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23.09.2016 14:18 Uhr

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Beim Erntedankfest in Radensleben ging die Post ab

Radensleben (mae) Mit einem Erntedank-Gottesdienst begann am Sonnabend das zentrale Erntefest der Neuruppiner Ortsteile in Radensleben. Wegen des launischen Wetters wurde der geplante Open-Air-Gottesdienst im Seniorenwohnpark abgesagt. Pfarrerin Ute Feuerstack empfing die Gäste zum Erntedankgottesdienst deshalb im Kirchenschiff. Als die Glocken das Ende des Gottesdienstes einläuteten, hatten die geschmückten Fahrzeuge sich schon zum Festumzug eingereiht und die Zaungäste, die die alte Dorfstraße an den Ständen mit regionalen Produkten entlang schlenderten, wurden immer mehr. An zahlreichen Ständen warteten Händler auf Kundschaft. So hatte auch Simone Hansen vom Keramikstübchen viele lustig gestaltete Figuren und wundervoll klingende Windspiele im Angebot.

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Hallo, seid Ihr auch alle da? Die kleine Festbesucherin, die auf einem Traktor mitfahren durfte, war vom Ereignis sichtlich begeistert. Kein Erntedankfest ohne den traditionellen Festumzug. Dabei kam altes Brauchtum wieder zu Ehren. Zugleich erfuhren die

© Eckhard Handke

Das Festkomitee verzichtetet ganz bewusst darauf Rummel-Atmosphäre aufkommen zu lassen. Bewusst wurden entsprechend der ländliche Tradition das Handwerk und die Dorfgeschichte in den Mittelpunkt des Erntedankfestes gestellt. Ausgediente Türen, die als "Zeittüren" historische Fotos von Radenslebener Ansichten zeigten, informierten die Besucher über die Dorfgeschichte.

Dem Schmied Enrico Schellin aus Herzberg konnten die Besucher bei seiner Arbeit über die Schulter schauen. Und auch ein Blick in die Werkstatt von Möbeltischlermeister Bernhard Krug, zu dessen Spezialität einst auch ausziehbare Küchenaufwaschtische gehörten, war möglich.

Um 12 Uhr übernahm Stephanie Makuth vom Festkomitee das Mikrofon und gab das Signal, mit dem Umzug zu beginnen. An der Spitze der langen Kolonne rollte der schön gestaltetet Festwagen mit den Radenslebener Landfrauen über das holprige Kopfsteinpflaster der alten Dorfstraße. Das sie nicht bis ans Ende des Weges kommen werden, ahnten sie da sicher noch nicht. Denn auf halber Strecke wurde dem Gefährt die marode Dorfstraße zum Verhängnis, eins der Vorderräder brach. Als der Umzug beendet war, rollte der Radenslebener Hartmut Fischer schnell ein Ersatzrad herbei und machte so den Leiterwagen wieder flott. zum Glück kammen alle Insassen des Wagens mit dem Schrecken davon. Mit einer lustigen Rübengeschichte zogen die Nietwerderaner diesmal an den Besuchern vorbei. Nach dem Umzug wurden die kleinen und großen Besucher mit einem Bühnenprogramm unterhalten. Im Festzelt waren nachher die Erntekronen zu besichtigen und die Besucher durften entscheiden, welche die schönste war.

Christoph Müller stellte seinen traditionellen Backofen "Im Winckel" für ein Schaubacken von Bäckermeister Tino Herzog zur Verfügung. Im Ofen wurde zum Festtag erstmalig öffentlich gebacken. Der Radenslebener Bäcker führte den Gästen vor, wie früher Brot und Kuchen gebacken wurden. Freunde alter Landtechnik und Traktoren aus Rüthnick demonstrierten, wie früher auf dem Lande das Korn gedroschen wurde. Ihr Beitrag fand viele Schaulustige.

Bürgermeister Jens-Peter Golde (Pro Ruppin) und Bundestagsabgeordneter Sebastian Steineke (CDU) fanden lobende Worte fürden Apfelsaft aus Radensleben. Der Saft-naturtrüb aus handverlesenen und unbehandelten Äpfeln vom Hof Engel/Wendicke- sagte den Politikern so zu, das sie spontan einige Flaschen für die häusliche Speisekammer erwarben. An der Kirche bot der Weltladen von Esta Ruppin fair gehandelten Kaffee und andere Produkte zum Kauf an. Im Gotteshaus konnten die Besucher sich bei einem Vortrag von Ulrich Dressel aus Garz über die Familiengeschichte derer von Quast informieren.

Für den guten Ton sorgten dann Musiktalente der Evangelischen Schule. Mädchen und Jungen der Jugendkunstschule Neuruppin wollten ihnen nicht nachstehen und führten Folkloretänze auf. Musical-Ausschnitte und eine tanzende Pinguin-Parade auf der Festbühne am Campo Santo boten den Besuchern einen Augen- und Ohrenschmaus.

Wer Schlager mochte, dem bot sich zur Kaffeestunde dafür die Gelegenheit. Da gehörte die Bühne einem singenden Bundesbahn-Schaffner. Dieser brachte einige Besucher im Festzelt sogar zum Schunkeln und verabschiedete sich mit "Die kleine Kneipe in unserer Straße". Später sorgten dann noch "Die Tanzenden Schwestern" und der Rockgeiger "Hans die Geige" für lustige Unterhaltung. Und mit einem Tanz unter der Erntekrone bei live Musik von der Partyband "Yellow Times" fand das Erntedankfest in Radensleben seinen Ausklang.

Eckhard Handke

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