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Hans Still 23.09.2016 07:55 Uhr
Red. Bernau, bernau-red@moz.de

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Lanke schrammt knapp am Desaster vorbei

Lanke (MOZ) Der Wandlitzer Bauausschuss hat sich für den Bau einer Mehrzweckgebäudes in Lanke ausgesprochen, obwohl die Kostenüberschreitungen fast eklatante Ausmaße erreichen und selbst bei der Verwaltung Verwunderung auszulösen vermochten. Die Entscheidung fiel mit lautem Weh und Ach, der Ortsteil schrammte knapp am Desaster vorbei. In Lanke wird das kaum interessieren, dort warten die Einwohner seit 2008 auf den Bau einer neuen Kita, einer Feuerwehr und auf angemessene Räume für die Gemeindevertretung. "Friss oder stirb, das ist schon hart", konstatierte Monika Braune (EWBP) gegen Ende der Debatte über Mehrkosten von gut einer Million Euro. Die Summe von 2,561 Millionen Euro steht mittlerweile unter der Auflistung aller Ausstattungsmerkmale und Extras am und im Mehrzweckgebäude. "Mit 1,5 Millionen Euro sind wir gestartet, dann galten zwei Millionen Euro als absolute Obergrenze. Nun diskutieren wir hier bereits über zweieinhalb Millionen Euro", konstatierte die Gemeindevertreterin erbost.

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© Ulli Winkler

Ausschussvorsitzender Oliver Borchert (F.Bg.W.) stand ebenso mit dem Rücken zur Wand. "Mir ist klar, dass wir in dieser Situation die Doofen sind und nochmals nachschießen. Die Alternative wäre, das Projekt an dieser Stelle zu stoppen. Wir könnten bis Ende Februar 2017 Fördermittel beantragen und wissen bis zum Sommer nicht, ob es die Förderung gibt oder nicht. Damit verschieben wir das Projekt locker um ein Jahr." Zeitweise schien es sogar, als wollten die Gemeindevertreter dem Projekt komplett den Stecker ziehen. "Eine Kostengrenze ist eine Kostengrenze, dafür ist sie da", hieß es beispielsweise.

Auf Ursachenforschung begab sich der für den Hochbau zuständige Sachgebietsleiter der Wandlitzer Bauverwaltung, Rüdiger Stumpf. "Wir waren auch geplättet. Bei den Baupreisen gab es jährliche Kostensteigerungen von neun Prozent. Da die Preiskalkulationen bereits zwei Jahre alt sind, resultieren allein daraus 18 Prozent. Schließlich kam es auch zu einigen Änderungen im Projekt." Liane Hergt, sie verantwortet in der Bauverwaltung das Lanker Vorhaben, nahm einen Teil der unrühmlichen Historie auf ihre Kappe. "Die erste Zahl von 1,4 Millionen Euro steht für eine Vision, die ich anfangs entwickelt hatte und bei der ich von Synergien bei der Raumnutzung ausgegangen bin, die später abgewählt wurden. Die erste wirkliche Kostenschätzung belief sich dann aber schon auf zwei Millionen Euro. Wenn wir über die Kostensteigerungen reden, dann liegt dort unser Bezugspunkt." Zur Geschichte gehören auch Debatten über die Toiletten oder einen größeren Saal für den Ortsbeirat. Letztlich votierte das Ausschuss mit vier Ja-Stimmen und einer Enthaltung für den Bau.

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