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Josefine Jahn 23.09.2016 06:58 Uhr
Red. Eisenhüttenstadt, eisenhuettenstadt-red@moz.de

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Dicke Felle für die kalte Jahreszeit

Eisenhüttenstadt (MOZ) Der Herbst ist erst einen Tag alt. Aber bereits jetzt zeigt er seine Charakterzüge in Form sich verfärbender Blätter und niedrigerer Temperaturen. Auf jahreszeitliche Veränderungen werden auch die Bewohner des Tiergeheges Eisenhüttenstadt eingestellt.

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Und täglich grüßt der Präriehund: Die aus Nordamerika stammenden Tiere sind verwandt mit dem Murmeltier. Sie fühlen sich in selbst gegrabenen Erdhöhlen wohl und vertragen milde bis niedrige Temperaturen auf trockenen Böden oder kurzem Gras.

© MOZ/Josefine Jahn

Etwas scheu luken zwei rotbraune Fellköpfe aus ihren Löchern hervor, die Nasen spitz, die Pfoten nicht weit vom Bauch entfernt. Die nordamerikanischen Präriehunde wirken vielleicht wegen ihrer gedrungenen Figur besonders drollig. Auf 15 Hektar Fläche leben auf dem Naherholungsgebiet, der Insel in Eisenhüttenstadt, mit ihnen um die 200 Tiere - das ganze Jahr über. Hin und wieder werden welche abgegeben und neue angekauft, erklärt Vivien Schmiede: "Bei den Mufflons haben wir dieses Jahr zwei weibliche Junge bekommen, da geben wir nun den Bock weg, um Inzucht zu vermeiden", sagt die Tierpflegerin. Mufflons sind Wildschafe, die in Europa zu Hause sind und sich den wechselnden Temperaturen daher gut anpassen.

Bei den meisten anderen Tieren im Tiergehege ist das ähnlich. Sie regulieren die kommende Kälte mit einem dickeren Fell. "Wir benötigen keine zusätzliche Wärmequelle, sagt Vivien Schmiede, "die einzige Ausnahme ist das Vogelhaus." Wellensittiche, Kanarienvögel, Halsbandsittiche und andere bunt gefiederte Exemplare sind bis jetzt noch im offenen Gehege. Sobald es kälter wird, werden sie in das Vogelhaus umgesiedelt, das dann auch beheizt wird, schildert die Leiterin des Tiergeheges. Auch für die Hasen und Meerschweine kann es im Winter zu kalt werden. Deswegen werden sie in einen überdachten Bereich umziehen.

"Winterfelle haben schon alle", weiß die Tierpflegerin. "Die Schafe haben wir im Mai das letzte Mai geschoren, damit die Wolle bis zum Kälteeinbruch rechtzeitig nachwächst." Ansonsten bekommen manche Tiergehege-Bewohner im Winter zusätzliches Kraftfutter. "Das ist abhängig von der körperlichen Verfassung der Tiere. Sind sie vielleicht schon alt oder haben sie kürzlich Nachwuchs bekommen?", erklärt die 37-Jährige die Fragen, nach denen sich die zusätzliche Futtergabe orientiert. "Und wir geben mehr Stroh und Heu, da wir im Winter weniger Besucher haben, die den Tieren aus den dafür aufgestellten Spendern Pellets geben."

Die letzten Winter waren nicht sonderlich kalt, zumindest nicht dauerhaft. Für den Fall, dass das Wasser gefriert, etwa in den angelegten Teichen für die Enten, Gänse und Hühner, wird es wieder aufgehackt. "Sollte es dauerhaft kalt sein, stellen wir kleinere Wasserkübel auf, die dann mehrmals am Tag nachgefüllt werden, bevor sie frieren", erklärt Vivien Schmiede. Auch das Futter dürfe natürlich nicht zufrieren, aber bei mildenen Wintern, wie den vergangenen, sei das auch selten der Fall, sagt die Tierpflegerin weiter.

Am wenigsten sorgen müsse man sich um die Gartenschläfer. Zwei dieser Nagetiere sind erst seit einem Monat im Tiergehege zu Hause. Durch die Futtervergabe wollen die Tierpfleger das Schlafverhalten der in Europa vorkommenden Nachtaktiven verändern. "Aber das wird wohl erst im Frühling etwas", vermutet Vivien Schmiede, "von Oktober bis Mai schlafen sie erst einmal durch." Genügend Speck dafür haben sich die Gartenschläfer bis dahin angefressen.

Die Vekunjas, Rehe, Esel, Pferde, Wildschweine und ihre Nachbarn haben einen natürlichen Fellwechsel. Auch die lustigen Präriehunde haben ein dickes Fell und sind bereits gut gewappnet für die Kälte - sollte sie denn kommen.

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Neueste Kommentare

26.09.2016 06:03:05 Hasso Isenhagen

auch hier wieder nur Demagogie

26.09.2016 05:51:51 Hasso Isenhagen

solche Artikel sind Demagogie

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