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29.09.2016 18:26 Uhr - Aktualisiert 29.09.2016 17:52 Uhr

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Dax schließt mit Verlust knapp über Tagestief

Frankfurt/Main (dpa) Der frisch gewonnene Mut hat die Anleger am deutschen Aktienmarkt rasch wieder verlassen. Nachdem der Dax dank eines deutlichen Ölpreisanstiegs die Marke von 10 500 Punkten deutlich überschritten hatte, seien die Sorgen zurückgekehrt, sagte Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets.

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Ein Händler geht über das Parkett in der Börse in Frankfurt am Main und spiegelt sich dabei in einem Logo des Deutschen Aktienindexes (Dax).

© dpa

Zudem sprang der Eurokurs im späteren Handelsverlauf kräftig nach oben, was den Export außerhalb der Eurozone erschweren kann.

Der Leitindex ging letztlich mit einem Abschlag von 0,31 Prozent auf 10 405,54 Punkte aus dem Handel. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen verlor 0,26 Prozent auf 21 493,56 Zähler, und der Technologiewerte-Index TecDax sank um 0,38 Prozent auf 1785,42 Punkte.

Die aus der Opec-Einigung resultierende Reduzierung der Ölfördermengen sei nur minimal, so dass lediglich von einem Signal in die richtige Richtung gesprochen werden könne, sagte Stanzl. Zudem ändere dies nichts an den bestehenden Problemen einer schwachen Weltwirtschaft, Unsicherheiten über die zukünftige US-Geldpolitik und hausgemachten Probleme innerhalb der europäischen Bankenwelt.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gab seine Gewinne fast vollständig ab und ging mit einem minimalen Aufschlag von 0,02 Prozent auf 2991,58 Punkte aus dem Handel. In Paris wurden moderate Gewinne verbucht, in London gewann der FTSE 100 dagegen 1 Prozent. In den USA gaben die Börsen zur selben Zeit leicht nach.

Die Titel des Chemiekonzerns BASF gaben einen Teil ihrer Tagesgewinne wieder ab und schlossen mit plus 1,78 Prozent auf 74,36 Euro. Bei zeitweise knapp unter 76 Euro waren sie zuvor auf den höchsten Stand in diesem Jahr geklettert. Die Ölpreisrally am Morgen wurde laut Händlern positiv für die Öl- und Gastochter Wintershall gewertet.

Bei den Versorgern RWE und Eon konnten sich die Anleger über Kursgewinne von 2,78 beziehungsweise 0,99 Prozent freuen. Die Titel profitierten von fortgesetzt steigenden Großhandelspreisen für Strom.

Dagegen ging der Sinkflug bei der Lufthansa weiter: Mit einem Minus von 2,71 Prozent auf 9,778 Euro waren die Aktien so schwach wie zuletzt vor über vier Jahren. Die erwartungsgemäße Stärkung der Tochter Eurowings mit bis zu 40 Airbus-Mittelstreckenjets von Air Berlin sei zwar sinnvoll, werde die Wettbewerbsnachteile gegenüber Ryanair und Easyjet aber allenfalls verringern, sagte ein Marktteilnehmer.

Bankaktien entwickelten sich unterschiedlich. Während die Papiere der Deutschen Bank um 1,02 Prozent zulegten, büßten die Commerzbank-Papiere als Dax-Schlusslicht 3,09 Prozent ein. Das Institut baut Tausende Stellen ab und streicht die Dividende. Zur Deutschen Bank meinte Marktanalyst Stanzl zudem: «Auch wenn sich die Wogen um die Deutsche Bank heute leicht geglättet haben, die Kuh in Form der drohenden Strafzahlung ist noch lange nicht vom Eis.»

Die Aktien von SMA Solar eroberten im TecDax mit plus 4,36 Prozent die Index-Spitze und knüpften damit an ihre Vortagsstabilisierung nach der vorangegangenen Talfahrt an.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von minus 0,27 Prozent am Vortag auf minus 0,25 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,06 Prozent auf 144,28 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,06 Prozent auf 165,73 Punkte. Der Eurokurs sprang am späteren Nachmittag kräftig nach oben und wurde zum europäischen Aktienhandelsschluss bei 1,1243 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1221 (Mittwoch: 1,1225) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8912 (0,8909) Euro.

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