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Felix Schönfelder 12.09.2016 06:40 Uhr
Red. Bernau, bernau-red@moz.de

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Abgefahrene Straßenmusik

Biesenthal (MOZ) Das elfte Biesenthaler Straßenmusikfest lockte am Sonnabend Familien und Musikbegeisterte aus der Region Bernau, Eberswalde, Wandlitz und Berlin zum Biesenthaler Kulturbahnhof. Bei dem Sommerfest mit buntem Markt spielten Straßenmusiker im Stundentakt auf und sorgten für ausgelassene Stimmung.

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Bahnhofstreppen als Bühne: Das Berliner "Ruperts Kitchen Orchestra" heizt vor dem Kulturbahnhof den Besuchern mit funkigen Klängen ein.

© Felix Schönfelder

Mit dem Straßenmusikfest präsentierte der Verein "Kultur im Bahnhof" ein besonderes Highlight aus dem mit Poetry-Slams, Lesungen, Konzert- und Filmabenden vollgepackten Programm. An rund einem dutzend Ständen konnten sich die Besucher mit Crepes und Waffeln, Kuchen, Salaten und Deftigem vom Grill stärken. Ein Kinderangebot mit Holzwerkstatt und einem kleinen Artistencamp bot zudem Eltern die Möglichkeit, ungestört die Musik zu genießen.

"Größer können wir das kaum noch machen - nur mit unserer ehrenamtlichen Arbeit", sagte Elke Eckert. Willkommen war da örtliche Unterstützung durch den Biobauernhof Eichborn, die Künstlerin Saskia Reim oder den Jugendclub Kulti.

"Wir suchen nicht nur im Internet nach Musikern, mittlerweile bewerben sich auch viele bei uns", berichtete sie weiter. Bei der Auswahl achte man nicht nur auf die Balance zwischen professionellen Bands und Hobbymusikern, auch die unterschiedlichen Geschmäcker wollen bedient werden.

Das Duo "Bluesouthern" legte los mit Texten zum stimmigen Musikmix aus Bluegrass, Jazz und Folk. Mit den "Steppenrentnern" präsentierte sich ein Freizeit-Ensemble aus Biesenthal und Berlin mit neu interpretierten Rockhits, bevor es mit den "Lapwings" etwas besinnlicher wurde. Das Berliner Quintett verzückte das Publikum mit romantisch-melancholischen Folkrhythmen und einer verzaubernden Mischung aus Cello-Klängen und Indie-Rock.

Als stimmiger Gegenpol trat danach die ebenfalls in Berlin beheimatete Band "Ruperts Kitchen Orchestra" auf. Die nach eigenen Angaben "verrückteste Band Berlins" heizte den Besuchern mit gewitzten Texte und funkigen Sounds von Punk bis Soul ordentlich ein. Die Rapperin "De Franzy" enterte anschließend mit frechen musikalischen Geschichten, unterlegt von launigen Beats, die "Bühne". Für internationales Flair sorgte zum Abschluss Singer-Songwriter Stanley Rubyn. In Kamerun geboren, lebt der Sänger und Tänzer bereits seit einigen Jahren in Berlin und vereint in seinen Songs europäische und afrikanische Einflüsse. Die Wild Wheelz aus Panketal verkürzten die Umbaupausen mit akrobatischen Einlagen.

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