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Michael Dietrich 03.03.2016 08:00 Uhr
Red. Uckermark, schwedt-red@moz.de

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Wir sind Feuerwehr

Schwedt (MOZ) Brandenburgs größte Feuerwehr kommt aus Schwedt! Bei der Stadtwette eines Radiosenders haben 1200 Schwedter eine Feuerwehruniform angezogen. 500 sollten es mindestens tun - Wette gewonnen! Und die Jugendfeuerwehr darf sich über eine Spende über 1700 Euro freuen.

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Ines Br├Âdersdorf und Christian Gerlach sind die Teilnehmer 999 und 1000 bei der Wett-Herausforderung eines Radiosenders.

© Stefan Csevi

Punkt 9.47 Uhr brach der erste Jubel auf dem gesperrten Parkplatz vor dem Centrum Kaufhaus Schwedt aus. Carmen Frühbrodt, Chefin der Schwedter Jugendfeuerwehren, war in einen silberglänzenden Wärmestrahlenschutzanzug geschlüpft und riss auf dem Podest die Arme in die Luft. Sie war die 500. Teilnehmerin der Stadtwette. Die Freiwillige Feuerwehr und mit ihr viele Helfer hatten es geschafft, mindestens 500 Schwedter dazu zu bewegen, eine Feuerwehruniform anzuziehen.

Damit war die Wette eigentlich schon gewonnen und der Jugendfeuerwehr winkte der Wetteinsatz von 500 Euro plus noch einmal 100 Euro, wenn zeitgleich im Internet ausreichend Schwedter die Aktion angeklickt hatten. Aber der Strom an Unterstützern riss nicht ab. Kitas, Schulen, Firmen- und Büroteams wollten der Schwedter Feuerwehr zum Erfolg verhelfen und strömten ins Umkleidezelt, um sich für einen kurzen Moment die Uniform anzuziehen und damit zu zeigen: Wir sind Feuerwehr!

Mit dabei die 4- bis 5-jährigen Steppkes der Integrationskita, Tanja Opitz und ihre Mitschüler der 13. Klasse der Talsand-Gesamtschule, das Team von Party-Maker, Bundestagsmitglied Jens Koeppen mit seiner Frau, Altbürgermeister Peter Schauer, Dieter Domschke, Rathausmitarbeiter, und viele, viele ungenannte Schwedter. Die Aktion war von nahezu 30 freiwilligen Feuerwehrleuten generalstabsmäßig vorbereitet. Robert Piotrowski drückte fortwährend den Buzzer für die Internet-Zählung, Enrico Rahn und Thomas Dröse fotografierten jeden Teilnehmer. Carmen Haase schenkte Tee, Kaffee und Pfannkuchen aus, Marco Behm verteilte Bonbons an die Kinder. Maik Stark half den Teilnehmern in die dicke Uniformjacke der Brandschützer.

Nachdem nach nicht einmal der Hälfte der Zeit die Wette gewonnen war, erhöhte der Radiosender noch zweimal den Einsatz. Bei 750 Teilnehmern versprach er noch einmal 100 Euro, als auch die erreicht waren, legte er für 1200 Teilnehmer noch mal 100 Euro drauf. Das aber spornte die Schwedter nur noch weiter an. Um kurz vor 14 Uhr dieses Ziel zu erreichen, sprachen die Feuerwehrleute sogar Passanten an, die vorbeilaufen wollten und überredeten sie dazu, schnell die Jacke überzustreifen und den Schutzhelm aufzusetzen. Karin Thomas war schließlich um 11.45 Uhr die 1200. Teilnehmerin. Stolz winkte sie mit der Bestätigungskarte Nr. 1200 in die Kameras.

Die Schwedter Freiwillige Feuerwehr hat zum dritten Mal bewiesen, dass die Bevölkerung hinter ihr steht und sie solche Publikumsaktionen unterstützen. Erst recht, wenn es einem guten Zweck wie der Unterstützung der Jugendwehr gilt. Als der Radiomoderator zum Schluss verlas, dass sich weitere Spender gefunden hatten, die die Aktion unterstützen und dadurch insgesamt 1400 Euro zusammenkamen, fragte er Bürgermeister Jürgen Polzehl, was er dazutut, schließlich hatte der vorher versprochen, die Spende "aufzurunden". "Na die 100 Euro auf 1500 Euro gibt der Bürgermeister gern dazu", sagte Polzehl. Das brachte ihm aber eher ein Raunen, als Beifall ein. Schnell korrigierte das Stadtoberhaupt: "Na gut, 300 Euro." Jetzt gab es den Beifall.

Für die gelungene Wette spendeten BB-Radio: 800 Euro, Arvato Schwedt: 500 Euro, Eurobos Koblenz: 100 Euro, Bürgermeister Polzehl: 300 Euro und Bäckerei Frank Schäpe 560 Pfannkuchen.

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