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Waldjugend am Bergfelder Naturschutzturm zieht Bilanz / 3 300 Besucher begrüßt

Umwelt und Geschichte erleben

Jugendliche am Turm: Marian Przybilla (links) unterrichtet alle Jahrgangsstufen.
Jugendliche am Turm: Marian Przybilla (links) unterrichtet alle Jahrgangsstufen. © Foto: MZV
Heike Weißapfel / 10.02.2016, 08:51 Uhr
Bergfelde (OGA) Seine Jahresbilanz zum Bergfelder Naturschutzturm hat jetzt Marian Przybilla, Vorsitzender des Turmvereins, zusammengestellt.

Schüler aller Altersstufen im praktischen Umgang mit der Umwelt - das kennzeichnet die Arbeit am Bergfelder Naturschutzturm seit Jahrzehnten. Jugendliche legen die geschützte Wacholderhecke wieder frei, helfen beim Beschneiden von Büschen, pflanzen Bäume, füllen Reisigbarrieren mit Zweigen auf - solche Bilder haben das ehrenamtliche Wirken der Biologielehrer Helga Garduhn und Marian Przybilla geprägt, seit sie 1990 den alten Wachturm in ihre Obhut genommen haben. Altersangemessen lernen Schüler von Oberhaveler wie auch aus Berliner Schulen so gleich praxisbezogen die Natur sowie Grenzgeschichte kennen und schätzen - und am Lagerfeuer wird auch noch das gesammelte Holz verwertet.

Wie jedes Jahr hat Marian Przybilla vom Turmverein gezählt: Demnach kamen 2015 mehr als 3 300 Besucher zum Turm (im Jahr 2014 waren es 1 485), darunter 24 Schulklassen mit 705 Jugendlichen aus Hohen Neuendorf und Birkenwerder sowie aus Berlin. Zudem konnten weitere 1 555 Besucher betreut werden, auch das waren fast zwei Drittel mehr als im Jahr zuvor. "Bei Großveranstaltungen begrüßten wir insgesamt 1 060 Gäste am Turm", so Marian Przybilla. Eine Abordnung der evangelischen Kirchengemeinde der Partnerstadt Müllheim war ebenso zu Gast wie Jugendliche aus Polen und Weißrussland. Die Vereinigung ehemaliger Polizisten unternahm eine Wanderung zum Turm, die Ultra-Marathonläufer fanden hier wie immer einen Verpflegungsstützpunkt vor. 2015 hatte ein Mitarbeiter der gemeinnützigen Nordbahn GmbH über einen ausgelagerten Arbeitsplatz die tägliche Betreuung in der Woche sicherstellen können, deshalb konnten viel mehr Klassen betreut werden als im Jahr zuvor.

Das rbb-Fernsehen berichtete im Magazin "Himmel und Erde" über den Turm und im Hochzeitswald wurden 2015 17 Bäume gepflanzt.

Das vergangene Jahr war ein besonderes, weil Ende Juni am Naturschutzturm dessen 25-jähriges Bestehen Anlass zu einer größeren Feier gab. Damit besteht auch der Verein "Deutsche Waldjugend - Naturschutzturm Berliner Nordrand" seit einem Vierteljahrhundert. Unter den Besuchern befanden sich auch die Waldjugendlichen der ersten Jahre sowie Besucher, Vertreter der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) aus Berlin und Brandenburg, Stadtverordnete und Mitglieder der Stadtverwaltung. Für brasilianische Klänge sorgte die Band "Planetao", die bereits des Öfteren am Turm zu hören war.

Der Turmverein hat im Juni einen neuen Vorstand gewählt. Die langjährige Vorsitzende Helga Garduhn hat sich aus gesundheitlichen Gründen zurückgezogen. Ihr folgte der Stellvertreter Przybilla als Vorsitzender nach. Zum Vorstand gehören zudem Robert Bartz sowie Vincent Erdmann, der schon seit seinen Kindertagen am Naturschutzturm hilft.

Es sei für das laufende Jahr ein länger gehegter Wunsch des Turmvereins, Möglichkeiten von öffentlicher Unterstützung durch die Stadt Hohen Neuendorf und den Landkreis zu erkunden, erklärt Przybilla. "Es könnte eine ,kleine Personalstelle' geschaffen werden. Dass dauerhaft jemand am Turm sei, wäre Voraussetzung dafür, dass Absolventen eines Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ-ler) oder aus anderen Programmen wie dem Bundesfreiwilligendienst (Bufdi) für die Arbeit am Turm gewonnen werden können.

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