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Strompreise erreichen Rekordniveau

Grundversorgertarife waren noch nie so teuer.
Grundversorgertarife waren noch nie so teuer. © Foto: dpa
Jörg Schreiber / 26.04.2016, 19:56 Uhr
Frankfurt (Oder)/Berlin (MOZ) Die Strompreise in Deutschland steigen weiter - und das besonders in den Tarifen der örtlichen Grundversorger. Nachdem Verbraucher in einigen Regionen sich im vergangenen Jahr noch über kurzzeitige Entlastungen freuen konnten, stiegen die Grundversorgungstarife seit sechs Monaten wieder um durchschnittlich 1,3 Prozent. Nach Angaben des Vergleichsportals Toptarif.de erreichten sie im April den neuen Rekordwert von 30,27 Cent pro Kilowattstunde. Das bedeutet, dass eine durchschnittliche Familie mit einem Jahresverbrauch von 4000 Kilowattstunden jetzt 1211 Euro im Jahr zahlen muss.

Grundversorger gewährleisten, dass jeder Haushalt in Deutschland gesetzlich garantiert mit Energie versorgt wird. "Deshalb ist der Grundversorgungstarif in der Regel teurer als ein alternativer Anbieter", erklärte Toptarif-Geschäftsführer Klaus Hufnagel. Trotz dieser Preisentwicklung beziehe noch immer ein Drittel der Verbraucher Strom im Grundversorgungstarif. Er riet dazu, zu einem anderen Anbieter zu wechseln.

Auch Verbraucherschützer empfehlen, angesichts der hohen Strompreise günstigere Alternativen zu suchen. Dafür bieten sich Vergleichsportale wie Verivox oder Check24 an.

Allerdings muss man nicht unbedingt den Anbieter wechseln. Denn auch die Grundversorger - in weiten Teilen Brandenburgs ist das der Energiekonzern E.ON - bieten in aller Regel mehrere Tarife an. Oft genügt es schon, beim Grundversorger nach einem günstigeren Angebot nachzufragen. Wobei man sich dann meist für eine bestimmte Frist binden muss.

In jedem Fall sollten Stromkunden bei einem Wechsel darauf achten, dass der neue Vertrag kurze Laufzeiten und Kündigungsfristen enthält. Vor allem sollte er eine Preisgarantie beinhalten, die nicht kürzer als die Laufzeit ist.

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Klaus Klein 27.04.2016 - 11:06:14

Wucher

Die Stadtwerke FF haben den Grundpreis um 30,2 % erhöht. Für unsere Eigentümergemeinschaft kostet das Hauslicht jetzt 0,93 €/kWh. Was werden wir wohl machen? Wechseln, und hoffentlich sehr viele Kunden.

Alfred Kuck 27.04.2016 - 10:48:10

Strom ist Luxusgut

Leider explodieren die Strompreise in Deutschland weiter. Die Ursache dafür ist auch klar, die staatlichen Eingriffe in den Markt durch immer weitere Erhöhung von Gebühren und Abgaben. In den letzten Jahren sind immer mehr Risiken der Stromerzeugung (Ausgleich für die Industrie, Entschädigung für Windparks im Meer, die noch nicht am Netz sind, Förderung der Kraft-Wärme Kopplung, Netzausbau usw.) von der Politik auf die Verbraucher abgewälzt worden. Demnächst kommen dazu noch Gebühren für die "intelligenten" Stromzähler. Dies ist eindeutig eine falsche Politik zu Lasten der Bevölkerung. Sie ist eindeutig Ideologie getrieben ohne Nennung einer Obergrenze. Inzwischen werden Stromverbraucher durch Steuern und Abgaben stärker belastet als die Autofahren. Bei den Autofahrern betragen die staatlichen Abgaben ca. 63 % und bei den Stromkunden sind es inzwischen ca. 73%. Es wird Zeit das es beim Strompreis ein Umdenken gibt, sonst wird Strom zum Luxusartikel. Doch dazu müssten die gegenwärtig Verantwortlichen auch mal um die Probleme im eigenen Land kümmern und sich nicht nur mit der Türkei, Griechenland, TITIPP usw. beschäftigen.

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