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Josefine Jahn 17.02.2016 07:07 Uhr

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Berliner Köche stehen für Bedürftige am Suppentopf

Berlin (MOZ) Für den Koch und Sommelier Bernhard Moser hat die Zubereitung von Schichtkohl-Eintopf mit Hackfleisch etwas Bodenständiges. "Die Leute brauchen bei der Kälte Kalorien, Ballaststoffe und Vitamine - eine warme Kohlsuppe im Winter ist doch da genau richtig", sagt der gebürtige Österreicher und Veranstalter des Feinschmeckerfestivals "eat! Berlin!".

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Warm und reichhaltig: Koch Bernhard Moser reicht einem Gast eine Portion Schichtkohl-Eintopf.

© MOZ

Gemeinsam mit Peter Schönbrunn, Manager der Wilmersdorfer Arcaden, hat er einen Suppenbus ins Leben gerufen. Für eine Woche wird täglich eine Suppe zubereitet, die dann an der Berliner Stadtmission am Bahnhof Zoo an Bedürftige verteilt wird.

Die Kosten für die Zutaten übernehmen die Wilmersdorfer Arcaden. Berliner Spitzenköche wechseln sich täglich am Herd ab - und arbeiten pro bono. Am Dienstag hatte Moser die Ehre. Für gewöhnlich kocht er Tafelspitz oder Frittatensuppe, österreichische Spezialitäten. "Hier muss es simpel bleiben, da wir weniger Zeit für die Zubereitung haben", erklärt er. Morgens um neun werden Kohl, Hack, Tomatenmark und Gewürze eingekauft. Nachdem in der Küche der Berliner Stadtmission das Essen zubereitet wurde, fährt es der Suppenbus zum Bahnhof Zoologischer Garten, wo sich bereits eine kleine Gruppe Menschen versammelt hat. Unter ihnen ist Manuel, der regelmäßig zur Stadtmission kommt. "Das hier ist mal was anderes, schmeckt richtig gut", sagt er, den dampfende Eintopf in den Händen haltend.

"Am Montag hatten wir nach einer Viertelstunde alles ausgeteilt", erzählt Center-Manager Schönbrunn. Der 30-Liter-Topf fasst etwa 100 Portionen. Das Projekt ist eher eine symbolische Geste, die Veranstalter wollen auf die Bedürfnisse obdachloser Menschen aufmerksam machen. "Man kann nicht allen helfen", erklärt Schönbrunn. "Aber irgendwo muss man ja anfangen."

Am Bahnhof Zoo empfängt die Stadtmission Berlin täglich 600 Gäste. Über das Suppenbus-Projekt freut sich Dieter Puhl, Leiter der Berliner Bahnhofsmission. "Es ist nicht nur der Teller Suppe, sondern die Geste, die so wichtig ist", erklärt der Missionsleiter.

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