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Frauke Adesiyan 18.05.2016 06:47 Uhr - Aktualisiert 18.05.2016 15:13 Uhr
Red. Frankfurt (Oder), frankfurt-red@moz.de

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Sommersatire mit den Oderhähnen

Frankfurt (Oder) (MOZ) Bereits zum 17. Mal nutzen die Oderhähne die Sommerpause der anderen Kultureinrichtungen und die Freiluft-Lust der Frankfurter. Ab dem 1. Juni spielen sie im Hof vom Haus der Künste ihr diesjähriges Sommerprogramm "WichWachsWuchs" - Madame Tussis Panoptikum".

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Spielen im Sommer im Hof: Lothar Bölck, Margit Meller, Madlen Wegner und Marco Moewes

© Michael Benk

Eine Boulevard-Satire erwartet die Zuschauer, kündigt Autor Lothar Bölck an, der den Text geschrieben hat und auch mitspielt. Die musikalischen Arrangements stammen einmal mehr von Ulli Schreiner. Es wird um ein Wachsfigurenkabinett am Rande des Ruins gehen und darum, wie eine illustre Schar von Mitwirkenden es versucht zu retten. Viel mehr will Bölck nicht verraten.

Er muss es wohl auch nicht, betrachtet man den Erfolg des Sommertheaters der vergangenen Jahre. "Wir haben immer etwa 4000 Besucher", berichtet Kabarett-Leiter Wolfgang Flieder, der in diesem Stück Regie führt. Das sommerliche Stück sei damit als eine von drei Produktionen im Jahr ein erheblicher ökonomischer Faktor für das Ensemble-Kabarett.

Neben Bölck und Margit Meller ist auch wieder Madlen Wegner zu erleben, die seit drei Stücken das Ensemble verjüngt. Auch einen gänzlichen Kabarett-Neuling hat Flieder diesmal engagiert: den 25-jährigen Marco Moewes. Er wurde wie Madlen Wegner am Theater Frankfurt ausgebildet. "Wir übernehmen hier die zweite Schule", sagt Flieder augenzwinkernd.

Tatsächlich fordere die Präsenz auf einer Kabarettbühne zahlreiche spezielle Fertigkeiten von Schauspielern. Moewes jedenfalls freut sich über das Engagement: "Als der Anruf von meiner früheren Kollegin Madlen kam, habe ich meine sieben Sachen gepackt", sagt der Dresdener. "Ich freue mich über die Chance, mich zu beweisen."

Die Zuschauer haben in diesem Jahr bis Mitte August Zeit, sich auf die Sommer-Satire im Wachsfigurenkabinett einzulassen. Die ist übrigens dank eines Daches trotz der Hoflage einigermaßen wetterfest. Erst einmal in zehn Jahren habe eine Vorstellung wegen einer Windhose ausfallen müssen, erinnert sich Flieder. "Und manchmal mussten wir eine Viertel Stunde pausieren, weil der Regen so laut trommelte", ergänzt Margit Meller.

Premiere ist am 3. Juni, die Voraufführung am 1. Juni, Vorstellungsbeginn ist jeweils um 20 Uhr.

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