Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Saxofonist und Multi-Instrumentalist in Gutengermendorf zu Gast

Auf Klangreise mit Joachim Gies vor Germendorfer Publikum

Nahm die Zuhörer mit auf Entdeckungsreise: Joachim Gies entlockte allerlei exotischen Instrumenten Töne.
Nahm die Zuhörer mit auf Entdeckungsreise: Joachim Gies entlockte allerlei exotischen Instrumenten Töne. © Foto: Maria Ugoljew
Maria Ugoljew / 06.06.2016, 09:35 Uhr - Aktualisiert 06.06.2016, 09:36
Gutengermendorf (GZ) Es gibt Konzerte, die verlässt der Zuhörer ganz verschwitzt vom vielen Tanzen. Dann gibt es Konzerte, an deren Ende sich der Musikfan heiser gesungen hat. Und dann gibt es Konzerte, wie jene von Joachim Gies, die das Publikum in eine Art Tiefenentspanntheit versetzen.

Der Saxofonist und Multi-Instrumentalist aus Berlin war am vergangenen Sonnabend in der Dorfkirche in Gutengermendorf zu Gast. Mit dabei hatte er: einen Brummkreisel, verschiedene Trommeln und Gongs aus China und Pakistan, Instrumenten-Raritäten wie das Aquaphone aus den USA oder das Butthan, dessen Klang an balinesische Gamelanorchester erinnert. Ungewöhnlich sahen viele dieser Instrumente aus, die er vor Konzertbeginn alle griffbereit auf einem Tisch platziert hatte. Darunter auch gekrümmte Blockflöten, Rasseln und ein Sopraninosaxofon. Das einzige Instrument, das wohl die Meisten sofort erkannten, war das Altsaxofon. Doch auch jenes spielte Joachim Gies auf ungewohnte Art und Weise.

Nach einer kurzen Einführung ging die einstündige Klangreise los. Die Instrumente wurden geschwenkt, geschlagen und gestrichen. Ins Altsaxophon steckte er auch schon mal einen Posaunen-Dämpfer. "Damit kann man interessante Klangexperimente machen", erklärte er dem Publikum.

Klang - das ist das, um was es dem Komponisten geht. Gepaart mit rhythmischen Abfolgen und kurzen Melodien entsteht seine Musik, die teils meditativ wirkt, aber auch zum Schmunzeln anregt. Beispielsweise dann, wenn Joachim Gies den Brummkreisel in ein Instrument verwandelt.

Das rund einstündige Konzert verging wie im Fluge. Die Klänge zogen einen in den Bann. Nie konnte man sagen, was als nächstes kommt. Eine Überraschung folgte der nächsten. Das Interessante dabei war: Obwohl Joachim Gies allein auf der Bühne stand, klangen seine Instrumente teils wie ganze Orchester. Ein spannendes Erlebnis.

Wer das Konzert am vergangenen Wochenende verpasst hat, der hat am 9. Juli noch einmal die Möglichkeit, den Multi-Instrumentalisten live zu erleben. Dann allerdings in Berlin in der Kapelle der Versöhnung. Beginn ist um 19 Uhr.

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG