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Doris Steinkraus 05.02.2016 06:25 Uhr - Aktualisiert 05.02.2016 06:26 Uhr
Red. Seelow, seelow-red@moz.de

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Erstklässler erhalten ein Geschenk

Küstriner Vorland (MOZ) In diesem Jahr sollen erstmals alle neuen Erstklässler an der Manschnower Grundschule ein Willkommensgeschenk in Höhe von je 100 Euro erhalten. Jetzt geht es um die Frage, wie es verteilt werden soll.

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Trotz klammer Kassen hatten sich die Gemeindevertreter von Küstriner Vorland in ihrer Haushaltsdiskussion einstimmig dafür ausgesprochen: Wenn die Erstklässler im August in der Manschnower Grundschule starten, sollen sie ein besonderes Willkommensgeschenk erhalten. Bei etwa 20 Kindern macht das 2000 Euro im Haushalt aus. Der Etat liegt derzeit bei der Kommunalaufsicht. Sie muss ihn genehmigen, da er nicht ausgeglichen ist und die Kommune mit einem Haushaltssicherungskonzept arbeiten muss.

Die Gemeindevertreter wollen mit ihrer Entscheidung ein Zeichen dafür setzen, dass ihnen der Schulstandort besonders am Herzen liegt. Im Sozialausschuss wurde nun darüber diskutiert, in welcher Form das Geld die Sprösslinge erreichen soll. Einigkeit gab es vorerst nur dahingehend, dass die 100 Euro nicht direkt an die Eltern ausgezahlt werden sollen.

"Schulleiterin Kerstin Wagner hat mir gegenüber erklärt, dass sie das Vorhaben sehr begrüße und die Schule bereit sei, das Ganze zu begleiten und vorzubereiten", so Ausschussvorsitzender Detlef Bräuning. Als erste Anregung gab es bereits den Vorschlag aus der Schule, einheitliche Sportkleidung zu kaufen. Manschnows Ortsvorsteher Uwe Kunert gab zu bedenken, dass in Manschnow Flex-Klassen unterrichtet werden.

"Dann hätten die Schüler der ersten Klasse einheitliche Sportkleidung und die der zweiten Klasse ihre bunt durcheinander gewürfelte." Irgendwann müsse man aber anfangen, befand Raimar Wendland. Im Jahr darauf wäre die Einheitlichkeit dann gesichert. Vorstellen können sich einige auch, eine gefüllte Federtasche bereitzustellen. Allerdings: Viele Eltern kaufen Mappen und passende Federtaschen zusammen. Uwe Kunert regte an, über die Anschaffung eines Tiptoi für jeden Schüler nachzudenken.

Ein Tiptoi ist ein interaktivesLernspiel, das aus einem elektronischen Digitalstift und einem Spielbrett, Buch oder Puzzle mit digitalem Papier besteht. Der Stift wird auf verschiedene Stellen (Piktogramme, grafische Elemente usw.) der bedruckten Oberfläche gehalten. Der Infrarot-Scanner im Stift liest einen Code aus und spielt im einfachsten Fall Audiodateien ab, die das Spiel oder auch die Bilder eines Buches erklären, Wissen vermitteln oder Personen eine Stimme verleihen. Es kann aber auch mit einer einfachen Programmiersprache ein ganzes Spiel auf Basis eines endlichen Automaten erstellt werden. Die meisten in der Runde konnten sich solch ein modernes Gerät schwer vorstellen.

Der Vorschlag, Geld für die künftige Klassenkasse zu geben, fand keine Zustimmung. Es sollte schon ein Geschenk mit Blick auf die Einschulung sein, hieß es. Ansonsten würde das Ganze untergehen. Auch die Gutschein-Variante wurde verworfen. Der Aufwand mit Quittungen und Abrechnung wäre zu hoch. Nach den Ferien werden sich Eltern- und Schulkonferenz damit beschäftigen, kündigte Detlef Bräuning an. Der Ausschuss einigte sich, zunächst einmal Ideen und Vorschläge der Schule abzuwarten und dann erneut zu beraten.

Für die Mitglieder gab es auch gleich noch einen Auftrag: Man sollte über einen passenden Namen nachdenken. Begrüßungsgeld oder Starterpaket gebe es schon zu oft. Man sollte einen eigenen treffenden Namen finden. Zumal die Zuwendungen keine einmalige Sache bleiben sollen.

Und noch ein Thema wird den Ausschuss im Zusammenhang mit der Grundschule demnächst erneut beschäftigen. Uwe Kunert forderte, dass künftig die Mittel zur Prämierung der besten Schüler, die immer zum Blumenfest in Manschnow erfolgt, aus dem Gesamthaushalt der Gemeinde bestritten werden.

Bisher leiste der Ortsteil dies allein, was meist nur durch Spenden funktioniere. "Es ist aber die Schule unserer gesamten Großgemeinde, also sollten auch alle diese Anerkennungen mit tragen", sagte Kunert. Reimar Wendland regte an, dies als Extra-Position in die Haushaltsdiskussion für 2017 aufzunehmen. Man müsse dies rechtzeitig in den Entwurf einbringen, meinte er.

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