saniert. Die Arbeiten beginnen noch in diesem Jahr, womöglich im späten Frühjahr und sollen im kommenden Jahr abgeschlossen sein. Im Rahmen des Baugenehmigungsverfahrens gab und gibt es auch Abstimmungen mit der Denkmalbehörde, bewegt sich die Gebäudewirtschaft dort im Bereich des Flächendenkmals. Diese Maßnahme ist ein Bestandteil der Kooperationsvereinbarung, die zwischen der Gewi, der Eisenhüttenstädter Wohnungsbaugenossenschaft (EWG), dem Land und der Stadt abgeschlossen wurde und unter anderem die Aufwertung des IV. Wohnkomplex vorsieht. Das diesjährige Vorhaben in der Straße der Republik, für das die Gewi Fördermittel erhält ebenso wie für die Rosa-Luxemburg-Straße, liegt gleichsam an der Grenze vom IV zum III. Wohnkomplex. Im kommenden Jahr soll dann die gegenüberliegende Seite auf Vordermann gebracht werden.

Fortgesetzt wird in diesem Jahr die Aufhübschung der Blöcke in der Fritz-Heckert-Straße. Zwei Blöcke stehen schon kurz vor der Fertigstellung. Nicht nur im Inneren wurde die Wohnungen auf den neusten Stand gebracht. Auch außen gab es neue Farbe und unter anderem zusätzliche Balkons. In gleicher Weise wird nun der Block in der Fritz-Heckert-Straße 80 bis 86 saniert. Baubeginn ist im späten Frühjahr. Nach der Fertigstellung hat die Gewi dann auch Ausweichquartiere für die Mieter, die aus den Blöcken im IV. Wohnkomplex ausziehen müssen, die im Rahmen der Kooperationsvereinbarung an die Eisenhüttenstädter Wohnungsbaugenossenschaft verkauft werden.

Schließlich steht im Maßnahmekatalog der Gewi für dieses Jahr auch der Handwerkerhof. Wie berichtet, wird das Ensemble in der Fritz-Heckert-Straße als neuer Geschäftssitz der Gewi hergerichtet, da die bisherigen Räume in der Karl-Marx-Straße 35c, die gemietet sind, ab Ende dieses Jahres nicht mehr zur Verfügung stehen. Allein diese Umbaumaßnahme, bei der die Belange des Denkmalschutzes zu berücksichtigen sind - es handelt sich um ein Einzeldenkmal - veranschlagt Oliver Funke Kosten von mehr als fünf Millionen Euro.

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Werner Matzat 21.01.2016 - 11:48:54

Wohnen - Aus der Halbzeitbilanz der Fraktion DIE LINKE in der SVV Ehst. 2008 - 2011

Liebe Bürgerinnen und Bürger, seit der Kommunalwahl 2008 sind drei Jahre vergangen und es ist an der Zeit, Halbzeitbilanz zu ziehen. Stadtentwicklung und Stadtumbau mit den Bürgern und für die Bürger; Das Thema "Stadtentwicklung / Stadtumbau" war und ist in Eisenhüttenstadt ein jahrelanger Prozess, der von uns als Fraktion DIE LINKE begleitet wird. Unsere Forderung nach einer Arbeitsgruppe "Stadtumbau", an der viele gesellschaftliche Partner mitwirken können, ist erst nach dem personellen Wechsel des Bürgermeisters erfüllt worden. Während bisher nur die Wohnungsunternehmen, der Trinkwasser- und Abwasserzweckverband Oderaue (TAZV), die Stadtwerke u.a. in die Beratungen einbezogen wurden, werden jetzt auch die Vertreter der Fraktionen in regelmäßigen Abständen über den aktuellen Stand des Stadtumbaus informiert und in die Ziele, Fragen und Probleme mit eingebunden. Für uns ist wichtig, den Prozess der Stadtentwicklung und des Stadtumbaus für unsere Bürgerinnen und Bürger transparent zu machen. Stadtumbau heißt auch Abriss ( heute Wohnungsverkauf an die EWG siehe Friedensweg) und bedeutet oft Umzug in ein neues Lebensumfeld. (heute mit stetig steigenden Mieten) Wir fordern deshalb: Der Stadtumbau muss Sache derer sein, die in den Städten wohnen und leben. Ein weiteres Problem war und ist die Frage der Mieten in unserer Stadt. Für alle Bevölkerungsgruppen müssen bezahlbare Wohnungen vorgehalten werden, damit die Bürgerinnen und Bürger nicht die Stadt verlassen. Kritisch sehen wir, dass heute im Durchschnitt mehr als 30 Prozent des Einkommens für die Wohnkosten aufgewendet werden müssen. ( wie viel Prozent des Einkommens heute?) Sehr geehrte DIE LINKE Fraktion in der SVV in Eisenhüttenstadt, Wie passen ihre Forderungen aus der Halbzeitbilanz 2008 - 2011 mit der heutigen Wohn - und Lebensrealität, im Jahre 2016, zusammen? Wie wollen sie den stetig steigenden Mieten (Kosten) in Eisenhüttenstadt entgegenwirken? Der Moz-Redakteur Stefan Lötsch schrieb am 09.12.2015 05:17 Uhr in seinem Artikel - Spitze bei der Miethöhe; Eisenhüttenstadt (MOZ) Eisenhüttenstadt hat deutlich höhere Durchschnittsmieten als die Nachbarstadt Frankfurt. Und selbst in den Berlin näheren Gemeinden Erkner und Fürstenwalde müssen die Mieter im Schnitt weniger für den Quadratmeter bezahlen. nachzulesen hier: http://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1442615 Somit wird - WAS TUN für Eisenhüttenstadt, - Wohnen muss bezahlbar bleiben ist unsere Forderung auch weiterhin. - ad absurdum geführt. Und für den "normalen Bürger - Leser" wie immer der Hinweis; Ihr seid hier nicht gezwungen meinen Text zu lesen oder einen Kommentar zu hinterlassen. Wenn es euch nicht passt, wie ich über etwas schreibe, dann gibt es ganz rechts oben am Rand das schöne Kreuz. Einmal drauf geklickt braucht ihr mich nicht mehr ertragen. Was ich aber ehrlich gesagt gar nicht leiden kann sind unnütze Kommentare.

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