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Deutscher Schäferhund ist beliebtester Hund in Brandenburg

Brandenburger setzen auf den Schäferhund

Ein Deutscher Schäferhund
Ein Deutscher Schäferhund © Foto: dpa
Charlotte Gerling und Tatjana L / 02.02.2016, 20:40 Uhr
Potsdam (dpa/MOZ) Während in deutschen Großstädten Französische Bulldoggen und Chihuahuas das Straßenbild dominieren, setzen Hundehalter in Brandenburg auf eine andere Rasse: den Deutschen Schäferhund. Für das Tier sprechen nicht nur seine Wachhund-Qualitäten.

"Der Deutsche Schäferhund ist enorm vielseitig", schwärmt Roswitha Dannenberg, Pressereferentin beim Verein für Deutsche Schäferhunde. Egal, ob als Spürhund bei der Polizei eingesetzt oder als Familienhund gehalten - der Deutsche Schäferhund ist nicht nur geeignet, sondern auch gefragt.

Einer Rangliste zufolge ist der Deutsche Schäferhund Brandenburgs beliebteste Hunderasse. Wie das Portal für Haustierregistrierungen Tasso mitteilte, wurden hier im vergangenen Jahr 737 Deutsche Schäferhunde neu registriert. Das seien mehr Hunde als von jeder anderen Rasse - und fast 70 Tiere mehr als in 2014, so der Verein. Damit verdrängt der Deutsche Schäferhund den Labrador Retriever von Platz eins der am häufigsten neu registrierten Hunderassen in Brandenburg, gefolgt von der Französische Bulldogge, dem Chihuahua und dem Jack Russell Terrier.

Tasso ist eigenen Angaben zufolge Europas größtes Zentralregister für Haustiere. Wichtigste Aufgabe des Vereins ist es, entlaufene Tiere wieder an ihre Besitzer zu vermitteln. "Wir haben etwa 4,4 Millionen registrierter Hunde in unserer Datenbank", informiert Marie-Christin Gronau, Pressesprecherin des Vereins. Auf der Plattform sind in Brandenburg 194 177 Hunde registriert. Insgesamt 25 608 Registrierungen entfallen auf den Schäferhund.

Dabei ist das Bild deutschlandweit ein anderes. In den vergangenen Jahren sind kurznasige Hunderassen wie Mops, Französische Bulldogge und Chihuahua häufiger geworden, sagt Udo Kopernik, Vorstandsmitglied des Verbandes für das Deutsche Hundewesen. Das gelte allerdings vor allem für die Städte. In ländlichen Gebieten seien größere Rassen wie der Schäferhund schon seit Jahren beliebt. Dafür sprechen auch ganz sachliche Gründe: Ein großer Hund hat auf dem Land mehr Auslauf als in der Stadt und die Hundehalter zudem meist größere Wohnungen und Gärten.

Bei der Wahl einer geeigneten Hunderasse kommt es aber nicht allein auf den Platz, sondern auch auf die Lebensumstände des künftigen Halters an. Was erwarte ich von einem Hund, und - vor allem - was erwartet der Hund von mir? Das sind Fragen, die man sich vorab stellen sollte, gibt Birgit Büttner, Mitarbeiterin in der Öffentlichkeitsarbeit beim Verband für das Deutsche Hundewesen zu bedenken.

Roswitha Dannenberg hat ihre Wahl bereits vor vielen Jahren getroffen. Sie lebt mit vier Deutschen Schäferhunden zusammen. "Für mich ist es eine tolle Rasse", informiert sie. Dennoch überraschen sie die Zahlen von Tasso. Für die Beliebtheit einer Hunderasse spielen laut Kopernik auch Werbung und Medien eine wichtige Rolle, etwa wenn Hunde in Kinofilmen mitspielten. "Das trägt dazu bei, dass der Hund in der Öffentlichkeit bekannt wird", erklärt der Hundeexperte.

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