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Streit um Forstmuseum

Thomas Pilz / 23.03.2016, 04:00 Uhr
Fürstenberg (GZ) Die Auseinandersetzung um das Forstmuseum geht in eine neue Runde. Fürstenbergs Sozialausschuss diskutierte die Perspektiven des früheren Vorzeige-Objektes erstmals parallel mit dem Bedarf nach einem Gemeindesaal.

Die Stadtverwaltung hatte den Tagesordnungspunkt kürzlich erweitert, genauer gesagt sollte sich das Gremium auch mit der Suche nach einem behindertengerechten Gemeindesaal befassen.

Hauptamtsleiterin Carola Hoheisel erklärte, die Abgeordneten mögen sich bei der Auseinandersetzung stets über die Kosten für die Kommune im Klaren sein. Personal müsse bezahlt werden, nicht unerhebliche Betriebskosten fielen an - zum Beispiel wenn man mit einer Wiederöffnung des Forstmuseums spekuliert. Sie präsentierte eine Kosten-Skizze. Über den Daumen gepeilt würden bei öffentlicher Nutzung jährlich rund 30 000 Euro anfallen, rechnete sie vor. Abgesehen davon: "Die meisten Vereine, deren Interesse an diesem neuen Bürgerzentrum zu wecken wäre, verfügen schon über ein eigenes Domizil", so die Hauptamtsleiterin.

Hoheisel lenkte den Blick der Ausschussmitglieder auf andere Räumlichkeiten, die in Fürstenberg der Öffentlichkeit jederzeit zur Verfügung stünden: zum Beispiel das Foyer der Mehrzweckhalle. Immerhin bezuschusse die Kommune den Betrieb der Mehrzweckhalle jährlich mit 75 000 Euro.

Jürgen Appel, Stadtverordneter für die Linke, räumte ein, dass die Kommune über freie Räumlichkeiten verfügt. Aber so ein Saal, in dem zum Beispiel Ratssitzungen stattfinden sollen, "möge kulturvoller und niveauvoller sein als das Foyer der Mehrzweckhalle". Daher sollte das Forstmuseum in Nutzung gebracht werden.

Als beschämend bezeichnete Lothar Kliesch, SPD-Stadtverordneter, den Umstand, "dass wir keinen Veranstaltungssaal haben". Und er fügte polemisch hinzu: "Nicht irgendeine Bude" sollte man dafür in Erwägung ziehen. Kliesch verwies auf Himmelpfort. Dort sei die ehemalige Schule mit einer 100-prozentigen Förderung zum Gemeindezentrum umgebaut worden, seinerzeit durch die Verwaltung unterstützt. Auch Lychen verfüge mit dem Alten Kino über einen repräsentativen Saal, und diese Kommune sei bekanntlich hoch verschuldet. Pro-Fürstenberg-Chef Raimund Aymanns freute sich. Zum einen, dass Kliesch mit ihm einer Meinung sei, "das ist historisch", zum anderen, weil es nur eine Option geben könne, nämlich das Forstmuseum endlich aus dem Dornröschen-Schlaf zu erwecken.

Ilona Friedrich von der CDU, Vorsitzende des Stadtparlaments, warnte als Gast der Ausschuss-Sitzung vor Schnellschüssen, zumal es die Mitglieder der Fürstenberger Willkommen-Initiative wegen zu erwartender Kosten ablehnten, das Museum als Begegnungszentrum zu nutzen. Vielmehr habe man sich für die Aula im Haus Markt 5 entschieden. Gerd Palm von der Bürgerinitiative "B 96 - raus!" betonte, dass der aktuelle Ratssaal nicht behindertengerecht sei.

Manfred Saborowski (Die Linke), Altthymens Ortsvorsteher, plädierte dafür, bevor man sich in ein derartiges Abenteuer stürzt und das Fortmuseum wieder öffnet, sollte unbedingt der Bedarf ermittelt werden.

Dem schloss sich Susanne Kornetzy (CDU) an. Andere Ausschussmitglieder plädierten dagegen dafür, ein Angebot zu schaffen, um damit den Bedarf zu wecken. Aymanns betonte dagegen erneut, dem Gebäude sollte endlich "Leben eingehaucht werden".

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Waldemar Winkler 23.03.2016 - 08:08:32

TIP

Was ?, Fürstenberg hat keinen Veranstaltungssaal? Und das obwohl Abgeordneter Bechert im Parlament sitzt? Stechlinseecenter steht doch fast ganzes Jahr leer . HIER WÄRE DER NEUE SAAL

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