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Soldaten in Storkow verabschiedet

Iris Stoff / 03.03.2016, 07:09 Uhr
Storkow (MOZ) Auf einem feierlichen Appell sind am Dienstag in der Storkower Kurmark-Kaserne weitere Soldaten in den Auslandseinsatz nach Mali und Afghanistan verabschiedet worden. An ihre Heimat werden sie dort Ortsschilder von Storkow sowie eine Fahne des Landkreises erinnern, die beim Appell übergeben wurden.

"Mit Ihrem Verlegen in den Einsatz haben wir insgesamt dann mehr als 120 Soldaten des Führungsunterstützungsbataillons 381 in den derzeitigen Einsatzgebieten der Bundeswehr", zählte der Bataillonskommandeur Oberstleutnant Thorsten Niemann auf. Neben Mali und Afghanistan sind nach seinen Angaben Soldaten aus Storkow auch noch im Nordirak, im Kosovo und in der Türkei im Einsatz. Aufgabe der Führungsunterstützer ist es, die Kommunikation sicherzustellen, dafür zu sorgen, dass Telefon- und Internetverbindungen funktionieren. Die Spezialisten werden dabei zwischen zwei und sechs Monaten im Einsatz sein.

Der Bataillonskommandeur wünschte seinen Soldaten alles Gute für ihren Einsatz. "Es ist egal, ob Sie dabei ihre ersten Einsatzerfahrungen sammeln werden oder bereits zum zehnten Mal ihre Füße auf den Boden eines Einsatzlandes setzen", sagte er. "Es ist jedes Mal eine neue Herausforderung. Für Sie, für Ihre Fähigkeiten, für Ihre Angehörigen. Sie werden über mehrere Monate hinweg fernab der Heimat sein, in einem Land, das Gefahren in mehr oder weniger großer Ausprägung birgt. Seien Sie sich Ihrer Umgebung und auch der Bedrohungslage bitte stets bewusst!" Auch die Angehörigen würden in dieser Zeit nicht allein gelassen, betonte Oberstleutnant Thorsten Niemann. Er verwies auf das Familienbetreuungszentrum am Standort Storkow, das in vielen Belangen mit Rat und Tat unterstützten könne. Auch die des Bataillons sei zugesichert."Wir werden Lösungen finden und Hilfe anbieten, auch ohne dass Sie sich damit nachhaltig im Einsatz beschäftigen müssen."

Einer von denen, die am Dienstag verabschiedet worden sind, ist Hauptmann Jan Griessel. Der 35-Jährige ist Kompaniechef der 5. Kompanie des Führungsunterstützungsbataillons 381. Er wird in das größte deutsche Feldlager in Afghanistan, nach Mazar-e Sharif, verlegt. "Für meine Freundin ist das nicht ganz so einfach", gesteht er im Gespräch mit der MOZ. Er selbst sehe das als Teil seiner Aufgabe als Offizier bei der Bundeswehr. Auslandseinsätze seien mittlerweile schon Normalität geworden. "Für mich ist es das erste Mal. Ich wünsche mir, dass die Erfahrungen mich stärker machen", sagt er. "Wir sind gut ausgebildet und gut ausgerüstet. Und ich vertraue auf die Kameraden."

Beim Verabschiedungsappell anwesend waren auch der stellvertretende Landrat Rolf Lindemann, der stellvertretende Vorsitzende des Kreistages Thomas Fischer, der evangelische Militärpfarrer Otto Adomat und die Storkower Bürgermeisterin Cornelia Schulze-Ludwig. "Ich bin heute hier, um die Verbundenheit der Storkower mit ihren Soldaten zu demonstrieren", betonte Letztere. "Ich danke Ihnen ganz persönlich und im Namen der Bürger für ihre Bereitschaft, sich für Frieden und Freiheit zu engagieren." Ihr sei bewusst, dass der Einsatz notwendig sei, so Cornelia Schulze-Ludwig. "Was passiert, wenn die Lage in einzelnen Ländern völlig außer Kontrolle gerät, sehen wir an den aktuellen Flüchtlingsströmen. Nur wenn die Ursachen für Krieg, Flucht und Vertreibung bekämpft werden, haben wir eine Chance, den Menschen eine Perspektive in der Heimat aufzuzeigen."

Als Zeichen der Verbundenheit überreichte die Bürgermeisterin den Soldaten jeweils ein Ortsschild von Storkow für Mali und Afghanistan. "Das soll Sie während Ihrer Monate in der Ferne daran erinnern, dass man in der Heimat an Sie denkt und Ihr Dienst geschätzt wird." Mit den Worten "Kommen Sie gesund zurück", übergaben Rolf Lindemann und Thomas Fischer dann noch die Flagge des Landkreises als Glücksbringer.

Am 6. September wird es in Storkow einen öffentlichen Rückkehrappell für alle Einsatzkontingente des Führungsunterstützungsbattaillons 381 geben.

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