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23.09.2016 08:28 Uhr

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Öffentlicher Dienst geht auf die Straße

Potsdam (dpa) Mit einer Großkundgebung vor dem Potsdamer Landtag wollen mehrere Gewerkschaften am 9. November bessere Arbeitsbedingungen für Lehrer, Polizisten und Forstbeamte anmahnen. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) werde die Pädagogen an diesem Tag aufrufen, nach der dritten Unterrichtsstunde an regionalen Personalversammlungen teilzunehmen, kündigte GEW-Landeschef Günther Fuchs am Donnerstag in Potsdam an. Zu der Kundgebung erwarte er bis zu 9000 Teilnehmer. Der Aufruf dazu soll auf einer Konferenz an diesem Sonnabend beraten werden, an der neben Lehrern auch Personalräte teilnehmen.

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Protest: Die GEW ruft Lehrer am 9. November zur Demo vor dem Landtag auf.

© dpa

Die GEW, die Gewerkschaft der Polizei, die IG BAU und der Deutsche Beamtenbund hatten die Verhandlungen mit der Landesregierung am 20. Juli nach zahlreichen Sondierungen und vier Runden für gescheitert erklärt. Ausschlaggebend dafür sei vor allem die Weigerung der Landesregierung gewesen, über Entlastungen für Lehrer, Polizei- und Forstbeamte zu sprechen, sagte Fuchs. Diese Beschäftigtengruppen seien überaltert, es gebe einen hohen Krankenstand und folglich viele Ausfälle.

Der GEW-Chef warf der Landesregierung vor, seit zehn Jahren zu wenig Lehrkräfte einzustellen. "Die Regierung ist nicht an einer langfristigen Lösung interessiert, sondern hangelt sich von Haushalt zu Haushalt durch", sagte er. Viele Lehrer wanderten nach Berlin ab, weil die Einstiegsgehälter dort höher und die Aufstiegschancen besser seien als in Brandenburg. "Wir lassen uns nicht mit Selbstverständlichkeiten oder Peanuts abspeisen. Mit dieser Verweigerungshaltung in den Verhandlungen hat die Landesregierung den bisherigen Konsens, am Verhandlungstisch zu tragfähigen Kompromissen zu kommen, infrage gestellt", argumentiert die GEW auf ihrer Homepage im Internet.

Von den für dieses Schuljahr angekündigten 1400 neuen Lehrern sind laut Fuchs höchstens 900 neu eingestellt worden. Bei rund 300 seien lediglich die Arbeitsverträge entfristet worden, sagte er. "Notwendig sind aber mindestens 2000 echte Neueinstellungen." Vor allem für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik fehlten Lehrer. Auch gebe es zu wenig Sonderpädagogen und Schulpsychologen. Laut Fuchs wollen die Gewerkschaften im November über weitere Protestaktionen beraten.

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