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Irina Voigt 23.09.2016 05:37 Uhr
Red. Strausberg, strausberg-red@moz.de

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Mais-Made-Wurm-Cocktail

Hennickendorf (MOZ) Im Hennickendorfer Angelverein Stienitzquappe werden nicht nur große Fische gefangen. Neben der Vereinsarbeit mit Hege und der Pflege hat auch die Jugendarbeit eine lange Tradition. Zwei qualifizierte Jugendwarte kümmern sich um den Nachwuchs.

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Angelgl├╝ck am Steg: Lara (hinten) und Jonas versuchen, die im seichten Stichkanal stehenden Fische zu fangen

© Irina Voigt/MOZ

Geht es darum, mit welchem Köder man im Großen Stienitzsee Angelglück haben könnte, kommen die verschiedensten Rezepte auf den Tisch. Frische Würmer vom heimischen Komposthaufen würden bei den Fischen sehr beliebt sein. Einer schwört auf einem Mais-Made-Wurm-Cocktail, ein anderer auf Plätzchenteig mit Anisaroma. Aber ins Detail geht von den gestandenen Anglern, die sich auch an einem herbstlichen Montagnachmittag auf dem Vereinsgelände eingefunden haben, keiner. Das sei geheim, heißt es einhellig.

Und dann hat doch tatsächlich ein kleiner Barsch gierig den schlichten Mais verschlungen, mit dem der elfjährige Jonas gerade seine Angel bestückt hatte. Stolz zeigt er seinen Fang und ist dann auch gar nicht traurig oder enttäuscht, dass er den kleinen Raubfisch wieder ins Wasser zurücksetzen soll. Der Barsch gehört neben Stichling, Steinbeißer, Gründling, Uklei, Güster, Plötze, Blei, Rotfeder, Schlei Karpfen, Zander, Hecht, Rapfen, Wels und Aal zu den Seebewohnern.

"Das alles lernen die Kinder, und, dass es nicht in erster Linie darum geht, Fische aus dem Wasser zu holen, sondern am Angelsport noch viel mehr dranhängt. Nämlich das Wissen um die Arten, ihre Hege und Pflege, der richtige Umgang mit der Angel und eben auch, welcher Köder der Beste sein könnte", sagt Andreas Ende. Andreas Ende ist einer der beiden Jugendwarte im Angelverein Stienitzquappe.

Karl-Heinz Heinemann ist der gestandene Mann mit einem großen Erfahrungsschatz als Angler, aber auch in der Jugendarbeit. Er kümmert sich seit vielen Jahren darum, dass auch die jüngsten Hennickendorfer ihre Liebe zum Angelsport entdecken und ihr dann auch nachgehen können. Da gehe es auch um Genehmigungen, Fischereischeine, Theorie und Praxis des Angelsportes.

Mit inzwischen 62 Jahren hat er Verstärkung gebraucht, denn die Verantwortung, wenn es zu Wettbewerben nach Waldsieversdorf oder Angeltouren bis an die Oder geht, ist für einen einzelnen Mann inzwischen zu groß. Nachdem Andreas Ende durch seinen Sohn Nils und Tochter Romy zum Angelsport gekommen ist, sind sie als zertifizierte Jugendleiter zu zweit.

Nils hatte, wie alle Kinder aus der Grundschule, am jährlichen Schülercross teilgenommen. Der führt die Mädchen und Jungen einen ganzen Tag lang quer durch den Ort zu Einrichtungen und Vereinen, zum Reinschnuppern und um neue Hobbys kennen zu lernen. Das Angeln gefiel ihm am besten.

Der idyllisch gelegene Vereinist in jedem Jahr auch Heimstatt eines Angelcamps, das vom Jugendzentrum Notausgang angeboten wird. "Wir freuen uns über jeden Jugendlichen, der zu uns kommt", sagt Heinemann. Liebe zur Natur und der Umwelt sei am und auf dem Wasser am unmittelbarsten zu erfahren.

Aber auch die älteren der 35 Vereinsmitglieder freuen sich über den Nachwuchs in ihren Reihen. Die Kinder und Jugendlichen werden so weit als möglich auch ins Vereinsleben einbezogen und sind bei vielen Veranstaltungen rund ums Jahr dabei.

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