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Katrin Hartmann 23.09.2016 06:45 Uhr
Red. Bad Freienwalde, freienwalde-red@moz.de

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Versorgung auf dem Prüfstand

Wriezen (MOZ) Vor einer alternden Gesellschaft werden gesundheitliche Angebote immer dringlicher. In der dritten Auflage der kommunalen Gesundheitskonferenz hat der Landkreis am Donnerstag Vertreter verschiedener Gesundheitseinrichtungen nach Wriezen eingeladen.

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Rückblick auf die Entwicklungen im vergangenen Jahr: Landrat Gernot Schmidt (SPD) eröffnet die dritte Gesundheitskonferenz im Altkreis Bad Freienwalde. Gastgeber der diesjährigen Sitzung war die Stadt Wriezen.

© MOZ/Katrin Hartmann

Wo qualitativ hochwertige Bildungsstätten sind, dürfen gute Gesundheitseinrichtungen und -angebote nicht fehlen, sagte Landrat Gernot Schmidt (SPD) zur Eröffnung der dritten Gesundheitskonferenz der Sozialregion Nord in Märkisch-Oderland - also dem Gebiet vom Amt Falkenberg-Höhe, über Bad Freienwalde nach Wriezen und das Amt Barnim-Oderbruch bis nach Letschin. "Wir haben uns neben dem Kreis Barnim dazu entschieden, eine kommunale Krankenhausstruktur mit Standorten in Strausberg und Wriezen zu bilden und sind damit bislang gut gefahren, befand der Landrat im Rathaus der gastgebenden Kommune Wriezen. Die orthopädische Klinik in der Oderbruchstadt sei etwa eine der wenigen in Deutschland, die zertifiziert sind.

Von den Krankenhäusern gehe allerdings nur ein Teil der gesundheitlichen Versorgung für die Region aus. Mehrere Arbeitsgruppen zu unterschiedlichen Themen haben in den vergangenen Jahren viel Arbeit geleistet, sagte Lisa Hoffmann, Mitarbeiterin des Landkreises. Die Vernetzung dieser Angebote stecke allerdings noch in den Kinderschuhen. "Diesbezüglich müssen wir alle mehr an einem Strang ziehen", fügte sie hinzu. Als Beispiel nannte sie etwa das Programm "Jolinchen", eine Initiative des Landkreises und der AOK Nordost, die über fünf Handlungsfelder Kinder im Vorschulalter unterstützt. Unglücklicherweise gebe es im Landkreis erst vier Kitas, die sich daran beteiligen würden, so Lisa Hoffmann.

Ergebnisse der Einschulungsuntersuchungen von 2013 bestätigten den Bedarf für mehr Unterstützung. So lagen die Werte im Bereich der Sprach- und Sprechstörungen, bei der Bewegung und der Fettleibigkeit im Vergleich zu anderen Regionen im Landkreis relativ hoch.

Zudem habe der Landkreis an 140 Kitas eine Befragung über die gesundheitlichen Angebote und Mängel durchgeführt. Nur von 20 Kitas gab es eine Rückmeldung.

Als ein erfolgreiches Konzept, welches sich in den vergangenen zwei Jahren, hervorgetan habe, hoben der Landrat sowie Steffen Hampel, Amtsarzt und Leiter des Gesundheitsamtes, das Projekt Sturzprävention hervor. Mittlerweile hätten sich dafür 30 Gruppen im Landkreis gebildet, die einmal oder mehrmals in der Woche Übungsstunden anbieten, in denen die Teilnehmer ihren Gleichgewichtssinn, ihre Muskeln oder ihre Koordinationsfähigkeit trainieren können. Das Angebot vom Kreissportbund, der AOK Nordost und dem Landkreis richte sich an ältere Frauen und Männer der Altersklasse 65 plus. "Wenn es jemanden gibt, der mit Anfang 60 gestürzt ist und präventiv dagegen wirken will, sodass dies nicht nochmal passiert, ist er in den Gruppen natürlich auch herzlich willkommen", sagte Manja Lindner vom Kreissportbund. Gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels finde das Angebot regen Anklang. In der kommenden Woche werde eine weitere Gruppe eröffnet - dann sind es bereits 31 im Landkreis. Begonnen hatte der Kreissportbund vergangenes Jahr mit sechs Gruppen.

Auch Vertreter der Selbsthilfegruppen aus Bad Freienwalde und Strausberg, Hebammen und Mediziner meldeten sich bei der Konferenz zu Wort. In die Reihen der kommunalen Politiker hatten sich Bad Freienwaldes Bürgermeister Ralf Lehmann sowie die Amtsdirektoren der Ämter Barnim-Oderbruch, Karsten Birkholz, und Falkenberg-Höhe, Holger Horneffer, ins Wriezener Rathaus gemischt. Von der gastgebenden Kommune war kein Vertreter vor Ort.

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