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Jörg Kotterba 12.09.2016 07:04 Uhr
Red. Eisenhüttenstadt, eisenhuettenstadt-red@moz.de

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Der Traum von einer Fähre in Aurith

Aurith (MOZ) "Danke den Organisatoren des deutsch-polnischen Sommerfestes. Ein toller Tag." Das schrieb Versicherungsmann Danny Langhagel, seit Frühjahr 2011 ehrenamtlicher Bürgermeister von Ziltendorf, Samstagabend fast schon euphorisch auf seiner Facebook-Seite. Im kleinen Oder-Dörfchen Aurith, das zu Ziltendorf gehört, und im polnischen Urad auf der anderen Seite des Grenzflusses, wurde Sonnabend das nun 9. deutsch-polnische Fest ein Erfolg.

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Anlegestelle Aurith: Am Sonnabend (10.9.) pendelte die polnische Fähre ständig zwischen den beiden Dörfern an der Oder

© Jörg Kotterba

Es gab jede Menge Kurzweil - dank Sängern, Tänzern, Musikern und anderen Hobby-Künstlern: von der Trachtengruppe Ziltendorf über den Finkenheerder Fastnachtsclub und den Musikverein Cybinka bis zum Tanzsportclub Finkenheerd um Vereinsvorsitzende Andrea Haushälter, den Einradgirls und Musik mit An Dreo e Karina. Professionell das Konzert mit dem polnischen Rocker Michal Gielniak. Auf den Bühnen in Aurith und Urad entführte der Enddreißiger seine Zuhörer in die Glanzzeit der Animals und Rolling Stones, der Beatles und Kinks.

Danny Busse, Amtsdirektor von Brieskow-Finkenheerd, erinnerte an die Premiere des deutsch-polnischen Sommerfestes am 13. September 2008. "Damals entstand erstmals seit Jahrzehnten eine provisorische  Fährverbindung  zwischen dem deutschen Aurith und dem polnischen Hauptort Urad. So war es vor dem Krieg schon mal. Auf dem östlichen Oderufer, heute Urad, befand sich der Hauptort Aurith. Und auf dem Westufer gab es ein sogenanntes Vorwerk mit Wirtschaftshöfen und Scheunen", blickte Busse zurück. Für eine von der EU finanzierte Fähre, die täglich Aurith und Urad verbindet, setze er sich - wie auch viele andere Amtsträger beiderseits der Oder, seit Jahren ein. Eine Brücke aber sei hoffentlich kein Thema mehr. Bei der Fähre, die Fußgänger und Fahrräder befördern soll, wird ein Modell mit einer Bugklappe favorisiert. Diese soll Rampen in Aurith und in Urad ansteuern. "So sieht die heutige Fähre ja schon aus.

Ganz toll", zeigte sich Festbesucher Dieter Benz begeistert. Mit Ehefrau Gerlinde radelte der 62-Jährige aus Frankfurt Richtung Kunitzer Loose und Aurith, um sich nun nach Urad übersetzen zu lassen. "Das ist deutsch-polnische Nachbarschaft pur. Warum machen es sich Berlin und Warschau so schwer", sagte Benz.

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