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"Unterstützung auf vielerlei Weise"

Unterstützen das Konzert: Inspektionsleiter Sven Brandau und der Vorsitzende des Stiftungsfonds Ulrich Papperitz (r.)
Unterstützen das Konzert: Inspektionsleiter Sven Brandau und der Vorsitzende des Stiftungsfonds Ulrich Papperitz (r.) © Foto: MOZ Gerd Markert
detlef klementz / 03.05.2016, 06:17 Uhr
Am 10 (MOZ) Mai kommt das Landespolizeiorchester Brandenburg zum Galakonzert nach Strausberg. Detlef Klementz befragte dazu den Leiter der Polizeiinspektion MOL, Sven Brandau, und Ulrich Papperitz, der dem nach dem ermordeten Polizisten Martin Heinze benannten Stiftungsfonds vorsteht.

Herr Papperitz, wie kamen Sie zu dem Ehrenamt im Stiftungsfonds?

Ulrich Papperitz: Ganz einfach, man hat mich 2011 bei meiner Pensionierungsfeier gefragt, ob ich den Vorsitz übernehmen möchte. Und weil ich das Anliegen für eine wichtige Sache halte und als ehemaliger Leiter des Schutzbereichs Oder-Spree recht gut vernetzt bin, habe ich zugestimmt.

Können Sie etwas mehr zu dem Fonds sagen?

Ulrich Papperitz: Er ist nach dem Zivilfahnder Martin Heinze benannt, der am 20. August 1995 als bislang einziger Polizist in Brandenburg im Dienst ermordet worden ist. Der Stiftungsfonds will sich um Familien von im Dienst verstorbenen oder dienstunfähig gewordenen Polizeibeamten kümmern. Er wirkt mit rund 20 anderen Fonds unter dem Dach der Stiftung Oderbruch.

Von welchen Seiten erhält der Stiftungsfonds Unterstützung?

Ulrich Papperitz: Auf vielerlei Weise. Das vorjährige Benefizkonzert des Landespolizeiorchesters hat beispielsweise 2800 Euro gebracht. Auch Firmen helfen. Nennen möchte ich da insbesondere die Sparkasse MOL, die unser Anliegen mit Spenden unterstützt. Aber auch Polizeibeamte, insbesondere jene der Inspektion Märkisch-Oderland, sind aktive Mitstreiter.

Wie zeigt sich das?

Sven Brandau: Beispielsweise indem Polizisten im Vorfeld der Konzerte aktiv sind. Da werden unter anderem Einladungen geschrieben, Rückmeldungen registriert und zahllose Telefonate geführt. Der große Saal in der früheren AIK an der Prötzeler Chaussee fasst immerhin 600 Plätze, und die waren bei den ersten beiden Benefizkonzerten fast alle ausgebucht.

Wie kamen Sie eigentlich auf die AIK?

Ulrich Papperitz: Wir hatten zur damaligen Akademie der Bundeswehr für Information und Kommunikation schon immer ein sehr gutes Verhältnis und sind sehr dankbar, dass wir den herrlichen Saal dort nutzen können. Etwas Vergleichbares gibt es in der Region ja nicht.

Wo sehen Sie denn noch Reserven, wenn es um Unterstützung für ihren Stiftungsfonds geht?

Ulrich Papperitz: Nun, wir haben alle Amtsgerichte in Brandenburg angeschrieben und angefragt, ob nicht Mittel aus Bußgeldbescheiden und Strafgeldern für den Stiftungsfonds bereitgestellt werden. Richter könnten das entsprechend festlegen.

Haben sie das gemacht?

Ulrich Papperitz: Leider nicht in dem Umfang wie erhofft. Bislang helfen uns auf diese Weise nur die Amtsgerichte in Zossen und Eisenhüttenstadt.

Findet das Anliegen des Martin-Heinze-Fonds bei der Landesregierung mehr als nur verbale Anerkennung?

Ulrich Papperitz: Doch, seit dem vergangenen Jahr ist der Innenminister bei uns Schirmherr. Außerdem ist im vergangenen Jahr zum 20. Todestag von Martin Heinze aus Lottomitteln eine Martin-Heinze-Gedenktafel aus Bronze finanziert worden, die im Vorjahr im Namen des Stiftungsfonds der Polizeiinspektion Potsdam übergeben worden ist.

Auf was können sich die Besucher eigentlich beim Galakonzert am 10. Mai freuen?

Ulrich Papperitz: Wie die zwei vorangegangenen Konzerte wird es gewiss wieder ein Erlebnis. Krankheitsbedingt kommt es zu einer Programmänderung. Das Programm steht nun unter dem Motto "Was eine Frau im Frühling träumt". Zu hören sein werden bekannte Stücke wie beispielsweise "Berliner Luft, "Frau Luna" oder der "Linden-Marsch". Das Landespolizeiorchester wird an dem Abend übrigens von der Sängerin Ute Beckert begleitet. Das Konzert beginnt um 19 Uhr, Einlass ist eine Stunde vorher. Übrigens werden uns auch in diesem Jahr wieder Schüler des Oberstufenzentrums Märkisch-Oderland in Strausberg beim Einlass behilflich sein.

Wird es eine Fortsetzung der Benefizkonzerte geben?

Ulrich Papperitz: Ja, das hoffen und wünschen wir. Dass wir es in diesem Jahr im Mai durchführen, liegt daran, dass am Gebäude von Juli bis Oktober Dacharbeiten durchgeführt werden. Ab nächstem Jahr wollen wir dann wieder im Herbst einladen.

Wie kommt man an Karten?

Sven Brandau: Kartenreservierungen sind möglich unter Telefon 03341 3301014 oder im Internet unter sebastian-thon@polizei.brandenburg.de.

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