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Martin Stralau 23.09.2016 05:58 Uhr
Red. Frankfurt (Oder), frankfurt-red@moz.de

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Schweine wildern auf Hauptfriedhof

Frankfurt (Oder) (MOZ) Auf dem Gelände des Hauptfriedhofs haben in den vergangenen Tagen mehrfach Wildschweine Gräber und andere Flächen verwüstet. Wie die Stadt auf Nachfrage mitteilte, gingen im Amt für Tief-, Straßenbau und Grünflächen Beschwerden von Bürgern ein. Auch bei der Schadenserfassung und den Kontrollen vor Ort sei Unmut geäußert worden, erklärte Stadtsprecher Martin Lebrenz.

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Zerstört: Auch auf dieser Grabstelle waren Wildschweine zugange.

© Leser

Erste Schäden seien am 16. September gesehen worden, einen Tag später "wurden weitere Schäden offensichtlich", sagte Lebrenz. Diese gab es unter anderem im Bereich der Nordmauer - aber auch an vielen anderen Stellen. Wie Lebrenz schildert, habe sich das Grünflächenamt sofort an die Untere Jagdbehörde gewandt. "Es wurde ein Jagdpächter informiert, der umgehend eine Kontrolle auf dem Friedhof durchführte. Dabei konnte keine Stelle im Zaun ermittelt werden, durch die die Wildschweine auf den Friedhof gelangt sind." Der Stadtsprecher weist darauf hin, dass der Hauptfriedhof ein befriedetes Gebiet sei, das nicht in der Verantwortung eines Jagdpächters liege.

Da auch Nachkontrollen keine neuen Erkenntnisse gebracht haben, geht die Stadt davon aus, "dass die Wildschweine durch ein Friedhofstor auf das Areal gelangt sind". Die Friedhofstore werden nach Auskunft von Martin Lebrenz durch ein Unternehmen nach 20 Uhr ver- und ab 6  Uhr wieder aufgeschlossen. Für die Zeit dazwischen setzt die Stadt auf die Mithilfe und Umsichtigkeit der Friedhofsnutzer. "Besucher sollten darauf achten, dass die Tore nach Betreten und Verlassen des Geländes geschlossen sind", sagt Lebrenz. Die Stadt will das Areal in den kommenden Tagen weiter kontrollieren und "operativ erforderliche Schritte einleiten". Bereits beauftragt worden sei die Reparatur des defekten Südtores ebenso wie eine Nachrüstung des Tores am Kastanienweg mit Spannfedern. "Ziel ist, dass sich die Tore selbsttätig schließen", wie Lebrenz erklärt.

Beim Stadtboten beschwerten sich mehrere Leser über die Verwüstungen. Tenor: Es muss dringend etwas unternommen werden. Ein Friedhofsnutzer, der anonym bleiben will, kritisierte, dass die Stadt keine technischen Sicherungen einzurichten gedenke und damit die Wildschweinbekämpfung den Angehörigen der Verstorbenen und den Besuchern des Friedhofs überlasse. Er bezweifelt auch, dass alle Besucher, beispielsweise Menschen im Rollstuhl, schwere Tore wie das an der Pillgramer Straße schließen könnten. Außerdem gebe es im Südbereich des Friedhofs - nahe des Bauhofs - offene Zaunteile.

Die Stadt oder von ihr beauftragte Firmen beseitigen übrigens nur die Schäden auf öffentlichen Flächen und den Erd- und Urnengemeinschaften sowie auf Kriegsgräberstätten. "Die Schadensbeseitigung auf den Grabstellen obliegt den Grabstellennutzungsberechtigten", erklärt Martin Lebrenz dazu.

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