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Peter Grabley hat seit 1992 verschiedenste Veranstaltungsreihen in Bad Saarow angeschoben / Nun feierte er 85. Geburtstag

Mitbegründer des Kultursommers

Unzertrennlich: Hanna (83) und Peter (85) Grabley mit ihrem Hund Leila auf der heimischen Couch. Seit 65 Jahren sind beide ein Paar und haben seit ihrem Umzug nach Bad Saarow vor gut 25 Jahren viel für die kulturelle Entwicklung im Kurort getan.
Unzertrennlich: Hanna (83) und Peter (85) Grabley mit ihrem Hund Leila auf der heimischen Couch. Seit 65 Jahren sind beide ein Paar und haben seit ihrem Umzug nach Bad Saarow vor gut 25 Jahren viel für die kulturelle Entwicklung im Kurort getan. © Foto: Cornelia Link-Adam
Cornelia Link-Adam / 03.06.2016, 07:33 Uhr
Bad Saarow (MOZ) Zu Hause in ... lautet der Titel unserer Serie, in der Menschen aus der Region vorgestellt werden. Das können Frauen und Männer sein, die schon immer hier leben oder hier ihre Wahlheimat gefunden haben. Heute: Peter Grabley aus Bad Saarow.

Im Mai ist Peter Grabley 85 Jahre alt geworden. Gefeiert hat er im Kreis der Familie, aber auch mit Wegbegleitern und Freunden auf seinem Grundstück auf der Halbinsel Alte Eichen. Der Förderverein Kurort Bad Saarow würdigte ihn mit einem kleinen Empfang in der Bibliothek. Eng verbunden ist Peter Grabley mit Bad Saarow seit langem. "Mein Großvater Dr. Paul Grabley hat 1919 den Eibenhof gekauft und zu einem Sanatorium ausgebaut", erinnert er. Später trafen sich auf dem Areal Kunstschaffende, und mittlerweile gehört es Familie von Salmuth, die sich zur Tradition der Kultur bekennt.

Peter Grabley ist gebürtiger Hamburger. Sein Vater, der Regisseur Heinz Grabley, war mit Gertrud Grabley, geb. Eyssen, verheiratet und später noch mit Schauspielerin Doris Thalmer. Peter zog als Kind mit Wanderbühnen durch Brandenburg und aufs Internat nach Wickersdorf/Thüringen. Dort traf er Hanna. "Ein Jahr nach dem Abitur haben wir geheiratet, seit 65 Jahren sind wir ein Paar." Gemeinsam gingen sie Anfang der 1950er-Jahre zum Studium nach Berlin, zur Hochschule für Ökonomie. Sie wurde später Professorin für Arbeitswissenschaft und lehrte sogar in Kuba, Vietnam und anderen sozialistischen Ländern. Peter Grabley indes bereiste viel den Ostblock, war er doch 20 Jahre lang der Leiter der Abteilung Chemie der Staatlichen Plankommission und fünf Jahre Staatssekretär für Außenwirtschaft. Mit der Wende wurde Hanna Grabley in den Vorruhestand geschickt, ihr Mann war indes noch Leiter im Amt für Außenwirtschaft im Wirtschaftsministerium. Mit Anfang 60 kam dann auch für ihn der Ruhestand.

1992/1993 zogen sie von Berlin endgültig nach Bad Saarow, wo sie schon seit den 1960-ern ein Wochenendhaus am Eibenhof besaßen, um mit ihren drei Kinder Urlaub machen zu können. "Wir haben hier als Rentner unseren dritten Lebensabschnitt gefunden", sagt er. Beide gründeten mit anderen Unterstützern den Kurort-Förderverein. Hanna verkaufte Porzellan auf den ersten Weihnachtsmärkten und organisiert Clubabende. Peter initiierte Mittelaltermärkte und bildete mit Reinhard Kiesewetter die ersten Gästeführer aus. "Bis auf die Mittelaltermärkte gibt es alles noch, hat sich bewährt und gut entwickelt", freut er sich und verweist auf die bestehende Ausstellungsreihe "Kunst und Kultur am Märkischen Meer", den Kultursommer und die Klubabende mit Gesprächspartnern aus Politik, Wirtschaft und Kultur.

Glücklich sind sie auch, dass das größte Vorhaben, die Sanierung des Bahnhofs, im Jahr 2002 dank vieler Spenden und Förderung vom Land geklappt habe. Als jüngste Geschichte hat er im Mai in Gedenken an Schriftsteller Johannes R. Becher die "Tage der Poesie" mitgestaltet. Alle Vorstands-Ämter sind abgelegt, gern sind beide aber Gäste bei den Klubabenden. Zufrieden blicken sie auf ihr Leben. Die drei Kinder leben in der Nähe, die fünf Enkel und vier Urenkel sind oft zu Besuch bei den Grableys. "Und unser größtes Glück ist, dass wir beide uns noch haben."

Bad Saarow

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