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Schwedter Theater erfüllt Publikumswunsch / Nächstes Jahr wieder "Faust" zu Ostern

Warteliste für Eintrittskarten

Schräge Typen: In "Ein Herz und eine Seele" spielen Claire Varga, Daniel Heinz, Conrad Waligura und Ireneusz Rosinski an den Uckermärkischen Bühnen. Ein Überraschungserfolg.
Schräge Typen: In "Ein Herz und eine Seele" spielen Claire Varga, Daniel Heinz, Conrad Waligura und Ireneusz Rosinski an den Uckermärkischen Bühnen. Ein Überraschungserfolg. © Foto: MOZ/Oliver Voigt
Eva-Martina Weyer / 25.03.2016, 07:45 Uhr
Schwedt (MOZ) Die erste Theaterserie in Schwedt wird zum Überraschungserfolg der Saison. In der Produktion "Ein Herz und eine Seele" rund um den frotzelnden Schlaumeier Ekel Alfred hatten bereits zwei Teile Premiere. Sie laufen auf der kleinen Bühne der Theaterklause. Dort hat am 8. April Teil 3 Premiere. Schon jetzt gibt es eine Warteliste für Tickets. Die Theaterleitung hat sich entschieden, manche Vorstellungen in den kleinen Saal zu verlegen. "Dass diese Serie so gut einschlägt, hat niemand von uns gedacht", sagt Sandra Zabelt, Chefdramaturgin an den Uckermärkischen Bühnen.

Als einen Höhepunkt bezeichnet sie das Gastspiel der Musikakademie Gdansk am 7. Mai. "Die Absolventen der Akademie sind mit ihrer Ausbildung fertig und liefern eine Show, die keinen Vergleich scheuen muss mit anderen großen Tournee-Shows." Auch in diesem Sommer werde es wieder Odertalfestspiele unter freiem Himmel geben. Krönung soll am 18. Juni die Premiere von "Rückkehr nach Walhalla" sein.

Eckpfeiler der neuen Spielzeit stehen bereits fest. Sie startet im September mit dem Erfüllen eines Zuschauerwunsches. Der hieß: "Bitte mehr Schauspiel!" Die Schwedter Theaterleute bringen deshalb Henrik Ibsens "Baumeister Solness" zur Premiere. Mitte September haben die Uckermärkischen Bühnen außerdem eine Gastgeberrolle: Das Haus darf die Theatertage der Länder Brandenburg und Sachsen-Anhalt ausrichten. "Da die Theater von außerhalb anreisen, war eine ihrer Hauptfragen: Wie spielen wir, wenn wir nur wenig Bühnenbild mitbringen können?" Die Schwedter Theaterleute haben deshalb das Motto "Mit leichten Gepäck" angeregt.

Dabei wird es 48 Stunden hintereinander Theater auf einer einzigen Bühne geben. Sandra Zabelt erläutert: "Wir wollen Ländergrenzen und Genregrenzen sprengen. Da auch die Orchester zu den Theatern gehören, wird es viel Musik geben, also ein Sprachen unabhängiges Angebot."

Den Spielzeitauftakt im großen Saal gibt am 1. Oktober das von Ubs.-Autoren geschriebene Stück "Amore mio, das Figaro-Komplott". Es wird in Kooperation mit der Musikakademie Gdansk aufgeführt.

Eine Marke des Schwedter Theaters waren die "Faust"-Aufführungen. In neuer Regie, und zwar von Schauspieldirektor Olaf Hilliger, kommt Goethes Klassiker am 8. April 2017 zur Premiere und wird außerdem am Ostersonnabend gezeigt. Damit geht ein weiterer Publikumswunsch in Erfüllung.

Ländergrenzen überschreitend wollen die Ubs. mit der Oper Stettin und dem Theater Vorpommern zusammenarbeiten, zu dem Stralsund, Greifswald und Putbus gehören. Die Bewerbung um ein großes Integrationsprojekt läuft.

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