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15.08.2016 11:00 Uhr
Red. Oranienburg, lokales@oranienburger-generalanzeiger.de

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Mauerweglauf: 100 Meilen unterm Schuh

Bergfelde (hw) Ein paar Staffelläufer sind schon durch, als Ariel Rozenfeld am Bergfelder Verpflegungspunkt ankommt. Es ist 19.08 Uhr. Viel Zeit hat er nicht. Der Israeli wirkt ernst und konzentriert - und nach guten 13 Stunden und fast 139 Kilometern Laufs noch topfit. Der Ultramarathonläufer gießt sich ein Glas Wasser ein, isst ein bisschen Zucker. Naturschützerin Nadine Weiß steht mit der Gießkanne bereit. Auf sein Zeichen hin schüttet sie Wasser über seinen Kopf. Triefend rennt Ariel Rozenfeld zum Pavillon, wo andere Freiwillige vom Team Naturschutzturm Schnittchen, Obst und Getränke angerichtet haben. Itta Olaj und Alexander von Uleniecki von der Laufgemeinschaft Mauerweg und Teamleiter Hajo Palm sind gerade auf Stippvisite. Ariel Rozenfeld braucht noch eine Warnweste für die Dunkelheit. Es ist 19.10 Uhr, als er sich wieder auf den Weg macht. Jetzt kommt quasi noch ein Halbmarathon.

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Der Blick zurück: Den größten Teil der Strecke hat Ariel Rozenfeld hier schon geschafft - 138,88 Kilometer. Am Naturschutzturm Bergfelde wirkt er hoch konzentriert und sehr fit. Gute zwei Stunden später ist er der Sieger bei den Einzelläufern.

© MZV/Heike Weißapfel

"Ohne die vielen Helfer könnten wir das gar nicht machen", sagt Veranstalter Alexander von Uleniecki. 180 Mitglieder hat die Laufgemeinschaft Mauerweg. Die Läufer werden unter anderem von Radlern begleitet, Streckenposten weisen den Weg, was vor allem nachts eine Erleichterun bedeutet. "Wir sind auf Partner und Freunde angewiesen", sagt von Uleniecki. "Für uns wäre es toll, wenn die Leute, die an diesem Tag bei den Kranzniederlegungen sind, dann auch gleich helfen würden." Die Waldjugend-Gruppe um Marian Przybilla und Mitglieder der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Oberhavel sind zuverlässig bei jedem Lauf dabei.

Das Team "Vollmondmarathon Uli Etzrodt" hält sich am Nieder Neuendorfer Grenzturm parat, und der Ruderclub Oberhavel steht ebenfalls wieder zur Verfügung. Dort ist neben dem Verpflegungspunkt auch einer der drei Wechselpunkte, an dem die Läufer bis zu zuvor festgesetzten Zeiten angekommen sein müssen.

Es ist noch nicht einmal ganz dunkel, als Ariel Rozenfeld nach 15 Stunden, 20 Minuten und 48 Sekunden im Berliner JahnSportpark als Erster ins Ziel läuft und sich von der Idee des Laufs und ebenso von der Strecke begeistert zeigt. Zu dieser Zeit haben die Helfer am Naturschutzturm inzwischen mehr zu tun. Die Läuferinnen und Läufer kommen nun bis in die Nachtstunden in dichterer Folge - die meisten gut gelaunt, aber nicht alle sehen noch so frisch aus wie Ariel Rozenfeld.

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