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Kein Einspruch gegen Landratskandidatur

Patrik Rachner / 10.02.2016, 17:15 Uhr
Havelland (MOZ) Das Innenministerium des Landes Brandenburg wird definitiv keinen Einspruch gegen die Landratskandidatur von Raimond Heydt (Piratenpartei) erheben. Das bestätigte eines Sprecherin des Büros des Landeswahlleiters in Potsdam auf Anfrage dieser Zeitung am Mittwoch. Zudem sei auch ansonsten kein Einspruch erfolgt.

Raimond Heydt selbst zeigte sich erleichtert. Er hatte am Montag mit seinen rüden Aussagen, verbunden mit einer Todesdrohung gegen Mitglieder des Kreiswahlausschusses, für einen Eklat gesorgt. Nichtsdestotrotz wolle er nun „mit Volldampf in den Wahlkampf ziehen“. Verbal werde er allerdings zumindest etwas abrüsten. Das sei angesichts der aktuellen Eskalation aber kein allzu großes Zugeständnis, wie er betonte.

Indes prüft die Staatsanwaltschaft Potsdam, ob sie Ermittlungen gegen Heydt aufnehmen wird. „Es besteht ein Anfangsverdacht zu strafbaren Handlungen. Wir müssen sehen, ob wir wegen Bedrohung oder Nötigung ein Ermittlungsverfahren eröffnen“, sagte Christoph Lange, Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Ketzins Bürgermeister Bernd Lück (FDP) will jedenfalls als Mitglied des Kreiswahlausschusses Strafanzeige gegen Heydt stellen. Zuvor hatte bereits Landrat Burkhard Schröder (SPD) Anzeige erstattet. Lück fühlte sich während der Sitzung am Montag persönlich bedroht, wie er sagte. „Das kann ich mir nicht gefallen lassen. Ich wollte den Wahlvorschlag Heydt auch wegen der gekauften Stimmen eigentlich ablehnen. Wegen seiner Wortwahl während der Abstimmung habe ich mich dann aber enthalten. Ich hatte Angst.“

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