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29.03.2016 16:28 Uhr

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Wim Wenders inszeniert Bizet-Oper in Berlin

Berlin (dpa) Filmregisseur Wim Wenders (70) inszeniert erstmals ein Stück für die Berliner Staatsoper. Die Oper "Les pêcheurs de perles" (Die Perlenfischer) von Georges Bizet soll am 24. Juni 2017 Premiere feiern. Generalmusikdirektor Daniel Barenboim wird dirigieren. Mit Wenders habe Barenboim "nun schon einen langen Flirt", sagte Intendant Jürgen Flimm am Dienstag. Jetzt hätten sie Wenders so weit, dass er mit ihnen arbeite.

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Regisseur und Fotograf Wim Wenders zeigt ab Juni 2017 sein Debüt an der Berliner Staatsoper.

© dpa

Nach Angaben der Staatsoper inszeniert Wenders ("Pina", "Das Salz der Erde") damit erstmals eine Oper. Ursprünglich war der Filmemacher auch mal für eine Neuinszenierung von Richard Wagners "Der Ring des Nibelungen" bei den Bayreuther Festspielen 2013 im Gespräch gewesen, der Vertrag kam aber nicht zustande. Flimm erzählte nun in Berlin, Wenders habe sich die Oper von Georges Bizet über die Perlenfischer ausgesucht, weil es die erste Oper sei, die er gesehen habe.

Die Staatsoper ist eines von drei großen Opernhäusern in Berlin. Das Haus am Boulevard Unter den Linden wird seit Jahren saniert, deswegen gastiert das Ensemble derzeit im Schiller Theater im Westen Berlins. 2017 soll das sanierte Haus wieder eröffnen - am 3. Oktober, wie Flimm sagte. Das Datum stehe mit 99-prozentiger Wahrscheinlichkeit. "Wer hätte es gedacht, dass der Tag einmal kommen würde", sagte Flimm. Die Arbeiten hatten sich verzögert und wurden deutlich teurer.

Insgesamt plant die Staatsoper in der Saison 2016/2017 auf ihrer Hauptbühne acht Premieren, darunter "La damnation de Faust" von Hector Berlioz. Die Inszenierung übernimmt Terry Gilliam, ein Mitbegründer der britischen Komikergruppe Monty Python.

Generalmusikdirektor Barenboim verteidigte den Plan, für 2020 an der Staatsoper eine Neuinszenierung von Wagners "Ring" zu erarbeiten. Auch die Deutsche Oper in Berlin plant eine neue Produktion des vierteiligen Werks. Es gebe weder künstlerisch noch ökonomisch einen Grund, nicht zwei "Ring"-Produktionen in Berlin zu machen, sagte Barenboim: Wenn man den "Ring" spiele, sei das Haus voll.

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